Freitag 13. Juni 2008, 10:15 Uhr

2008 US-Open [0]

Woods: Major Nummer 14Auch die Verlängerung der US Open bringt jede Menge Dramatik: Tiger Woods erzwingt mit einem Birdie auf Loch 18 eine weitere Verlängerung. Am 91. Loch gewinnt er Major-Titel Nummer 14.

Es war ein Play-off ganz im Sinne der Fans: Das Match wogt hin und her und am Ende hat Tiger Woods die Nase vorne, der einen tapfer kämpfenden Rocco Mediate am 91. Loch besiegt.

Play-Off – Woods gewinnt! Zum Leaderbord

Nach jeweils einer Par-Runde entscheidet Loch Nummer 91 über den Major-Sieg bei den US Open 2008 und der Sieger heißt erwartungsgemäß Tiger Woods. Und das, obwohl die Nummer 1 der Golfwelt wie schon in Runde 4 der regulären US Open, mit einem Birdie eine weitere Verlängerung erzwingt.
Denn Rocco Mediate war keineswegs das erwartete Kanonenfutter für den Tiger sondern hält tapfer dagegen. Speziell auf den Holes 13, 14 und 15 auf denen der 46-Jährige aus einem Rückstand von einem Schlag einen Vorsprung von einem Schlag heraus arbeitet.
Doch wie schon am Vortag kann Woods auch im Play-off mit einem Birdie am letzten Loch das Match um seinen 14. Majortitel verlängern und holt sich diesen mit Par gegen Bogey auf Loch 91!
Danach meinte Mediate: „Ich habe ihm immerhin Angst eingejagt und mein bestes Golf gespielt. Ich kann mir nichts vorwerfen."

Tiger Woods zollt dem 46-Jährigen Respekt und nimmt sich selbst ein wenig aufs Korn: „Ich habe Militär-Golf gespielt: Links-rechts-links-rechts. Am Ende waren aber 90 Loch immer noch nicht genug und Rocco ein toller Gegner."

Am Ende gewinnen die Knieschmerzen von Woods über die Rückenschmerzen von Mediate – ein historisches Finale der 108. US Open.


Finalrunde – Der Thriller von Torry Pines

Was für ein Finale bei den 108. US Open in Torrey Pines: Tiger Woods eröffnet denkbar schlecht mit Doppelbogey und Bogey, kann sich aber in der Folge erfangen und müht sich mit weiter schmerzverzerrten Blick über den längsten Major-Kurs als Zeiten.

Mit Birdies auf den Holes 9 und 11 scheint sich das Blatt einmal mehr zu Gunsten der Nummer 1 der Golfwelt zu wenden, zumal auch seine Konkurrenten Lee Westwood un Rocco Mediate schwächeln: Westwood, lange Zeit in Führung, notiert auf den Holes 11 bis 13 drei Bogeys und fällt hinter Woods zurück.

Auch Mediate – von den Kollegen auf Grund seiner ausufernden Werbetätigkeiten „Heizdecken-Rocco" genannt – muss früh zwei Bogeys einstecken, kämpft sich aber mit teils genialen Par-Saves und Birdies auf den Holes 10 und 14 wieder zurück ins Geschäft.

Dann kommt Loch 13, bei dem sowohl Woods als auch Westwood, in guter Position liegend, das Grün mit Schlag 2 attackieren und beide den Schlag links ins Wasserhindernis verziehen: Statt Birdies gibt’s für beide das Bogey, dem Woods ein weiteres auf Loch 15 folgen lässt und damit hinter Mediate zurück fällt, der nach einer 71 (Par) mit gesamt 1 unter Par im Clubhaus sitzt und auf den finalen Flight wartet.

Mit einem Schlag Rückstand gehen Woods auf die finale 18, ein Par 5 – beide brauchen zumindest ein Birdie, um ein Stechen zu erzwingen und beide verziehen ihre Drives in die Fairwaybunker. Von dort versenkt Woods seinen Schlag im Semirough, kann von dort aber einen exzellenten Schlag, rund 5 Meter zum Stock fabrizieren.
Der Putt zum Birdie lippt von der Seite ein und Woods (73/+2) zelebriert emotional aufgeputscht mit Caddie Steve Williams das Wunder von Torrey Pines.

Auch Westwood (73/+2) kann sich eine Birdie-Chance erarbeiten, verschiebt aber den Putt zum Birdie und zum Stechen. Platz 3 ist aber ein sensationelles Ergebnis für den Engländer.

Das Stechen geht am Montag um 18 Uhr MEZ über die Bühne und wird von Premiere live übertragen.

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3. Runde – Wunder Woods kämpft

Tiger Woods kämpft sich durch die dritte Runde, die zunächst wenig Highlights für ihn bietet: Gleich auf Loch 1 kassiert Tiger das Doppelbogey, das erste Birde fällt erst auf Loch 7.
Erster Höhepunkt dann der Eagleputt auf Loch 13, wo Tiger einen Putt quer über das gesamte Grün zur 3 locht.
Auf eben jenem Loch vergibt Phil Mickelson mit einer 9 seine Chancen auf den US Open Titel: gleich drei Mal spinned ihm der Ball wieder vom Grün herunter. Sein trockener Kommentar: „Heuer gewinn‘ ich die US Open nicht mehr."

Woods dagegen verzieht seine Drives reihum – 5 Mal in Serie ab Loch 11 –, erchipped und erputtet sich Par um Par, nimmt „kluge" Bogeys in Kauf und locht auf der 17 aus schwieriger Lage den Chip zum Birdie. Woods: „Nach dem verzogenen Drive habe ich nur darauf gehofft, kein Doppelbogey zu spielen. Als ich dann den Chip spielte, der viel zu lange gewesen wäre, hatte ich Glück, dass der Ball die Fahne traf und rein fiel. Aber so ist Golf eben."

Zum Schluss versenkt die Nummer 1 noch auf Loch 18 den Putt zum Eagle und zur Führung, grinst breit und hat, zumindest in diesem Augenblick, die Schmerzen im Knie vergessen.
Bei der anschließenden Pressekonferenz eröffnet Woods – noch immer grinsend – mit den Worten: „Ok, ich habe heute zwei gute Schläge gemacht, wollen wir darüber reden?"

Einen Schlag hinter Woods glänzt am 3. Tag der US Open in Torrey Pines der Engländer Lee Westwood mit beinahe fehlerfreiem Spiel (70/-1): Insgesamt nur 5 Bogeys hat Westwood im Verlauf des Turniers überhaupt hinnehmen müssen und geht damit mit Woods in den Schlusstag der US Open.

Der lange fehlerfrei spielende Amerikaner Rocco Mediate zerreißt es auf den Schlussholes: Nach einem Bogey auf Loch 13 kassiert Mediate ein bitteres Doppelbogey auf Loch 15 nachdem sein Annäherungsschlag aus dem Rough in den Bunker segelt, schafft er auch aus diesem nicht, den Ball zur Fahne bringen und notiert die 6.
Am anschließenden Par 3 folgt ein Bogey – 4 über Par auf den Holes 13 bis 16.
Wie aus dem Nichts gelingt Mediate dann ein Birdie auf Loch 17 – der Underdog mit 240 Metern durchschnittlicher Drivelänge ist wieder im Rennen. Doch auf der 18 (Par 5) kommt Mediate über ein Par nicht hinaus: Zwei Schläge Rückstand auf Tiger Woods, der noch jedes Turnier gewinnen konnte, in dem er als Führender in den Finaltag ging.
Schlechte Aussichten für die Konkurrenz, trotz eines lädierten Knies.

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2. Runde -Tiger is back

Lange müht sich Tiger Woods in Runde 2 über den Kurs von Torrey Pines, trifft kaum Fairways und Grüns, ehe er auf den zweiten neun Loch den Turbo zündet: Fünf Birdies lassen den Tiger auf Major-Titel Nummer 14 hoffen. Er geht als Zweiter ins Wochenende, nur einen Schlag hinter dem Australier Stuart Appelby.

Ebenfalls gut im Rennen um den Titel liegt eine Armada von European Tour-Spielern, allen voran der Schwede Robert Karlsson, der sich mit Woods Platz 2 teilt.

Nur einen Schlag dahinter liegt der rasch genesene Miguel Angel Jimenez (SPA) auf Platz 5, der mit einer 66 (-5) die bislang beste Runde des Turniers spielt. Die BA GolfOpen musste er noch „verletzungsbedingt" absagen.
Stark auch Lee Westwood (ENG), der wie Jimenez auf Platz 5 liegt, sowie Luke Donald (ENG) und Ernie Els (SA), die von Platz 9 aus ins Wochenende gehen.

Die Finalrunden versprechen jedenfalls jede Menge Spannung, liegen doch 21 Spieler innerhalb von nur fünf Schlägen.

Ausgeschieden sind unter anderem Titelverteidiger Angel Cabrera oder auch Colin Montgomerie.

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1. Runde – Viele Überraschungen

Für die Stars der PGA Tour sind die US Open die zweite Möglichkeit in diesem Jahr, sich mit dem Torrey Pines Golf Course zu messen. Im Jänner wurde über den Klippen des Pazifik schon das Buick Invitational ausgetragen, dass Tiger Woods für sich entscheiden konnte. Mit acht Schlägen Vorsprung gewann er vor Ryuji Imada und Stewart Cink.

Trotzdem geht Woods nicht als Favorit ins Rennen. Er kommt nach einer Knieoperation und einmonatiger Spielpause zurück ins Turniergeschehen nach San Diego. Seine erste Runde ist dementsprechend geprägt von zwei Doppelbogeys; Platz 19 für Woods nach der ersten Runde.

Vielmehr zählt Woods‘ schärfster Konkurrent Phil Mickelson zu den Siegesanwärtern. Ende Mai gewinnt er das Crown Plaza Invitational im Colonial Country Club in Forth Worth TX, und in der Rangliste kann er sich im letzten Monat gefährlich nahe an den führenden Woods heranarbeiten. Er beginnt das zweite Majorturnier der Saison mit einer Parrunde; geteilter 12ter Platz für ihn.

2001 wurde der 51 Jahre alte Platz von "Open Doctor" Rees Jones umgebaut und auf US Open Standard gebracht. Seit dem Turnier im Frühjahr wird das Layout des Platzes von den Greenkeepern weiter verschärft: Die stark ondulierten Grüns sind noch schneller, die Tees weiter hinten gesteckt, und die Fairways höllisch eng in den Landezonen.

So scheitert zum Beispiel Titelverteidiger Angel Cabrera (ARG) mit +8 / T125 an der Herausforderung. Zur Zeit liegt er einen Schlag außerhalb des morgigen Cuts. Auch Masters Champion Trevor Immelmann (RSA) kommt nicht gut zurecht und liegt mit +4 am geteilten 64ten Platz.

Im Verfolgerfeld hinter den Überraschungsführenden finden sich jedoch einige der üblichen Verdächtigen. Mit Geoff Ogilvy (T3, -2), Stuart Appleby (T3, -2) und Robert Allenby (T7, -1) machen sich die Australier vorne breit. Ernie Els (RSA), Robert Karlsson (SWE) und Lee Westwood (ENG), alle T7, -1, sorgen für Druck aus dem Starterfeld der European Tour.

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