Freitag 12. Februar 2010, 12:35 Uhr

Golf ist Olympisch [0]

Olympisches „Winter"-Golf

Wenn am Samstag (um 3 Uhr früh unserer Zeit) die XXI. Olympischen Winterspiele eröffnet werden, dann ziehen 16 österreichische (Hobby)-Golfer wie Fahnenträger Andreas Linger (Rodeln), oder Felix Gottwald, David Kreiner (Foto, beide Nordische Kombination) und Philipp Schörghofer (Ski-Alpin) ins BC Place Stadium ein. Da dürfen auch wir ein wenig stolz sein, auf „unsere" golfenden Winter-Sportler.

Die nordischen Kombinierer David Kreiner (l.) und Felix Gottwald (r.) nutzten die letzten Tage vor dem Olympia-Einsatz zur Entspannung am Golfplatz. Lieber Felix, Lieber David! Das Foto haben wir uns von eurer Facebook-Fanpage ausgeborgt.

Insagesamt 81 Österreicher umfasst die österreichische Olympiamannschaft der XXI. Olympischen Winterspiele. Mit Andreas Linger als Fahnenträger wird gleich vorne weg ein begeisterter Golfer das heimische Aufgebot der Hobbygolfer anführen. Andreas Linger (Hcp 26,7, GC Walchsee-Moarhof) hat mit seinem Bruder Wolfgang (Hcp 35, GC Walchsee-Moarhof) 2006 in Turin die Goldmedaille im Rodel-Doppel gewonnen. Die beiden teen regelmäßig bei der österreichischen Adenbeck-Tour als VIPs auf.

Mannschaftlich den stärksten golferischen Eindruck machen die Nordischen Kombinierer: Felix Gottwald (Hcp 14,4; GC Goldegg), David Kreiner (Hcp 21,6; GC Goldegg) und Mario Stecher (Hcp 20,7; GC Goldegg) haben auch bei den Trainern ein offenes Ohr für ihr liebstes Hobby gefunden. Für die letzten Tage vor den Spielen hat sich das Team Las Vegas zum finalen Ausspannen vor der großen Anspannung ausgesucht, und da sind sich auch einige Golfrunden ausgegangen.

Bei einem weiteren nordischen Kombinierer, Willi Denifl (Bild re.), hat es nicht ganz für Olympia gereicht. Immerhin ist er einer der ersten Nicht-Profi-Golfer, der einen golfigen Kopfsponsor hätte platzieren können: Nach dem GC Goldegg springt und läuft er nun für Golf-in-Austria, der Vermarktungsagentur für Golf der Österreich-Werbung. Die erste war übrigens Michi Dorfmeister, die mit dem Oliva Nova GC in Spanien sozusagen „fremd gegangen ist".

Ein echter Golf-Crack im Team des ÖSV ist Philip Schörghofer. Der 27-jährige Filzmooser notiert mit Handicap 6,9 und ist Mitglied im, vor Sportskanonen strotzenden, GC Radstadt. Der Riesentorläufer, der seine ersten olympischen Spiele bestreitet, war 1995 Österreichischer Schülermeister – zwei Jahre übrigens bevor sich Bernd Wiesberger erstmals in den Meisterlisten verewigte.
Ebenfalls Staatsmeister, nämlich in der Mannschaft mit dem GC Murhof, ist Routinier Hubertus Hohenlohe. Besonders gefürchtet war der Vierer Fink/Hohenlohe. Der 51-jährige startet zum fünften Mal bei Olympischen Spielen und ist der älteste Teilnehmer in Vancouver.

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