Donnerstag 8. Januar 2009, 09:48 Uhr

Joburg Open/ET [0]

Zum Leaderbord

Österreichs Duo im Wochenende teilt sich „brüderlich“ Platz 38 und nimmt dafür 7040 Euro aus Südafrika mit nach Hause.
Für Martin Wiegele ist der Abschluss insofern erfreulich, als er das „Wochenend-Syndrom“ endlich wieder besiegen konnte und einen Sprung nach vorne, statt eines Rückfalles verzeichnen durfte.

Die 68 (-3) des Steirers am Finaltag der Joburg Open kommentiert er einigermaßen zufrieden: „Der Schlusstag war wieder in Ordnung, schade nur um das schwache Finish am Vortag.“
Besonders erfreulich gestaltet Wiegele den Mittelteil der vierten Runde mit 5 Birdies auf 8 Loch – davor und danach gibt’s ein Bogey zu beklagen.
In den nächsten Wochen wird es für Wiegele wohl wenige Chancen geben, sein Preisgeld-Konto von 2009 (rund 19.000 Euro) aufzufetten – die hochdotierten Turniere in den Emiraten sind für die Kategorie des Steirers wohl eine Nummer zu groß.

Ein ähnliches Schicksal dürfte auch Bernd Wiesberger widerfahren: Nach seinem 38. Platz – Kommentar des Burgendländers: „Na ja… “ – muss er nun auf die eine oder andere Einladung hoffen.
Bei den Joburg Open, die er mit einer Par-Runde (71) beschließt, passiert am Finaltag wenig: Je zwei Bogey, die er mit ebensovielen Birdies ausmerzt, lassen Wiesberger auf der Stelle treten.
Der Burgenländer hat bei den drei Events in Südafrika jeweils gecuttet und ein Preisgeld von insgesamt rund 14.000 Euro kassiert – ein durchaus zufriedenstellender Start in seine erste European Tour Saison.

Den Sieg holt sich der Däne Anders Hansen, der die zweitbeste Schlussrunde (66, -5) spielt und damit seinen dritten Erfolg auf der European Tour feiert. Es ist aber der erste Erfolg, bei dem er sich mit Peanuts zufrieden geben muss: Bei den Volvo PGA Championship 2002 und den BMW Championship 2007 kassierte der Däne über 500.000 bzw. über 700.000 Euro für seinen Sieg.

Joburg Open
Royal Johannesburg and Kensington Golf Club
Johannesburg, South Africa
08 – 11 Jänner 2009


3. Runde – der falsche Move

Kein Tag für Österreichs Duo am 3. Tag der Joburg Open: Sowohl Wiesberger als auch Martin Wiegele gelingt keine Runde in den roten Zahlen und liegen damit vor dem Schlusstag außerhalb der Top-Plätze.
Gleich zwei Mal musste Runde 3 wegen Gewitters unterbrochen werden, beim zweiten Mal ist Bernd Wiesberger schon ein wenig ungehalten und meint: „Ich dachte, in Südafrika ist schönes Wetter angesagt.“
Jeweils nach den Unterbrechungen kassiert der Burgenländer Bogeys, am Ende sind es ingesamt 4, bei nur zwei Birdies.
Mit der 73 (+2) verabschiedet sich Wiesberger aus den Spitzenrängen und liegt vor Runde 4 auf Rang 35.

Etwas anders verläuft der Tag für Martin Wiegele, der zu Beginn am schwierigen Ost-Kurs gutes Golf zeigt un nach drei Birdies auf den ersten 11 Loch schon in den Top 30 liegt.
Das dicke Ende mit vier Bogeys auf den letzten sechs Loch frustriert Wiegele verständlicherweise.
„Ich bin echt sauer,“ so der Steirer, der im Wettlauf gegen den Regen und die Gewitterunterbrechung Stress aufreißt und somit wieder zurückfällt. Wiegele grantig: „Ich bin für jeden Fehler mit einem Bogey bestraft worden.“
Die 72 (+1) bedeutet am Ende Platz 62 vor dem Finaltag.

Dieser garantiert an der Spitze des Leaderbords für Spannung, liegen doch drei Spieler – Andrew McLardy, Charles Schwartzel (beide SA, Schwartzel spielt mit der 63 die beste Runde des Tages) und David Drysdale – bei 11 unter Par gemeinsam in Front.
Insgesamt liegen 13 Spieler innerhalb von nur 2 Schlägen.

Joburg Open
Royal Johannesburg and Kensington Golf Club
Johannesburg, South Africa
08 – 11 Jänner 2009


2. Runde – Wiesberger mit der 64

Sensationeller Auftritt von Bernd Wiesberger in Runde 2 der Joburg Open: Mit einer bogeyfreien 64 (-7) schießt sich der Burgenländer gleich um 117 Ränge nach vor und nimmt das Wochenende von Platz 13 aus in Angriff.
Dabei lässt sich der European Tour Rookie auch nicht von einer Gewitterunterbrechung aus dem Tritt bringen. „Meine Eisen waren heute astrein, das war auch die Basis für die Superrunde.“
Die erste Top-10-Platzierung auf der European Tour damit absolut in Griffweite: Wiesberger liegt nur vier Schläge hinter den Zweitplatzierten Hoey (IRE) und Bekker (SA, beide 10 unter Par gesamt).

Für Martin Wiegele war es dagegen ein scheinbar ewiger Tag: Nach seiner frühen Startzeit und einem mäßigen Start (Bogey, Doppelbogey) kämpft sich der Steirer zurück und wahrt mit einem Birdie am letzten Loch und der 72er-Runde (+1) die Chance auf den Cut.
Dieser steht allerdings erst nach dem allerletzten Flight und dem allerletzten Loch von Michele Reale fix. Der Italiener lässt mit seinem Bogey am Schlusslos den Cut von -3 auf -2 klettern und „rettet“ so den AS Roma Fan Wiegele das Wochenende.
Wiegele: „Der schwache Start mit einem Out-Ball auf Loch 3 und in der Folge nur eine mäßige Putt-Leistung waren aussschlaggebend für die mäßige Runde.“

Für Roland Steiner, der mit Wiesberger im Flight spielt, ist die Gewitterunterbrechung Gift: Nach gutem Start verliert der Steirer den Rhythmus und verfehlt mit einer 72er-Runde (+1) den Cut deutlich. Steiner: „Ich seh‘ es dennoch positiv: Ich weiß, woran ich noch arbeiten muss.“

Die Führung hält der Schotte David Drysdale bei gesamt 11 unter Par.

Joburg Open
Royal Johannesburg and Kensington Golf Club
Johannesburg, South Africa
08 – 11 Jänner 2009


1. Runde – Starker Wiegele

Erfreulicher Jahres-Auftakt für Martin Wiegele: Bei den Joburg Open, die auf den zwei Plätzen von Royal Johannesburg und Kensington ausgetragen werden, startet der Steirer mit einer 68 (-3).
Ein frühes Bogey bringt Wiegele nicht aus dem Tritt, im Gegenteil: Mit einem Birdie-Triplepack legt der Steirer sauber nach. „Am Anfang war mein Spiel noch ein wenig verhalten und mein Putten mäßig, dann bin ich besser in Schwung gekommen,“ so Wiegele, der seine erste Runde am Westkurs absolvierte.

Dass die 68 aber kein Ruhekissen ist, zeigt das dicht gedrängte Feld: Bernd Wiesberger, der gemeinsam mmit Roland Steiner am Ostkurs unterwegs war, liegt nach seiner 72 (+2) auf Platz 130.
Steiner, der als einzigen „Farbtupfer“ auf seiner Scorekarte ein Doppelbogey auf Loch 3 (Par 4) aufweist, rangiert gar nur an 155. Stelle.
Auch bei Bernd Wiesberger halten sich die roten Zahlen (=Birdie) in Grenzen: Ganze zwei Stück darf der Tour-Rookie in seiner ersten Runde im Jahr 2009 notieren.
Vom notwendigen 65. Platz (-2) trennt die beiden aber nur ein, beziehungsweise zwei Schläge.

Unter den ersten vier liegen mit Michael Hoey (IRE) und Rafael Cabrera Bello (SPA) gleich zwei Spieler, die schon in Österreich gewinnen konnten.
Ganz vorne aber führen der Südafrikaner Trevor Fisher und der Schwede Steven Jeppesen bei 8 unter Par das Feld an.

Joburg Open
Royal Johannesburg and Kensington Golf Club
Johannesburg, South Africa
08 – 11 Jänner 2009


Zwei Mal Südafrika und retour – das stand bei Wiegele & Wiesberger in den letzten drei Wochen am Programm. Dazwischen: Weihnachten & Sylvester mit Friends & Family…

Seit Anfang dieser Woche steht wieder der Beruf im Vordergrund: Bei den Joburg Open wollen Wiesberger & Co weiter Euros für das Race to Dubai sammeln…
Ausgespielt wird bei den Joburg Open im Royal Johannesburg & Kensington eine Million Euro.

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