Dienstag 27. Mai 2008, 10:42 Uhr

LyonessOpen08 [0]

Lepitschnik in Fontana?

Der Franzose Anthony Grenier gewinnt mit einer 71 (-1) am Finaltag die Lyoness Open, Peter Lepitschnik löst das letzte Ticket nach Fontana – will aber nicht bei den BA GolfOpen spielen.

Finalrunde – Leaderbord

Quasi am letzten Drücker löst der heuer in Top-Form agierende Kärntner Peter Lepitschnik als 10. und bester Österreicher bei den Lyoness Open in Freiberg das Ticket zu den BA GolfOpen nächste Woche in Fontana. Eine 71 (-1) war dafür gut genug, weil seine härtesten Konkurrenten, Alex Wernig und Christoph Bausek, Nerven zeigen: Wernig spielt eine Par-Runde und bleibt einen Schlag hinter Lepitschnik. Auch Bausek kann nicht zusetzen, scort ebenfalls eine Par-Runde und wird noch vom sensationell spielenden Uli Weinhandl überholt, dem am Schlusstag eine 68 (-4) gelingt. Der MB-Foundation-Spieler scheint damit seine schweren Verletzungen (Autounfall in Neuseeland im Dezember 2007, Anm.) endgültig überwunden zu haben und ist am besten Weg zurück zu seiner alten Form.

Ein zweiter Spieler aus dem Team der MB Foundation, Alex Haindl, zeigt die beste Leistung an den beiden Schlusstagen, die er mit 13 unter Par (65/66) absolviert. Damit klassiert sich Haindl nach einer 77 zum Auftakt sogar noch auf Platz 7. Sein Pech: Wäre das Einbürgerungsverfahren des Südafrikaners mit Grazer Wurzeln – es liegt derzeit noch bei den Behörden – schneller über die Bühne gegangen, wäre er als bester „Österreicher" für Fontana qualifziert.

Rätselraten um Lepitschnik

Seine Ankündigung, die Wild Card für den bestplatzierten ÖGV-Pro in Freiberg für die mit 1,3 Millionen Euro dotierten Bank Austria GolfOpen presented by Telekom Austria von kommenden Donnerstag bis Sonntag im GC Fontana nicht in Anspruch nehmen zu wollen, schwächte Lepitschnik ab: „Ich möchte sie jetzt doch annehmen, muss mich aber noch mit meinem Coach Daniel Lamprecht besprechen. Mein Saisonziel ist ein Challenge-Tour-Ticket für 2009, und dazu ist ein Platz unter den Top 5 auf der Alps-Tour notwendig. Ich bin jetzt auf dem besten Weg dorthin. Allerdings bringt mir Antreten in Fontana wichtige Erfahrungswerte auf dem Weg nach oben.“ Eine endgültige Entscheidung soll am Sonntag fallen.

Sieg an Grenier

Der „falsche" Grenier gewinnt schlussendlich mit zwei Schlägen Vorsprung die Lyoness Open: Der franzöische Namensvetter von Fontana-pro Claude Grenier rettet sich nach einer verhaltenen 71 (-1) mit zwei Schlägen Vorsprung auf seinen Landsmann Victor Riu ins Ziel. Den Siegerscheck in Höhe von 7.250 Euro übergab Franz Wittmann an den Franzosen. Der ÖGV-Präsident hatte viel Lob für Veranstalter Tzvetan Wagner und „Presenter“ Jürgen Maurer parat: „Es ist sensationell, mit welchem Engagement dieses Turnier aufgezogen wurde. Die Spieler und Besucher müssen sich hier sehr wohl gefühlt haben. Gratulation an die Veranstalter. Ich würde es begrüßen, wenn sich der GC Gut Freiberg um ein Challenge-Tour-Event bewerben würde“, traut Wittmann den Organisatoren den Aufstieg in die nächst höhere Ebene durchaus zu.

Lokalmatador Jürgen Maurer, der am Schlusstag „nur“ noch als Co-Organisator die Fäden zog, weil er den Cut um einen Schlag verpasst hatte, zog einen interessanten Vergleich: „Unser Turnier ist vermutlich das beste auf der gesamten Alps-Tour. Es hat von der Organisation her bestimmt European-Tour-Niveau, das haben uns die Spieler wiederholt bescheinigt.“ Dass er vorzeitig ausgeschieden ist, hat der Steirer schnell verkraftet: „Mein Job als Mitorganisator hat in keiner Weise mein Spiel beeinflusst. Ich fühle mich sportlich in sehr guter Form – trotz des Ausscheidens. Beim European-Tour-Event in Fontana in der kommenden Woche erwarte ich mir einiges – den Cut auf alle Fälle.“

LYONESS OPEN, Endstand nach 3 Runden

1.  Anthony GRENIER   (FRA)  -15/201 (68/62/71)
2. Victor RIU (FRA)  -13/203 (69/68/66)
T3. Marco GUERISOLI    (ITA) -12/204 (69/72/63)
T3. Martin ROMINGER   ( SWI) -12/204 (66/70/68)

Weiters:
T7. Alex HAINDL (RSA) -8/208 (77/65/66)
T10. Peter LEPITSCHNIK (AUT) -7/209 (68/70/71)
T13. Alexander WERNIG (AUT) -6/210 (71/67/72)
T16. Uli WEINHANDL (AUT)   -5/211 (70/73/68)


2. Runde – Live Scoring

In Runde 2 der LYONESS Open presented by Jürgen Maurer im GC Gut Freiberg überschlugen sich die Ereignisse! Für den ersten Aufreger des Tages sorgte Einhard Pilgrammer, der auf dem 129 Meter langen Par 3 der 9. Spielbahn zum bereits dritten Hole-in-One in seiner Karriere einlochte. „Ein super Gefühl“, freute sich der 35-jährige Professional. Nicht einmal die Tatsache, dass er das Hole-in-One am „falschen“ Loch erzielt hatte, konnte Pilgrammers Freude im ersten Momant trüben. Denn wäre dem Steirer dieses Kunststück auf Loch 2 geglückt, wäre er jetzt stolzer Besitzer des Luxus-Bootes Sessa Key Largo 20 im Wert von 48.210 Euro. Als jedoch feststand, dass Pilgrammer trotz seiner 68er-Runde (-4) bei gesamt 2 über Par den Cut (+1) hauchdünn um einen Schlag verpasst hatte, war die gute Laune beim Selzthaler dahin.

Mann des Tages war Anthony Grenier, der ein wahres Birdie-Feuerwerk zündete und mit einer bogeyfreien 62er-Runde (-10) den Platzrekord des Tirolers Markus Burger egalisierte. „Mein Spiel vom Tee war perfekt und der Putter heute brennheiß. Diese Runde hat richtig Spaß gemacht“, freute sich der Franzose, der bei gesamt 14 unter Par mit einem Guthaben von vier Schlägen auf den Italiener Gianluca Pietrobono (68/-4) in die Finalrunde geht.

Peter Lepitschnik behauptete mit einer 70er-Runde (-2) und dem Total von 138 Schlägen (-6) als Zehnter seine Position unter den Top Ten. „Ich habe zu wenig gute Schläge gemacht und die Bälle daher auch nicht nahe genug zu den Fahnen gebracht“, meinte der Kärntner, der beschlossen hat, auf einen Start bei den in der kommenden Woche stattfindenden Bank Austria GolfOpen presented by Telekom Austria im GC Fontana zu verzichten, auch wenn er das Turnier in Freiberg als bestplatzierter ÖGV-Vertreter beenden und die dafür ausgesetzte Wild Card erringen sollte. „Meine Entscheidung ist definitiv. Ich spiele auch in der nächsten Woche ein Turnier auf der Alps-Tour. Ich habe eine realistische Chance, die Saison unter den Top fünf zu beenden und mir damit eine Kategorie für die Challenge Tour zu sichern“, erklärte Lepitschnik.

Mit einer starken 67er-Runde (-5) schloss Alex Wernig zu Lepitschnik auf. Der Lokalmatador des GC Gut Freiberg packte vor allem auf den Back Nine mit Birdies auf den Löchern 12, 13, 17 und 18 seine Kämpferqualitäten aus und kündigte für den Finaltag „volle Attacke“ an. „Ich werde morgen auf den ersten neun Löchern volles Risiko nehmen. Geht meine Strategie auf, ist nach vorne noch einiges möglich“, meinte ein angriffslustiger Wernig. Mit dem Total von 140 Schlägen (-4) und zwei Strokes Rückstand auf Lepitschnik hat auch der Oberösterreicher Christoph Bausek (71/-1) durchaus noch Chancen, in den Kampf um einen Fontana-Startplatz einzugreifen.

Für „Presenter“ Jürgen Maurer endeten die LYONESS Open mit einer herben Enttäuschung! Der Steirer schrammte nach einer durchwachsenen 74er-Runde (+2) bei gesamt 2 über Par um einen Schlag am Cut vorbei. „Vom Tee hat mein Spiel gut funktioniert, aber wenn du hier auf den Par-5-Holes keine Birdie machst und auch sonst keine Putts lochst, dann ist nichts zu holen“, zog ein enttäuschter Maurer Bilanz.

Die Finalrunde der LYONESS Open presented by Jürgen Maurer beginnt am Samstag im GC Gut Freiberg um 7.30 Uhr.


1. Runde – Live Scoring

Bester Österreicher nach dem ersten Tag ist Peter Lepitschnik, der sich mit einer 68er-Runde (-4) auf Platz vier einreihte. „Ich habe gleich mit einem Eagle begonnen, obwohl ich mit gemischten Gefühlen zum ersten Abschlag gegangen bin, weil ich dort beim gestrigen Shoutout ins Out geschossen habe. Das war heute eine sehr solide Runde, auf der ich mir keine großen Schnitzer geleistet habe“, sagte der Kärntner, der neben dem Eagle noch vier Birdies und lediglich zwei Bogeys auf seine Scorekarte schrieb.

Jürgen Maurer hatte in der Auftaktrunde zunächst sichtlich mit der Doppelbelastung zu kämpfen und lag nach zwölf Löchern bereits drei über Par. Doch dann legte der Lokalmatador ein blitzsauberes Finish hin und brachte mit 72 Schlägen noch eine Par-Runde ins heimatliche Clubhaus. „Vom Tee war meine Leistung sensationell. Ich habe 16 Grüns getroffen, aber mit 37 Putts zu viele Chancen auf den Grüns liegen gelassen. Im Finish wurde ich für meinen Kampfgeist belohnt, und das stimmt mich für den weiteren Turnierverlauf zuversichtlich“, bilanzierte der auf Platz 27 liegende Maurer.

Die Überraschung der Auftaktrunde aus rot-weiß-roter Sicht war Christoph Bausek, der sich mit einer 69er-Runde (-3) als Siebenter als zweiter Österreicher in die Top Ten schob. „Der einzige Wermutstropfen war das einzige Bogey des Tages, das mir ausgerechnet auf dem letzten Loch passiert ist, ansonsten kann ich mir nicht viel vorwerfen. Vor allem das Putten hat sehr gut funktioniert“, freute sich der Oberösterreicher. Jeweils 70 Schläge (-2) benötigten der Steirer Michael Moser, der Burgenländer Uli Weinhandl und der steirische Amateur Clemens Sauruck, die sich mit sieben weiteren Spielern Platz elf teilen.

Martin Rominger und Gianluca Pietrobono führen mit je 66 Schlägen (-6) das Leaderboard an. Der in einem Flight mit Jürgen Maurer spielende Schweizer Rominger ging volles Risiko und spielte nicht weniger als zehn Birdies, musste jedoch auch vier Bogeys hinnehmen. Der Italiener Pietrobono ließ bei sieben Birdies nur einen Schlagverlust zu. Mit einem Stroke Rückstand auf die beiden Spitzenreiter rangiert der Franzose Julien Guerrier (67/-5) auf Platz drei.

Veranstalter Tzvetan Wagner und „Presenter“ Jürgen Maurer haben in der Vorbereitung der mit 50.000 Euro dotierten LYONESS Open im GC Gut Freiberg ganze Arbeit geleistet. Im VIP-Zelt, das nicht weniger als 220 Personen Platz bietet und in dem am Mittwochabend die Siegerehrungen für das ProAm und ein Shoutout stattfanden, wurde das Duo mit Lob förmlich überschüttet.

ÖGV-Coach Fredrik Jendelid, der eine ganze Phalanx schwedischer Spieler in die Weltspitze geführt hat und auf den besten Plätzen der Welt ein- und ausgegangen ist, attestierte dem Turnier auf dem Par-72-Kurs in der Oststeiermark „fast schon European-Tour-Niveau“. Der Schweizer Robert Wiederkehr, gemeinsam mit dem Iren Justin Brink Sieger des spektakulären Shootout ergänzte: „Das ist das beste Turnier auf der Alps-Tour!“ Wagner und Maurer punkten mit viel Liebe zum Detail: Ob Serviettenhalter, Weingläser oder Blumentöpfe – sämtliche Utensilien im VIP-Club sind entweder mit dem Logo oder mit dem Schriftzug des Titelsponsors LYONESS versehen.

Die zweite Runde der LYONESS Open presented by Jürgen Maurer beginnt am Freitag im GC Gut Freiberg um 7.30 Uhr.



Jürgen Maurer bekommt in diesen Tagen zu spüren, was es heißt, ein Turnier der Alps-Tour zu organisieren! Kaum hatte der Steirer am vergangenen Sonntag den letzten Putt bei den Open International de Bordeaux zu Platz 30 im Endklassement versenkt, hetzte er zurück nach Österreich, um die letzten Vorbereitungen für die am Mittwoch mit dem ProAm beginnenden LYONESS Open presented by Jürgen Maurer im Golfclub Gut Freiberg in Angriff zu nehmen!

„Ich habe fast den gesamten Montag damit verbracht, das Birdie Book mit allen relevanten Daten für die Turnierteilnehmer herzustellen. Zudem habe ich kurz den Platz inspiziert, der in einem hervorragenden Zustand ist. Das Turnier kann beginnen“, meinte Maurer, der gemeinsam mit Veranstalter Tzvetan Wagner (Foto) ein Preisgeld von 50.000 Euro auf die Beine gestellt hat. Damit ist das Turnier in der Oststeiermark der höchstdotierte Alps-Tour-Event in diesem Jahr in Österreich!

Letzter Schliff

Damit die sportliche Vorbereitung auf sein Heimturnier nicht zu kurz kommt, absolvierte Maurer am Dienstag noch eine Trainingseinheit mit dem schwedischen ÖGV-Coach Fredrik Jendelid, wobei vor allem das kurze Spiel und das Putten geübt wurden. Dass Maurer mit Florian Prägant, der doch noch in das Feld des European-Tour-Turniers in Wales gerutscht ist, einer seiner Konkurrenten abhanden gekommen ist, sieht der 25-Jährige mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Einerseits freue ich mich natürlich für Flo, dass er in Wales spielen kann. Andererseits ist es schade, dass wir in Freiberg auf ihn verzichten müssen. Er wäre als Spieler der European Tour eine tolle Bereicherung für unser Turnier gewesen.“

Neben Maurer zählen auch der Kärntner Peter Lepitschnik, der als Zehnter derzeit bester Österreicher in der Order of Merit der Alps-Tour ist, der Tiroler Clemens Prader und die beiden Steirer Michael Moser und Alex Wernig zum Favoritenkreis. Die starke internationale Konkurrenz wird von Marc Mauret, Xavier Lazurowicz (beide FRA) und Martin Rominger (SUI) angeführt, die sich in dieser Saison bereits in die Siegerliste eingetragen haben. Insgesamt stehen 132 Spieler aus 14 Nationen in Freiberg am Abschlag.

Das Ticket nach Fontana

Neben dem Siegerscheck in Höhe von 7.250 Euro winkt den Professionals ein einzigartiger Hole-in-One-Preis. Sollte der Ball auf dem Par 3 der 2. Spielbahn vom Abschlag direkt ins Loch segeln, ist als Prämie für einen derartigen Kunstschuss das Luxus-Boot Sessa Key Largo 20 im Wert von 48.210 Euro ausgesetzt. Diesen sensationellen Preis stellt das Unternehmen Pulko Boote mit Sitz in Graz zur Verfügung. Für den bestplatzierten Österreicher in Freiberg ist zudem ein Startplatz bei den mit 1,3 Millionen Euro dotierten Bank Austria GolfOpen presented by Telekom Austria vom 5. bis 8. Juni 2008 im GC Fontana reserviert.

Programm:

Mi, 28.05.
LYONESS-ProAm
08.00 Uhr: Brunch im VIP-Zelt
10.00 Uhr: ProAm-Start
16.00 Uhr: Shootout (Loch 1 und 18)
19.00 Uhr: Sektempfang im VIP-Zelt
20.00 Uhr: Gala-Dinner

Do, 29.05. 07.30 Uhr:
1. Runde LYONESS Open

Fr, 30.05. 07.30 Uhr:
2. Runde LYONESS Open, Cut

Sa, 31.05. 07.30 Uhr:
3. Runde LYONESS Open
16.00 Uhr: Siegerehrung
18.00 Uhr: LYONESS-Specialguest

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