Mittwoch 22. Oktober 2008, 18:54 Uhr

Challenge Tour Final [0]

Auf zur Tourschool

Die drei Österreicher beim Challenge Tour Grand Final beenden den Event mit Runden über Par und müssen sich nun auf die Tourschool konzentrieren, die am 12. November bei Girona startet.


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Bernd Wiesberger, bestplatzierter Österreicher nach drei Runden kann seine Minimalchance auf den für eine Tourkarte notwendigen Sieg nicht nutzen und fällt nach einer 73er-Runde (+2) auf Rang 15 zurück.
Der Burgenländer kommt nicht in die Gänge, kassiert nach fünf Pars in Serie auf Loch 6 ein Bogey, womit auch die letzten Hoffnungen schwinden.
Daran ändert auch ein Birdie auf Loch 9 nichts mehr. Mäßige zweite neun – drei Bogeys, ein Birdie – summieren sich zu einer 73. Der Fontana-Pro kassiert für Platz rund 4300 Euro und beendet die Order or Merit als bester Österreicher.
Wiesberger, der in jedem Fall mit einer tollen Kategorie in das Challenge Tour Jahr 2009 gehen wird, hat aber noch alle Chancen auf eine „große" Tourkarte: „Jetzt heißt es volle Konzentration auf die Final Stage, die zum Glück für mich nicht mehr in San Roque über die geht. Mit den Plätzen dort konnte ich mich nie wirklich anfreunden."

Das selbe gilt auch Roland Steiner, der das Grand Final  mit einer 72er-Runde (+1) beschließt und auf Rang 35 landet, wofür er 2050 Euro kassiert. Steiner: „Ich bin mehr als zufrieden mit meiner ersten Challenge Tour Saison, vor allem mit den Turnieren ab China und es kommt ja noch die Tourschool." Wie Wiesberger ist die Tourkarte für die Challenge Tour 2009 fix, ein „Upgrade" bei der Final Stage in Girona noch möglich.
Bei dieser konnte sich Steiner 2007 in San Roque mit tollen 5 Runden die Challenge Tour-Karte sichern konnte. Nur knapp verfehlte der Steirer damals die Karte für die European Tour.

Auch auf Thomas Feyrsinger wartet nach dem Grand Final noch die Tourschool. Den Abschlussevent der Challenge Tour beendet der Adamstal Pro mit einer 72er-Runde (+1) und klassiert sich damit auf Rang 43.
Feyrsinger, der dafür 1760 Euro kassiert: „Das war ein gutes Jahr, auch wenn es in den letzten paar Woche  nicht mehr ganz nach Wunsch gelaufen ist."

Damit haben 6 Österreicher bereits vor der Tourschool eine Kategorie auf der European bzw. Challenge Tour, fünf haben noch die Chance, ihre Kategorien zu vebessern: Martin Wiegele, Roland Steiner, Thomas Feyrsinger und Bernd Wiesberger sind fix bei der Final Stage der Tour School, Christoph Pfau, Hanspeter Bacher und Florian Prägant müssen sich noch durch die Stage II kämpfen.
Prägant darf sich in jedem Fall, trotz einer verkorksten Saison, über Kategorie 12 auf der Challenge Tour freuen. Damit ist der Fall ins Bodenlose gebremst.

Den Sieg beim Grand Final sichert sich der Argentinier Estanislao Goya, der damit noch den Sprung unter die Top 10 der Order of Merit schafft.
Sieger der Order of Merit wird der Engländer David Horsey, der damit beim HSBC Championship Anfang November seinen ersten großen Auftritt auf der Tour haben wird.

Apulia San Domenico Grand Final
San Domenico Golf
Puglia, Italy
22. bis 25. Oktober 2008
Preisgeld: 250.000 Euro



2. Runde
Nach sauberen 24 Holes beim Apulia San Domenico Grand Final kassiert der Burgenländer Bernd Wiesberger ausgerechnet auf einem Par 5 (Loch 6) sein erstes Bogey beim Abschluss-Event der Challenge Tour Saison 2008. Stockend geht es dann weiter bis zur 14 – je ein Birdie und ein weiteres Bogey – ehe Bernd zu einem unwiderstehlichen Endspurt ansetzt: drei Birdies auf den letzten vier Loch lassen ihn wieder Höhenluft schnuppern und er wahrt seine Chancen auf einen Sieg. Die 69 (-3) bringt Wiesberger auf gesamt 8 unter Par nach zwei Tagen.
„Bis Mitte der zweiten Neun war es eine wenig spektakuläre Runde mit zwei unnötigen Bogeys, ab Loch 14 hat das Spiel wieder funktioniert", so der Burgenländer.

Damit geht er als 6ter in die beiden Schlussrunden, nur zwei Schläge hinter den führenden Cabrera-Bello (SPA; Adamstal-Sieger 2006) und Andrew McArthur (SCO), die mit gesamt 10 unter Par das Feld anführen.

Roland Steiner macht mit seiner 69 (-2) ein paar Plätze gut und rangiert nach zwei Runden auf Platz 30. Im Gegensatz zum Vortag lässt der Steirer am zweiten Tag die groben Schnitzer aus. Steiner: „Das war recht solides Golf, ich habe 16 Grüns in regulation getroffen. Das gibt Auftrieb für die zwei Schlussrunden."

Die fabriziert dagegen Thomas Feyrsinger: Sein Kaltstart (Doppelbogey auf Loch 1) erinnert an den Auftakt Steiners in Runde 1. Auch Feyrsinger kassiert wie Steiner am Vortag ein zweites Doppelbogey, kann diesem – und vier weiteren Bogeys – nur zwei Birdies entgegenhalten.
Damit klassiert sich der Adamstal-Pro nur an viertvorletzter Stelle, des 45 Mann großen Feldes.
„Beide Doppelbogeys habe ich nach einem Flyer übers Grün kassiert. Schade, denn mein Spiel war nicht schlechter als in Runde 1", zeigt sich der Tiroler etwas zerknischt.

Apulia San Domenico Grand Final
San Domenico Golf
Puglia, Italy
22. bis 25. Oktober 2008

Preisgeld: 250.000 Euro



1. Runde
Bogeyfrei absolviert der Burgenländer seine Eröffnungsrunde beim Apulia San Domenico Grand Final, dem Abschluss-Event der besten 45 Challenge-Tour-Spieler des Jahres. Entsprechend positiv fällt sein Resüme aus: „Gute gespielt und gut geputtet. So kann es weiter gehen."
Schon nach 12 Loch hatte Wiesberger seinen 5 Birdies in der Tasche, auf den übrigen 6 Loch bleibt noch die eine oder andere Birdie-Chance ungenutzt. Mit einem Sieg könnte sich Wiesberger übrigens noch eine Tourkarte via Order of Merit sichern, ansonsten heißt es wie auch bei Feyrsinger und Steiner ab zum Tourschool-Finale nach Girona.

Zufriedenes Gesicht auch bei Thomas Feyrsinger, trotz zweier Bogeys: Mit der 69 (-2, vier Birdies) klassiert sich der Adamstal-Pro ebenfalls im vorderen Teil des Leaderboards. „Es geht aufwärts mit meinem Spiel", zeigt sich Feyrsinger positiv für die verbleibenden drei Tage.

Einzig Roland Steiner hatte, vor allem zu Beginn der Runde, so seine Nöte: Ein Doppelbogey gleich am Eröffnungsloch bremst den Elan des bestplaztierten Österreicher im Challenge Tour Ranking. Am Ende wird es einen 72er-Runde (+1) mit der der Steirer im letzten Drittel des Leaderboards auftaucht: Nur Rang 37 von 45 Spielern.
Steiner: „Das war leider ein ganz nervöser Start, erst am Ende habe ich ein wenig Ruhe ins Spiel gebracht und mit zwei späten Birdies Schadensbegrezungen betrieben. Das ist auch wichtig für die nächsten Tage – so nehme ich dank des versöhnlichen Ende ein gutes Gefühl mit."

In Front liegen schlaggleich bei 6 unter Par (65) Greig Hutcheon (SCO) und Grace Brendan (SA), die akutellen Nummern 33 und 35 der Order of Merit, die beide noch Chancen auf einen Top-20-Platz haben, der nach dem Turnier die Tourkarte für die European Tour 2009 bedeutet.

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