Wiegele schreibt Golfgeschichte [0]

Wiegele schreibt Golfgeschichte

Kärnten Golf Open 2010. Ein besseres, schöneres und vor allem ein spektakuläreres ­Finale hätte man beim Challenge Tour Event in Klagenfurt-Seltenheim nicht inszenieren können: Mit Martin Wiegele gewinnt ein Österreicher, der sich mit seinem Hole in One (und dem Mazda, den es dafür gab) einen Platz in den Geschichtsbüchern sichert. Zwei Wochen später gewinnt der 31-jährige Steirer in St. Omer dann sein erstes European Tour Turnier und schreibt ein zweites Mal Golf-Geschichte. Die Story dazu gibt‘s im Anhang an den Turnierbericht aus Kärnten.

 

Herzlich willkommen in der unglaublichsten Geschichte des heurigen Jahres. Es ist Anfang Juni, es ist Kärnten, es ist ein einziges Fest für den Golfsport, und mittendrin steht Martin Wiegele. Frisch sektgeduscht von Fred Jendelid, abgebusselt zunächst von Freundin Claudia, Traudl Neuwirth, zig weiteren Golffans und schließlich vom Veranstalter der Kärnten Golf Open by Markus Brier Foundation, Peter Hofstätter.

Der wohl spektakulärste Finaltag in Golf-Österreich ist gerade zu Ende, und ein Happier End gibt’s gar nicht: Nach eineinhalb Stunden Nägelbeißen, Mitzittern bei jedem Putt und Stille-Post-Spielen mit den Scorern draußen am Platz bleibt nur mehr der Australier Matthew Zions (im letzten Flight mit Thomas Feyrsinger) über, um das rot-weiß-rote Golffest zu vereiteln: Versenkt Zions den Drei-Meter-Putt am 72. Loch, müsste ein Stechen mit Martin Wiegele über den Sieg bei der zweiten Auflage der Kärnten Golf Open entscheiden. Aber: Der Ball schrammt wenige Zentimeter am Loch vorbei, und Martin Wiegele, der sich nebenan am Puttinggrün auf ein mögliches Stechen vorbereitet, darf jubeln. Und mit ihm die rund 1.000 Golffans, die den Weg nach Klagenfurt-Seltenheim gefunden haben.

Diese trauen aber schon zwei Stunden zuvor ihren Augen nicht, als Martin Wiegele auf Loch 8 in Seltenheim Golf­geschichte schreibt, indem er wie schon 2009 ein Hole in One schießt und sich dafür den Preis, einen Mazda CX-7, einnäht. Wiegele, breit grinsend: „Da will wohl jemand im Himmel, dass ich Mazda fahre. Es war schlicht die perfekte Kopie meines Schlages von vor einem Jahr: Das ­gleiche Eisen 8, die gleiche ­Fahnenposition und die gleichen Wind- und Wetterverhältnisse wie 2009. Im Vorjahr hatte ich kurz davor ein Auto kaufen müssen und den Mazda verkauft. Jetzt behalte ich ihn aber.“

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