40 Jahre Pichlarn [0]

Was mit Leo dem Edlen be­gann, ist mit Don Harradine noch lange nicht zu Ende: Der GC Schloss Pichlarn feiert seinen 40. Geburtstag. Die Golfrevue serviert die Torte und hilft auch gleich mit, die Kerzen auszupusten.

 

Wer glaubt, dass 40 Jahre kein Alter ist, irrt: In Golf-Österreich zählt der Platz in Pichlarn zu den Methusalems, wenngleich mit stets saftig-frischem G’schau. Gerade mal ein gutes Dutzend Clubs finden sich in unseren Breiten, die auf mehr Geschichte zurückblicken können. Wobei: Das namensgebende Schloss ist fast 1.000 Jahre alt, müht sich durch eine turbulente Geschichte mit unzähligen Besitzerwechseln und wurde erst 1972 seiner endgültigen Bestimmung als Hotel zugeführt. Seit 2008 ist Ruhe eingekehrt: Mit der Übernahme durch die Schörghuber-Gruppe hat das Hotel seine Mitte gefunden, die seit kurzem der neue Direktor Rudolf Oezelt auszubauen gedenkt.

Parallel zum Umbau zum Hotel entstand 1972 auch ein 9-Loch-Platz, der wenige Jahre später von Don ­Harradine zurechtgeschliffen und auf 18 feine Loch ­erweitert wurde. Weil die englische Golfplatz-Architektur-Ikone wenig von artifiziellen Kunstwerken hielt, hat er auch dem Platz in Pichlarn seine Eigentümlichkeiten gelassen.

Ein Par 3 als Schlussloch? Warum nicht!

Ein Par 5 (Loch 12), an dem der Driver die schlechteste Wahl vom Tee ist? Auch okay!

Allein die Erdbewegungen auf Loch 12 hätten den Club vor dem ersten Abschlag in den Ruin getrieben. So blieb Harradine keine andere Wahl, als eine Art Fairway-Schlauch zu zimmern, der uns zunächst auf die höchste Stelle des Platzes führt, um von dort steil hinunter das Grün zu attackieren. Klaustrophobie ist an diesem Loch nicht angebracht, ebenso wenig Ausrutscher per Slice oder Hook. Der Wald auf beiden Seiten der vorzimmerschmalen Spielbahn ist gnadenlos.

Wenn es nach dem seit kurzem neu amtierenden Team in Pichlarn geht, allerdings nicht mehr lange: Manager Walter Watzinger, seit 2011 im Club, will der eigenwilligen Spielbahn an den Kragen: „Mittelfristig soll der Wald rechts des Fairways gelichtet werden, um den herrlichen Blick auf den Grimming freizugeben. Dar­über hinaus soll der Abschlag endgültig entschärft ­werden. Pläne dafür gibt es ja schon seit langer Zeit. Das Aushubmaterial verwenden wir, um das Tee zu er­höhen.“ Werden diese Pläne umgesetzt, ist Schluss mit dem berühmt-berüchtigten 12. Loch in Pichlarn, dass dann nicht mehr als Par 5, sondern als Par 4 geführt werden soll. Immerhin kann sich der Club diese Kurs-Korrekturen leisten, wie Watzinger, der zuvor als Pro in Tunesien und später auf Mallorca tätig war, erzählt: „Wir haben als Club keine Schulden.“

Neugierig geworden? Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Golfrevue!

 

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