Donnerstag 15. Dezember 2011, 21:09 Uhr

Bier & Badewanne [0]

Was sich Hanspeter Bacher nach erfolgreicher Quali für die European Tour gönnt und wie es nun für ihn weiter geht, verrät er im GolfrevueOnline-Interview.

Bravo Hanspeter Bacher! Der Salzburger holt sich als 31. die Tourkarte für 2012 und ist damit in der kommenden Saison der vierte Österreicher auf der European Tour. @golfsupport.nl

Golfrevue: Was waren die ersten Gedanken, die dir durch Kopf geschossen sind, als alles klar war?

Hanspeter Bacher: Wo kann ich meine Tourkarte abholen? Die Tour-Officials haben geschmunzelt und mir erklärt, sie wird mir zugeschickt.

Wenn’s gut gegangen ist, hat am Ende immer alles gepasst: Aber wie ist so ein Turnier über 6 Runden zwischen Himmel und Hölle?

(Lacht) Ich war eigentlich immer dem Himmel näher…

Außer kurz vor dem Ende der Runde 4, wo du um den Cut kämpfen musstest.

Ja, aber ich habe mich alle 6 Runden an den Gameplan gehalten, bin nie ungeduldig geworden.

Auch nicht in der letzten Runde, wo es ja am Ende immer enger wurde, und die Birdies einfach nicht fallen wollten?

Nein. Ich war darauf bedacht, mich nicht sinnlos wegzuschießen. Und nach zwei genialen Par-Saves auf den Holes 14 und 15, ist dann der alles entscheidende Eagle gefallen. Davor habe ich noch einen Blick aufs Leaderbord riskiert und gesehen, dass der Cut für de Tourkarte bei 7 unter Par liegt. Ich war zu dem Zeitpunkt bei 5 unter Par. Ein perfekter Driver, ein Rescue aufs Grün und ein gelochter Putt aus 10 Meter. Es war die letzte Chance, und ich habe sie genützt.

Und wie geht’s jetzt weiter?

Zuerst werde ich mal die Situation genießen. Mit einem Bier, dem Bohneneintopf meines Vaters, der die ganze Woche als Koch dabei war und dann einem entspannenden Bad. Ich habe von der Tourkarte schon als kleiner Bub geträumt. Jetzt ist der Traum wahr geworden. Sicherheitshalber habe ich schon vor der Schlussrunde für die zwei ersten Turniere 2012 in Südafrika genannt. Jetzt kann ich sie sicher spielen. Und natürlich geht es jetzt als erstes darum, Sponsoren zu finden, einen Caddie und einen Turnierplan zu erstellen. Aber als erstes freue ich mich über das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich mir selbst gemacht habe.

Wie schätzt du dein sportliches Potential nach dieser Woche ein?

Ich weiß, dass ich noch viel lernen muss, habe aber in den letzten zwei Jahren extrem gute Fortschritte gemacht. Wichtig wird sein das Potenzial, das ich diese Woche abrufen konnte nun konstant, Woche für Woche, abrufe.

Sieben Fakten zur Tourschool 2011

  1. 957 Spieler haben von der Stage I weg den harten Weg bestritten, nur 6 davon, darunter Hanspeter Bacher, haben sich die Tourkarte geholt
  2. Ingesamt 37 Spieler wurden am Ende mit der Tourkarte belohnt
  3. 16 davon sind European Tour-Rookies, 3 ehemalige Turniersieger auf der European Tour
  4. Der jüngste Spieler der 37 ist der Spanier Adrian Otaegui mit 19 Jahren und 24 Tagen.
  5. Der älteste Spieler ist Gary Orr (SCO) mit 44 Jahren.
  6. England stellt mit 9 Spielern die meisten Spieler, die via Q-School-Finals die Tourkarte geholt haben, Holland und Südafrika sind mit 5 Spielern die zweitsärkste Nation
  7. Deutschland bringt wie Österreich einen Spieler durch die Q-School

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