Montag 20. Oktober 2008, 17:02 Uhr

ÖGV-Sportdirketor [0]

Zitny ÖGV-Sportdirektor

Mit Niki Zitny hat sich ÖGV-Präsident Franz Wittmann einen Kenner der österreichischen Golf-Szene ins Boot geholt, der im sportlichen Bereich die Weichen für die Zukunft stellen soll. Ein erstes Interview von Klaus Nadizar.


Aus der aktuellen Golfrevue
Im Hintergrund wurde schon lange gemunkelt, jetzt ist es fix: Du berätst den ÖGV ab sofort in allen sportlichen Belangen. Was dürfen wir von Niki Zitny erwarten?

Niki Zitny: Zunächst geht es ­darum, möglichst rasch den Ist-Zustand innerhalb der Kader zu erheben und daraus ­Konzepte und Ideen zu entwickeln.

Das heißt, es gibt noch keine Konzepte?

Das wäre auch unseriös, weil ich nicht ins Blaue hinein arbeiten möchte. Es gilt, die Situation zu analysieren und darauf zu reagieren. Aber keine Sorgen: Ideen habe ich genug. Vor allem, weil ich mich schon lange mit den Strukturen beschäftige. Außerdem habe ich mich intensiv mit anderen Sportverbänden, auch im Ausland, auseinander gesetzt. Da  habe ich einige gute Ansätze und Ideen gefunden.

Was sind das für Ideen?

Auf jeden Fall muss der für den Sport Verantwortliche, also in diesem Fall ich, die Schnittstelle sein, wo sämtliche Fäden aus diesem Bereich zusammenlaufen. Fehler in diesem Bereich ergeben sich zum größten Teil aus schlechten Strukturen und einer schlechten Kommunikation. Ich werde hinkünftig der Ombudsmann für alle Anliegen sein, seien es die Spieler, die Eltern oder auch die Trainer.

Was sind, grob skizziert, deine Pläne?

Ich will mündige Jugendliche heran ziehen, die völlig individuell nach deren Wünschen und Zielen betreut werden. Und das unter Miteinbeziehung der wichtigsten Vertrauenspersonen aus dem Umfeld, allen voran natürlich die ­Eltern. Jeder muss sich einbringen dürfen und Neid, etwa gegenüber anderen Spielern, hat keinen Platz.

Wird jetzt alles gut?

Versprechen wird es von mir keine geben, denn Superstars kannst du nicht züchten. Man kann aber Strukturen schaffen, die das Netz engmaschiger machen, damit potenzielle Talente nicht durchfallen. Wir sind ein kleines Land mit in der Relation viel zu wenig Golfern.

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