Mittwoch 20. Mai 2009, 12:51 Uhr

BMW Championship [0]

Aufholjagd am Finaltag

Markus Brier belegt, nach 69 Schlägen (3 unter Par) in der Finalrunde der BMW PGA Championship, Rang 21. Mit 45.450 € Preisgeld spielt er sich zurück in die Top-100 im Race to Dubai. Paul Casey (ENG) verteidigt seinen Vorsprung knapp.

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Mit Birdies auf den abschließenden Par 5 holt sich Casey den Sieg.

Wie im dritten Durchgang gelingen Markus Brier in der Finalrunde am West Course in Wentworth wieder fünf Birdies. Glücklicherweise stören am Sonntag nur zwei Bogeys auf der Scorekarte. Wieder muss Brier einen frühen Schlagverlust auf Loch 3 (Par 4, 425 Meter) hinnehmen, doch kann er schnell mit gelochtem 5-Meter-Birdieputt am Par 5 (Loch 4, 504 Meter) kontern.

altDrei weitere Birdies sind im zweiten Drittel der Runde zu verbuchen. Auf Loch 8 (Par 4, 366 Meter) landet das 6er-Eisen ins Grün einen halben Meter neben der Fahne. Der Birdieputt auf Loch 11 (Par 4, 380 Meter) fällt aus 7 Meter. Nach knapp gemisster Eagle-Chance auf Loch 12 (Par 5, 485 Meter) ist nur noch ein Tap-in zum vierten Birdie des Tages notwendig.

Nach ungenauem Drive passiert auf Loch 13 (Par 4, 429 Meter) das zweite und letzte Bogey. Die beiden abschließenden Par 5 absolviert der 40-jährige Wiener mit einem Birdie auf Loch 17 (557 Meter), nach zu agerssivem Eagleputt am letzten Loch (491 Meter) ist nur ein Par zu verzeichnen.

Doch noch reichlich Preisgeld
Markus Brier nimmt vom hochkarätig besetzten „Flagship-Tournament“ im Hauptquartier der European Tour 45.450 € Preisgeld mit. Damit verbessert er sich im Race to Dubai auf Rang 88, im World Golf Ranking rangiert er wieder in den Top-200. „Ich habe die ganze Woche hindurch zu wenige Up-and-Downs gemacht, aber am Ende gleicht sich alles irgendwie aus. Wenn ich so weiterspiele könnte ich vielleicht bald ganz vorne landen“, bilanziert Brier selbstkritisch aber zufrieden. Am Montag startet der 40-jährige Wiener zum Qualifikationsturnier über zwei Runden für die US-Open in New York.
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Der neue Champion mischt die Ranglisten auf.

Paul Casey (ENG) kann seinen deutlichen Vorsprung gerade noch zum Turniersieg retten. Ross Fisher (ENG) macht mit 8 Birdies zur 64 (-8) Druck. Casey kann aber auf den beiden abschließenden Par 5 zwei Birdies scoren. Der neue Champion übernimmt die Führung im Race to Dubai und überholt Sergio Garcia (ESP) auf Rang 3 im World Golf Ranking.

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Die Frage des Tages!
Wem gehört diese Hose? Wer das Turnier im TV beobachtet hat, weiß es und kann damit ein Polo-Shirt aus der Kollektion der Markus Brier-Foundation gewinnen.
Die Antworten bitte an: redaktion@golfrevue.at
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BMW PGA Championship
Wentworth Club
Surrey, England
21 – 24 Mai 2009
Preisgeld: 4,5 Mio. €
Titelverteidiger: Miguel Angel Jiménez (ESP)


Harte Kost in Wentworth

Markus Brier kann sich trotz starkem Spiel in der dritten Runde der BMW PGA Championship nicht verbessern. Mit fünf Birdies zur Parrunde bleibt er auf Position 41 hängen.

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Nach Winston Churchil hat die Tour ihr Hauptquartier in Wentworth aufgeschlagen. Link

Wieder sind für Markus Brier auf den ersten Löchern zwei frühe Bogeys zu verzeichnen. Um die Mittagszeit hat sich der Wind noch nicht gelegt und Brier hat Distanzprobleme. Auf den Löchern 2 (Par 3, 140 Meter) und 3 (Par 4, 425 Meter) trifft er die Grüns nicht und schafft auch die up-and-downs nicht.

Dann reisst der 40-jährige Wiener das Ruder herum, und scort vier Birdies bis Loch 12. Zum Teil lassen präziese Eisen nur kurze Birdieputts; auch die langen Birdieversuche fallen. Er kann sich bis Position 20 nach oben arbeiten und eröffnet sich neue Perspektiven auf den üppigen 4,5-Mio.-€-Preisgeldtopf. „In dieser Phase habe ich wieder richtig gut gespielt und einen tollen Ballkontakt gehabt“, schildert Brier.
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Perfekte Bedingungen erlauben tiefe Scores in der dritten Runde.

Doch anstatt die tolle Aufholjagd erfolgreich zu Ende zu bringen, schlägt auf Loch 14 (Par 3, 163 Meter) ein Doppelbogey ein. Mit dem 6er-Eisen verfehlt Brier das Grün und lässt sich einen schwierigen Chip, der einen 3-Putt über eine böse Welle verursacht. Auf den letzten Löchern kann er trotz starker Drives keinen Schlag mehr gut machen. Beide Grünattacken auf den Par 5 verfehlen das Ziel.

Der diesjährige Turniersieger von Abu Dhabi, Paul Casey (ENG), baut seinen Vorsprung auf drei Schläge aus. Søren Kjeldsen (DEN) ist ihm mit 10 unter Par auf den Fersen. Joungster Rory McIlroy (NIL), Champ von Dubai, gelingt eine Traumrunde, die ihn um gut 20 Positionen auf Rang 3 (9 unter Par) hievt.

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Der 19-jährige Rory McIlroy (NIL) spielt die Runde des Tages.

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BMW PGA Championship
Wentworth Club
Surrey, England
21 – 24 Mai 2009
Preisgeld: 4,5 Mio. €
Titelverteidiger: Miguel Angel Jiménez (ESP)


Mit Bauchweh im Cut

Der Magen kommt langsam wieder in Ordnung, das Spiel noch nicht ganz: Mit einer mühevollen 74er-Runde (+2) – etliche Schnitzer, kombiniert mit gelochtem Bunkerschlag –, verliert Markus Brier einige Plätze, spielt sich aber schlussendlich souverän in den Cut.

Vier Bogeys stehen am Freitag nur zwei Birdies gegenüber. Oft muss sich Markus Brier aus den Bunkern befreien, und die zahlreich herausgespielten Birdiechancen bleiben großteils ungenutzt.

altDabei startet Brier von Position 19 stark in den Tag. Ein frühes Birdie auf Loch 3 (Par 4, 425 Meter) schiebt ihn in die Top-Ten. Doch nach einer Bogeyserie zwischen Loch 5 und 7 geht es für den 40-jährigen Wiener schnell wieder um den Kampf um den Cut. Gerade noch rechtzeitig fängt sich der 113. im Race to Dubai. „Ab dem Turn habe ich richtig gut gespielt und genug Chancen herausgespielt, leider habe ich zu wenige Putts versenkt“, schildert Brier. Aus 3 Metern auf Loch 11 und aus 1 Meter auf Loch 16 gelingt das Birdie nicht. Dafür kann er auf Loch 15 aus dem Grünbunker zum zweiten Birdie des Tages einlochen.

Auf den 15. Platz fehlen Markus Brier derzeit nur zwei Schläge und der Virus im Magen scheint überwunden. Beste Voraussetzungen also, um sich beim hochdottieren Vorzeige-Event der European Tour noch ein schönes Stück vom Preisgeldkuchen zu sichern.

Die Führung nach der zweiten Runde übernimmt Paul Casey (ENG) mit zwei Eagles. Fünf Spieler folgen mit zwei Schlägen Rückstand, darunter Titelverteidiger Miguel Angel Jiménez (ESP) und der Führende von gestern, David Horsey (ENG).

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Fotos: www.golfsupport.nl

BMW PGA Championship
Wentworth Club
Surrey, England
21 – 24 Mai 2009
Preisgeld: 4,5 Mio. €
Titelverteidiger: Miguel Angel Jiménez (ESP)

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Licht und Schatten

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Markus Brier startet mit Magenschmerzen in die erste Runde der BMW-PGA-Championship. Während er am Anfang noch leidet, spielt er die zweiten Neun vier unter Par. Bei 70 Schlägen (2 unter Par) liegt er auf Rang 19.
 

Am Vormittag heisst es für Markus Brier „Zähne zusammenbeissen“. Der 40-jährige Wiener kämpft mit einem Virus, und ist vom Vortag noch geschwächt. Auf den schwierigen, weil durchwegs gegen den Wind zu spielenden ersten sechs Löchern notiert er drei Bogeys (Loch 2, 3 und 6). „Ich habe geglaubt ich kann gleich wieder heimgehen. Gott sei Dank haben die Magenschmerzen nachgelassen“, so Brier.

 
altWährend der Trainingsrunde gab es noch britisches Wetter.

Nach dem ersten Birdie auf Loch 9 (Par 4, 410 Meter) spielt der 40-jährige Wiener wie ausgewechselt. „Ab der Neun sind die Putts gefallen, und plötzlich läuft die Runde wieder. So kommen die tiefen Scores zustande“, erklärt er zufrieden. Markus Brier spielt Birdies auf den Löchern 11 (Par 4, 380 Meter), 17 (Par 5, 557 Meter) und 18 (Par 5, 491 Meter). Das Highlight seiner Runde gelingt jedoch auf Loch 12 (Par 5, 485 Meter). Er donnert den zweiten Schlag mit dem Holz 5 auf 7 Meter zur Fahne und verwertet die Eagle-Chance. 

Bei schwächeren Scores am Nachmittag behält Brier die 19. Position. Er geht mit nur einem Schlag Rückstand auf die Top-Ten in die zweite Runde. Den ersten Platz teilen sich Gonzalo Fernandez-Castaño (ESP), Michael Horsey (ENG) und Anthony Wall (ENG). Alle drei absolvieren  den über 80 Jahre alten Westcourse in Wentworth mit 5 unter Par (67 Schläge).


Driving-Lessons 

Jiménez und Wilson holen mit Tourenwagen-Weltmeister Priaulx Schwung für das BMW PGA Championship. Bevor es am Donnerstag im Wentworth Club mit dem BMW PGA Championship los geht, nehmen sie noch Driving-Lessons auf dem „Brands Hatch Race Circuit”.

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Die Ryder-Cup-Spieler Jiménez und Wilson, die sich im vergangenen Jahr bei der BMW PGA Championship im Stechen mit dem besseren Ende für den Spanier begegnet waren, standen sich auf der Rennstrecke in der Grafschaft Kent heute erneut im direkten Duell gegenüber. Der dreifache FIA World Touring Car Champion Andy Priaulx vom Team BMW UK zeigte den Golfern, was ein Weltklasse-Motorsportler aus einem kraftvollen Fahrzeug wie dem BMW M3 holen kann. Im Anschluss konnten Jiménez und Wilson auf dem legendären Rundkurs ihre fahrerischen Qualitäten unter Beweis stellen.

Vorjahressieger Jiménez hat eine heikle Mission: als erst dritter Spieler in der traditionsreichen Geschichte der BMW PGA Championship seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Dieses Kunststück war bisher nur dem Engländer Nick Faldo und dem Schotten Colin Montgomerie gelungen. Für Wilson, der derzeit im neuen “Race to Dubai”-Klassement den sechsten Platz belegt, geht es darum, endlich den ersten Sieg auf der European Tour einzufahren.

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Jiménez, der wegen seiner Leidenschaft für Autos den Spitznamen „The Mechanic” trägt, machte diesem alle Ehre, als er in der Boxengasse von Brands Hatch dabei half, den Reifen eines BMW Z4 zu wechseln. „Wie viele andere Spieler auf der Tour bin ich ein Autonarr. Umso mehr habe ich das Erlebnis dieser Fahrstunde mit einem FIA-Champion genossen”, sagte der Spanier über den Tag in Brands Hatch. „Ich freue mich sehr darauf, zur BMW PGA Championship nach Wentworth zurückzukommen. Der Sieg im vergangenen Jahr war einer der Höhepunkte meiner Karriere, und die erfolgreiche Titelverteidigung wäre ein Traum.“

„Die Hochgeschwindigkeits-Runde mit Andy Priaulx war sensationell“, bestätigte Wilson. „Natürlich war ich enttäuscht, nachdem ich im vergangenen Jahr den Titel bei der BMW PGA Championship im Stechen verpasst hatte, aber meine guten Leistungen in dieser Saison stimmen mich für 2009 zuversichtlich. Ich rechne mit einem guten Resultat.“

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Auch Priaulx war beeindruckt. „Dass diese beiden auf dem Golfplatz mit dem Driver weltklasse sind, ist keine Überraschung. Seit heute ist aber auch klar, dass sie auch auf dem Asphalt gute ‚Driver’ sind“, sagte der 34-Jährige. „Es ist immer wieder schön, in Brands Hatch zu sein, und wir hatten heute Vormittag sehr viel Spaß. Ich wünsche Miguel und Oliver viel Erfolg für die Turnierwoche in Wentworth.”

Die BMW PGA Championship lockt alljährlich ein hochkarätiges Teilnehmerfeld in den Wentworth Club, nicht zuletzt deshalb weil das Gesamtpreisgeld von 4,5 Millionen Euro das Turnier einer der wichtigsten Meilensteine für die Qualifikation für das Saisonfinale, die Dubai World Championship, ist. Unter den Weltklasse-Spielern, die in Wentworth den Siegerscheck von 750.000 Euro im Blick haben, sind der amtierende Master-Sieger Angel Cabrera (Argentinien), der Weltranglisten-Siebte Paul Casey (England), das nordirische „Wunderkind“ Rory McIlroy sowie Henrik Stenson (Schweden), Sieger der Players Championship 2009. Auch der Mettmanner Martin Kaymer wird auf dem West Course abschlagen und versuchen, seinen Aufwärtstrend fortzusetzen. 2007 belegte er in Wentworth den geteilten 30. Platz, im Vorjahr kam der 24-Jährige auf den geteilten 16. Rang.

alle Fotos: Action Images

Brier leicht geschwächt, aber zuversichtlich

Auch Österreichs Nummer 1 hat gute Erinnerungen an Wentworth, wenngleich nicht ganz so famose wie Jimenez.
„Das ist nach den Majors unser wichtigstes Turnier, es sind eigentlich alle da. Wenn man jemanden treffen möchte muss man nur hierherkommen“, schildert Brier die besondere Atmosphäre im Westen Londons. Über 40 Jahren lang versammelte sich hier Europas Golfelite zum World Matchplay Event. Die PGA Championship werden seit über 25 Jahren am „West-Course“ ausgetragen. Das hohe Preisgeld, die Geschichte des Turnieres und Wentworth als Hauptsitz der European Tour locken regelmäßig die besten Spieler der Welt.

altMarkus Brier geht mit einer leichten Schwächung durch einen Virus ins Turnier, trotzdem zeigt sich Österreichs Nummer Eins optimistisch: „Ich habe eigentlich immer ordentlich gespielt hier, der Platz liegt mir. Die Fairways verlaufen zwischen den Bäumen, und in den Schneisen dreht der Wind. Man muss versuchen, den Ball im Spiel zu halten. Will man die Grüns attackieren, muss der Abschlag oft genau platziert sein. Auf den beiden letzten Löchern, beides Par 5, kann viel passieren. Da sind 4 Schläge in beide Richtungen drinnen“, so Brier, der am Donnerstag um 9 Uhr 15 Ortszeit abschlägt.

Das Feld in heurigen Jahr beeindruckt mit insgesamt acht Major-Champions, darunter der frisch gebackene Masters Sieger Angel Cabrera aus Argentinien. Ernie Els (RSA) startet als siebenfacher Matchplay-Sieger und verantwortlicher Architekt der Platzrenovierung von 2006. John Daly hat vor zwei Wochen mit dem zweiten Platz bei den Italian Open gezeigt was in ihm steckt.

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