Mittwoch 25. März 2009, 12:24 Uhr

Open de Andalucia [0]

Mit Bogeys auf Rang 21

Auf den ersten Löchern der letzten Runde der Open de Andalucia kann sich Markus Brier bis auf Rang 8 verbessern. Im aufkommenden Wind passieren Schlagverluste.alt

Am ersten Loch gelingt Brier mit eingelochtem Bunkerschlag ein schnelles Birdie. Versenkte Putts bringen ihn auf 3 unter Par bis Loch 6. Dann kommt, zum ersten Mal diese Woche Wind auf, und Brier verliert seine Sicherheit mit den Eisen. Vier Bogeys bis Loch 11 sind die Folge. „Ich hab gut angefangen, aber stark nachgelassen. Vor allem in der Mitte waren heute ein paar Wermutstropfen dabei“, analysiert Brier nüchtern.

Mit Eagle auf Loch 13 (Par 5, 473 m) bringt sich der Wiener jedoch wieder ins Spiel zurück. Nach perfektem Drive gelingt auch das gewagte 5er-Holz ins Grün. Der Eagle-Putt aus 4 Metern fällt. Leider ist am letzten Loch (Par 4, 395 m) ein weiteres Bogey aus dem Fairwaybunker zu notieren.

Mit der abschließenden Parrunde beendet Markus Brier das Turnier bei 4 unter Par, auf Rang 21. 11.150 € Preisgeld sind schwacher Trost angesichts der vorhanden Möglichkeiten. „Grad bei so einem relativ schwach besetzten Turnier, wär ich mit zwei Schlägen weniger deutlich weiter vorne gelandet“, bilanziert er gefasst. Zwar fallen im Turnierverlauf zahlreiche Birdies, doch mit insgesamt 12 Bogeys verspielt er einen absoluten Spitzenplatz.
Mit etwas über 50.000 Euro Preisgeld gesamt verbessert sich Brier auf Rang 120 des Race to Dubai.

Der Däne Søren Hansen (mittlerweile 15. im Race to Dubai) spielt seinen Vorspurng, nach dem Platzrekord (62, -10) am Moving Day, sicher nach Hause. Er gewinnt mit 14 unter Par.
Die European Tour macht nächste Woche in Lissabon zu den Estoril Open de Portugal halt. Markus Brier und Bernd Wiesberger sind am Start. Martin Wiegele hat als 15. Reserve keine Chance auf die Teilnahme.

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altOpen de Andalucia
Real Club de Golf de Sevilla
26. – 29. März, 2009
Preisgeld: 1 Mio. €
Titelverteidiger: Thomas Levet (FRA)


Stetige Verbesserung

Markus Brier verbessert sich in der dritten Runde der Open de Andalucia auf Rang 19. Dank unglaublicher Putts spielt er 71 (1 unter Par.)alt

Schon am ersten Loch versenkt Brier den wichtigen Parputt aus 4 Metern. Auf Loch 3 (Par 3, 154 m) fällt der 7-Meter-Birdieputt. Das erste Bogey passiert am 6. Loch, nachdem das dicke Rough ums Grün Probleme bereitet. Doch schon auf Loch 9 (Par 5, 499 m) gelingt mit gelochtem Monsterputt aus 10 Metern, über eine große Welle, das dritte von vier Birdies. „Schön wenn solche Riesen fallen“, jubelt Brier nach der Runde.

Die zweiten Neun verlaufen unspektakulärer. Zwei Dreiputts auf den Löchern 12 und 13 sind als traurige Höhepunkte zu vermerken, und verhindern eine absolute Spitzenplatzierung. Ein finales Birdie auf Loch 16 (Par 5, 478 m) ermöglicht kurz vor Ende der Runde noch eine wohltuende Scorekosmetik.

Søren Kjeldsen (DEN) spielt am Samstag Platzrekord (62, -10). Von Platz 16 kommend, geht er als Führender in die letzte Runde.

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Real Club de Golf de Sevilla
26. – 29. März, 2009
Preisgeld: 1 Mio. €
Titelverteidiger: Thomas Levet (FRA)


Brier: Mit der 71 (-1) weiter top

Mit einer weiteren soliden Runde (71, -1) geht Markus Brier als 25. in die Finalrunden der Open de Andalucia. Zu vier Birdies gesellen sich leider auch drei Bogeys. Bernd Wiesberger scheitert nach frühem Doppelbogey am Cut.

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Foto: www.golfsupport.nl

Live-Scoring

2. Runde

„Das Spiel funktioniert nach wie vor nach Plan. In Runde 2 sind mir leider ein paar unnotwendige Fehler passiert“, so Brier nach der 71 (-1) am 2. Tag der Andalucia Open in Sevilla.
Vor allem das Bogey auf Loch 7 ärgert den Wiener ein wenig: Aus 10 Meter fabriziert er einen Dreiputt zur 4 auf diesem hantigen Par 3.
Die „Pflichtbirdies“ auf den Par 5-Holes fallen wie am Vortag drei Mal nach Plan, und auch vom Tee (10 von 14 Fairways) ist Brier weiterhin stark. „Die Fairways sind sehr eng, aber ich habe einen guten Ballkontakt mit dem Driver. Wenn ich ein paar Fehler vermeide, und mehr Putts versenke, sind ganz tiefe Scores drinnen“, bilanziert Brier optimistisch.

Vom 25. Platz besteht weiterhin die Chance auf einen Spitzenplatz – auf Platz 7 fehlen derzeit nur 2 auf Platz 3 fünf Schläge.

Wiesberger out
Bernd Wiesberger vergeigt mit zwei Doppelbogeys seine zweite Runde und scheitert als 128 klar am Cut.
Gleich zu Beginn seiner zweiten Runde kassiert der Burgenländer am 11. Loch (Par 3, 181m) ein bitteres Doppelbogey und gerät damit früh unter Druck.
Zwar gelingt dem Tour-Rookie mit einem Birdie am anschließenden Par 4 der perfekte Konter, doch schon ein Loch später steht erneut ein Schlagverlust an: Bogey am kurzen Par 5 (Loch 13, 473m).
In der Folge passiert wenig, mit zwei weiteren Bogeys (Loch 17 und 1) rückt der Cut in weite Ferne.
Engültig besiegelt ein Doppelbogey am vorletzten Loch das Aus für Wiesberger bei den Andalucia Open, der damit zum zweiten Mal in Serie den Sprung ins Preisgeld verpasst.

Siem führt
Ein überraschendes Lebenszeichen gibt der Deutsche Marcel Siem von sich: Mit einer starken 67er-Runde (8 Birdies!) übernimmt der exzentrische Deutsche die Führung bei 9 unter Par. Miguel Angel Jiménez (ESP) kann sich mit der besten Runde des Tages (65, -7) wieder ins Mittelfeld schieben. Der Architekt des Real Club de Golf de Sevilla, Jose-Maria Olazábal (ESP), scheitert mit zwei 74er Runden am Cut bei Par.

alt
Open de Andalucia

Real Club de Golf de Sevilla
26. – 29. März, 2009
Preisgeld: 1 Mio. €
Titelverteidiger: Thomas Levet (FRA)



Toller Kampf von Wiesberger, solider Start von Brier

Markus Brier leistet sich bei seinem ersten Antritt nach drei Wochen Pause einen einzigen Fehler: Auf Loch 11 – der Wiener startete auf der 10 – kassiert Brier den einzigen Schlagverlust des Tages. Ansonsten hält er sich schadlos und spielt auf drei von vier Par 5-Holes Birdies. Mit gesamt 2 unter Par klassiert er sich auf Position 18.

„Ich bin zufrieden mit meinem Spiel, vor allem rund ums Grün war es eine an sich fehlerlose Runde“, so der Wiener, dem der Nacken kaum noch zu schaffen macht.
Brier zeigt sich dabei vom Tee stark, trifft 9 von 14 Fairways, hat aber mit einigen unpräzisen Schlägen ins Grün zu kämpfen.
„Drei gute Birdie-Chancen habe ich leider ausgelassen, aber der Start ist gemacht,“ freut sich Österreichs Nummer 1 über die gute Ausgangsposition für Runde 2.

alt„Eine lustige Runde“, kommentiert Bernd Wiesberger seinen Erstrunden-Auftritt bei den Andalucia Open, wo er mit einem späten Eagle – Chip-in vom Vorgün – noch das Ruder herum reißen kann.
„Der Start war eigentlich zufrieden stellend, nur die Putts wollten nicht fallen. Das erste Bogey auf Loch 6 resultierte dann fast logisch aus einem Dreiputt“, so der Burgenländer. Das zweite, anschließende Bogey ist die Folge eines ins hohe Rough verzogenen Drives.
Ab Loch 9 gesellt sich Ex-Amateur-Nationalgolfer Toni Ortner, der in Spanien für Olazabal-Design tätig (sein „Chef“ spielt ebenfalls mit), ist als Daumendrücker zu Wiesberger und prompt fällt dass erste Birdie.

Wiesberger: „Kaum ist Toni dann weg gegangen, habe ich gleich zwei schlechte Schläge fabriziert, und auf Loch 10 ein Bogey, auf der 12 ein Doppelbogey nach einem Dreiputt kassiert.“
Danach taucht Ortner wieder auf und das spiel läuft wieder: Birdie 13 und 14 und ein Chip-in zum Eagle auf Loch 16. Damit bilanziert der Burgenländer wieder ausgeglichen und liegt genau im Cut.

Schottlandfestspiele in Spanien
An der Spitze etabliert sich mit dem Schotten Chris Doak (66/-6) ein interessanter Spieler: der 33-Jährige gewann 2008 fünf Turniere auf der schottischen Tartan Tour (das Pendant zur Alps Tour) und holte sich via Tourschool eine Karte für die große Tour.
Einen Schlag dahinter lauert ein Quartett, angeführt vom Jubilar Colin Motngomerie, der sich beim 500. Tour-Auftritt von seiner besten Seite zeigt, sowie seinem Landsmann Steve O’Hara.

Leaderbord nach Runde 1
1. Chris Doak, SCO -6/66
T2. Colin Montgomerie, SCO -5/67
T2. Jean Francois Lucquin, FRA -5/67
T2. Steve O’Hara, SCO -5/67
T2. Juan Parron, SPA -5/67

T18. Markus Brier, AUT -2/70

T52. Bernd Wiesberger, AUT 0/72



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Open de Andalucia

Real Club de Golf de Sevilla
26. – 29. März, 2009
Preisgeld: 1 Mio. €
Titelverteidiger: Thomas Levet (FRA)



Vorschau

Über 2 Wochen sind vergangen seit Markus Briers letztem European Tour Auftrittes auf Bali. Die Zwischenzeit kann der 131. im Race to Dubai nicht zum Trainieren nutzen. Ein entzündeter Nerv im Nacken bereitet Sorgen, und so unterzieht er sich umfangreichen Ultraschall- und Elektrotherapien. Beim Spielen hat Markus Brier keine Schmerzen, doch könnte sich die fehlende Bewegung bemerkbar machen.

Dass Brier trotzdem optimistisch in die Open de Andalucia geht, hängt mit den positiven Erinnerungen zusammen, die er an den diesjährigen Austragungsort hat. 2004 wurde er am königlichen Golfclub von Sevilla, gemeinsam mit Martin Wiegele, 5ter beim World Cup, der 2er-Team-WM der Profis.

„Ich hab mich ans Layout wieder gut erinnern können“, freut sich Brier nach der Proberunde am Dienstag. Allerdings sind die Verhältnisse schwieriger als vor 5 Jahren. „Die Fairways sind enger geschnitten, und das Rough deutlich höher. Wenn man die Spielbahn nicht trifft hat man Probleme das Grün zu erreichen“, analysiert Brier.

Ebenfalls am Start ist Bernd Wiesberger, der nach unglücklich verpassten Cut bei den Madeira Islands Open, direkt weitergereist ist. Der 23-jährige Rookie befindet sich derzeit auf Position 168 im Race to Dubai.
Für den Event in Sevilla und die Woche darauf in Portugal hat Wiesberger einen mehr als bekannten Namen als Caddie engagiert. Warren Bennett, einer der hoffnungsvollsten European Tour-Spieler Ende der 1990er-Jahre musste verletzungsbedingt die Seiten wechseln: Nach einem Motoradunfall vor 3 Jahren verheilte die linke Hand nicht nach Plan und der nunmehr 37-jährige Engländer konnte nur unter starken Schmerzen Golf spielen.
„Ich hab’s immer wieder versucht, weil ich ein Kämpfer bin. Am Ende musste ich einsehen, dass es keinen Sinn mehr macht“, so Bennett, der unter anderem 1999 die PGA Championship in Gleneagles gewonnen hat.
Im Jahr davor stellte er mit 5 Siegen auf der Challenge Tour einen neuen Rekord auf, der noch immer ungebrochen ist.

Miguel-Angel Jiménez, José-Maria Olazábal und der zukünftige Ryder Cup Captain Colin Montgomerie führen die Riege der internationalen Stars an.

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Miguel Angel Jimenez und Jose Maria Olazábal gratulieren Monty zu seinem 500. Start auf der European Tour. (Foto: Getty/WarrenLittle)

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26. – 29. März, 2009
Preisgeld: 1 Mio. €
Titelverteidiger: Thomas Levet (FRA)

 

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