Dienstag 28. April 2009, 08:58 Uhr

AT Maria Lankowitz [0]

Blaesi (SUI) gewinnt Gösser Open

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Der Schweizer Claudio Blaesi startete am Schlusstag vom elften Platz aus eine beeindruckende Aufholjagd und holte sich bei dem mit 40.000 Euro dotierten Alps-Tour-Turnier im GC Erzherzog Johann in Maria Lankowitz mit einer 65er-Runde (-7) und dem Gesamtscore von 205 Schlägen (-11) den Sieg. Der Steirer Jürgen Maurer, der als Führender in die Entscheidung gegangen war, rutschte mit einer 71er-Runde (-1) bei gesamt neun unter Par noch auf Rang vier zurück. Platz zwei teilten sich der Slowene Gregor Slabe (66/-6) und der Franzose Edouard Dubois (68/-4), die in der Endabrechnung nur einen Schlag Rückstand auf Blaesi hatten.

Jürgen Maurer führte bis zum 15. Loch schlaggleich mit Blaesi das Leaderboard an, doch mit zwei späten Bogeys auf den Bahnen 16 und 18 begrub der Steirer seine Chancen auf den zweiten Gösser-Open-Erfolg nach 2006. Mit einem Dreiputt am Schlussloch rutschte der 26-jährige Professional des GC Gut Freiberg sogar noch aus den Top 3. „Ich habe lange Zeit um den Sieg mitgekämpft. Ich bin sehr enttäuscht, dass es am Ende nicht gereicht hat. Ein schlechter Schlag auf der 16 und ein Dreiputt auf der 18, das war’s“, bilanzierte Maurer, der als „Trostpflaster“ einen Preisgeld-Scheck in Höhe von 2.020 Euro mit nach Hause nehmen konnte.

Während Maurer nach dem verpatzten Finish den Kopf hängen ließ, strahlte Claudio Blaesi aus Lenzerheide über seinen ersten Sieg auf der Alps Tour über das ganze Gesicht. „Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich bin überglücklich, dass ich gewonnen habe“, jubelte Blaesi, der nach 14 Löchern bereits bei neun unter Par für den Tag gelegen war. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir gedacht, was geht denn hier heute ab. Ich bin dann hektisch geworden, habe fast ein wenig überdreht“, berichtete Blaesi. Die Folge waren Bogeys auf den Holes 15 und 16, doch auch diese beiden Schlagverluste konnten den 23-Jährigen nicht mehr bremsen. Für den ersten Schweizer Sieg bei den Gösser Open kassierte Blaesi ein Preisgeld in Höhe von 5.800 Euro.

Zweitbester Österreicher wurde Michael Moser, der mit einer 72er-Parrunde bei gesamt sechs unter Par von Platz zwei nach zwei Tagen noch an die neunte Stelle zurückfiel. „Ich habe eigentlich ganz gut gespielt. Mit zwei schlechten Schlägen habe ich aber ein Bogey und ein Doppelbogey kassiert. Dazu sind einige Putts nicht gefallen. In Summe macht das eben gleich einen Unterschied von fünf, sechs Schlägen aus, die mir heute gefehlt haben“, meinte Moser.

Während Uli Weinhandl (69/-3) mit der dritten Runde in den roten Zahlen bei gesamt fünf unter Par auf Platz 13 landete, wurde der Überraschungs-Dritte nach zwei Tagen, Georg Schultes, nach einer 77er-Runde (+5) mit dem Total von 215 Schlägen (-1) noch bis auf Position 35 durchgereicht.

Zum Leaderbord/Endergebnis

Gösser Open
1. bis 3. Mai
GC Maria Lankowitz, Steiermark
Preisgeld: 40.000 €
Titelverteidiger: Martin Wiegele (AUT)

Foto: gepa-pictures/Gösser Open


Holt Mauer seinen zweiten Gösser Titel? alt


Zum Leaderbord

Zwei Steirer und ein rot-weiß-roter Newcomer aus London greifen bei den Gösser Open im GC Erzherzog Johann in Maria Lankowitz nach dem Sieg! Jürgen Maurer verteidigte mit einer 72er-Parrunde und dem Gesamtscore von 136 Schlägen (-8) die Führung bei dem mit 40.000 Euro dotierten Turnier im Rahmen der Alps Tour. Der Gleisdorfer geht mit zwei Schlägen Vorsprung auf seinen steirischen Landsmann Michael Moser, dem in England lebenden Österreicher Georg Schultes sowie den beiden Franzosen Tony Raillard und Edouard Dubois in den Finaltag, der jede Menge Dramatik verspricht.

„Ich habe mit zwei Birdies gut begonnen, aber danach war mein Spiel nicht mehr so solide wie gestern. Auch das Putten hat heute nicht ganz so gut funktioniert“, analysierte Maurer, der je vier Birdies und Bogeys auf seiner Scorekarte notierte. „Zwei Schläge Vorsprung sind zwar nicht allzu viel, aber ich werde alles geben, um dieses Guthaben zu verteidigen“, hat Maurer seinen zweiten Gösser-Open-Triumph nach 2006 im Visier.

Mit einer starken 67er-Runde (-5) gab Michael Moser ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Der Steirer katapultierte sich mit dem Total von 138 Schlägen (-6) von Platz 27 auf Rang zwei nach vor und hat damit seine Chancen auf den Turniersieg gewahrt. „Vom Spiel her habe ich mich gleich gut gefühlt wie gestern. Entscheidend war heute, dass ich mich besser auf den starken Wind eingestellt habe. Es hat mir gut getan, bei diesen schwierigen Bedingungen wieder einmal eine Runde ohne Bogey zu spielen“, resümierte der Pro des GC Murstätten. Dass Maurer und Moser am Sonntag ab 11.06 Uhr gemeinsam im letzten Flight spielen, macht die Schlussrunde ganz besonders brisant!

Während Maurer und Moser zu den etablierten Golf-Größen in Österreich zählen, ist der in England aufgewachsene Georg Schultes hierzulande ein noch weitgehend unbeschriebenes Blatt. Der 22-Jährige, Sohn einer Niederösterreicherin aus Tulln und eines Deutschen, spielte sich mit einer beeindruckenden 68er-Runde (-4) bei seinem zweiten Antreten auf der Alps Tour sensationell in den Kreis der Sieganwärter. Schultes hat im Vorjahr ein Technikstudium in London abgeschlossen und im Beaconsfield GC – dem Heimatclub des englischen Topstars Luke Donald – das Golf-Handwerk erlernt!

„Beim Turnier Ende März in Marokko habe ich den Cut noch deutlich verpasst, deshalb kommt es auch für mich überraschend, dass ich hier mit den Besten mithalten kann“, sagte Schultes, der erst im Alter von 14 Jahren mit dem Golfspielen begann und bei den Gösser Open sein erstes Turnier auf österreichischem Boden bestreitet!

Insgesamt 10 Österreicher schaffen übrigens den Cut bei den Gösser Open, ein mehr als erfreuliches Ergebnis für das traditionsreichste Profi-Golfturnier Österreichs.

Gösser Open
1. bis 3. Mai
GC Maria Lankowitz, Steiermark
Preisgeld: 40.000 €
Titelverteidiger: Martin Wiegele (AUT)


Maurer setzt sich ab alt

Beim ersten großen Heimturnier der Profis, den Gösser Open in Maria Lankowitz, übernimmt Jürgen Maurer in der ersten Runde die Führung. Mit 8 unter Par hat er 2 Schläge Vorsprung auf den Zweiten. Viele Österreicher platzieren sich im Spitzenfeld.

Der 26-jährige Gleisdorfer Jürgen Maurer tritt in Maria Lankowitz als Lokalmatador auf, nachdem Titelverteidiger Martin Wiegele diese Woche auf der European Tour in Spanien spielt. Und Maurer kommt mit dem enormen Druck großartig zurecht. (Nächste Woche zieht die Alps Tour auf Jürgen Maurers Heimatplatz, den GC Freiberg, weiter.)

Er scort in der ersten Runde der, mit 40.000 Euro dotierten, 17. Ausgabe der Gösser Open 8 Birdies und bleibt Bogeyfrei. „Ich habe heute das Gefühl gehabt, dass mir nichts passieren kann. Ich war sehr sicher vom Tee und habe mir auf der ganzen Runde nur einen schlechten Schlag geleistet, als ich auf der 14 nach dem Abschlag links im Wasser war. Ich habe aber auch auf diesem Loch noch das Par retten können“, schildert der Oststeirer überglücklich.

Erster Verfolger ist Tony Reillard (FRA), der bei sechs Birdies ebenfalls bogeyfrei bleibt. Mit 5 unter Par liegt Edouard Dubois (FRA) auf Platz 3, schlaggleich mit dem sensationell aufspielenden Linzer Amateur Niki Schröter, der mit drei Birdies auf den ersten vier Holes einen perfekten Start erwischt.
Auf dem geteilten fünften Platz zeigt Routinier Karl Ableidinger der fast vollständig angetretenen jungen österreichischen Garde, dass mit ihm immer zu rechnen ist. Besonders erfreulich auch das Score von Lukas Nemecz (Am.), der als bester Amateur, mit zwei Eagles, auf Rang Sieben anschreibt.

Erfreuliches Detail am Rande: Mehr als ein Dutzend Österreicher liegen nach Runde 1 auf Cut-Kurs.

zum Scoreboard

altGösser Open
1. bis 3. Mai
GC Maria Lankowitz, Steiermark
Preisgeld: 40.000 €
Titelverteidiger: Martin Wiegele (AUT)


Die Alpstour kommt

Mit den anstehenden Turnieren in Maria Lankowitz und Freiberg stehen der Alps Tour zwei grün-weisse Wochen bevor. Jürgen Maurer präsentiert sich in Bestform, Martin Wiegele startet auf der European Tour.

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GEPA-pictures/Gösser Open

Des einen Freud, des anderen Leid! Während es für Martin Wiegele in letzter Minute doch noch mit einem Startplatz bei den Open de España geklappt hat, müssen die Veranstalter der vom 1. bis 3. Mai stattfindenden Gösser Open im GC Erzherzog Johann in Maria Lankowitz auf den Titelverteidiger verzichten. Wiegele hatte im Vorjahr sein Heimturnier auf dem Par-72-Kurs in der Weststeiermark, nach einem packenden Stechen gegen den Italiener Emanuele Lattanzi, erst am siebenten Extraloch für sich entschieden.

Der Grazer fliegt mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Spanien. „Einerseits freue ich mich natürlich, dass es mit dem Start auf der European Tour geklappt hat. Ich werde mein Bestes geben, um mit einem Topresultat nach Österreich zurückzukehren. Andererseits tut es mir klarerweise sehr leid, dass ich bei den Gösser Open nicht antreten kann. Es sind aber zahlreiche starke Österreicher im Feld, die um den Sieg mitspielen können“, ist Wiegele überzeugt.

Zum engsten Kreis der Sieganwärter bei dem mit 40.000 Euro dotierten Turnier im Rahmen der Alps Tour zählt Jürgen Maurer, der die Gösser Open im Jahr 2006 schon einmal gewonnen hat. „Der Kurs kommt meinem Spiel entgegen. Die Form stimmt, das haben die Resultate in den vergangenen Wochen gezeigt“, kommt Maurer voller Tatendrang nach Maria Lankowitz. Der Gleisdorfer hat bei drei von vier Saisonturnieren auf der Alps Tour den Cut geschafft und am vergangenen Wochenende mit einem achten Platz bei der „Open di Puglia and Basilicata“ in Italien viel Selbstvertrauen für die Gösser Open getankt.

In Summe stehen 55 heimische Professionals und Amateure im GC Erzherzog Johann am Abschlag. Insgesamt umfasst das Teilnehmerfeld 138 Spieler aus 14 Nationen. Neben Jürgen Maurer hat die junge rot-weiß-rote Golf-Armada mit den Kärntnern Peter Lepitschnik und Florian Pogatschnigg, dem Steirer Michael Moser, dem Tiroler Clemens Prader und dem Burgenländer Uli Weinhandl noch einige weitere heiße Eisen im Feuer. Gespannt darf man auch auf das Profi-Debüt des weiß-grünen Quartetts Dominic Angkawidjaja, Jürgen Friessnegg, Mario Krajnz und Clemens Sauruck sein.

Nach den Gösser Open in Maria Lankowitz von 1. bis 3. Mai, finden in der Woche darauf, von 7. bis 10. Mai, die Lyoness Open am GC Gut Freiberg statt.

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