Zwischen den Küsten [0]

In den USA gibt es ein brutales Radrennen namens „Race across America“ – von Küste zu Küste. Auf der Madeira vorgelagerten Insel Porto Santo würde so ein Rennen in wenigen Stunden vorbei sein. Die Dimensionen sind überschaubarer aber paradiesisch.

Bleibt also nur der Allgemeinplatz „Klein, aber oho“. Schließlich bietet der Atlantikzwerg alles was einen erinnerungswürdigen Golfurlaub ausmacht: Eine Handvoll guter Resorts mit allen Annehmlichkeiten, direkt an der flacheren südlichen Küstenseite des Eilands, wo staubzuckerweicher, goldener Sandstrand die Gegend aufpeppt. Das zieht in den Sommermonaten etliche Tagesbesucher aus Funchal, der Hauptstadt Madeiras an. Ansonsten ist das Leben beschaulich und der Tourismus auf Porto Santo noch ein zartes Pflänzchen. Passend dazu ist die „Hauptstadt“ – zugleich die einzige Stadt der Insel – ebenfalls kleinformatig: Das Highlife reduziert sich auf einige wenige Bars und Restaurants, allesamt mehr gemütlich als trendig. Mitten in diese überschaubare Beschaulichkeit und das teils auch schroffe Küstenbild hat Seve Ballesteros ein feines 18-Loch-Meisterwerk eingearbeitet, das viele Elemente seines Schaffens als Golfplatzarchitekt erkennen lässt: Etwa das 3 x 6-Design – je sechs Par 3-, Par 4- und Par 5-Holes –, tricky Greens und taktisch schlau eingewobene Wasserhindernisse.

Ebenfalls beeindruckend sind die Blicke, die sich einem auf der Runde bieten: Der Atlantik ist immer zu Gast, richtig spektakulär wird’s dann auf den Holes 13 bis 15, wo die Spielbahnen entlang der schroffen Klippen verlaufen. Und ja, die Schlussfolgerung ist logisch: Wind ist hier als Dauergast zugegen, weshalb sich zumindest drei Runden lohnen, ehe man Eins wird, mit Platz, Spiel und den örtlichen Gegebenheiten. Und ehe es dann all zu beschaulich wird, geht’s zurück in den turbulenten Alltag. Obwohl: Auch daran sollten wir arbeiten!

Kurz & Bündig: Golf auf Porto Santo

Porto Santo liegt im warmen Atlantikstrom und genauso wie beim großen Bruder Madeira schwanken die Jahresdurchschnittstemperaturen kaum: Nicht allzu heiße Sommer und angenehm milde Winter machen die Inseln zur Ganzjahresdestination. Wer die Ruhe sucht und Strandspaziergänge, ist auf Porto Santo richtig. Die Nordseite der Insel ist schroff und mit teilweise hohen Klippen begrenzt. Auch zum Wandern – etwa in die Basaltberge – ist die Insel fein, und die Ausblicke von den Gipfeln grandios.

Infos: www.porto-santo.com, www.madeira-web.com

Anreise: 
Seit dem Ausbau des Inselflughafens werden einige Direktflüge von und nach Lissabon angeboten, was die Reisezeit doch erheblich verkürzt. Ansonsten muss man den 20-minütigen Umweg über Funchal auf Madeira in Kauf nehmen. Eine Maschine pendelt drei mal täglich und macht Porto Santo auch als Tagesausflugsziel bei einem Madeira-Urlaub empfehlenswert. Wer es lieber gemütlicher hat, erschippert die Insel per Fähre (Fahrzeit 3,5 Stunden pro Richtung).

Golf: 
Porto Santo Golf, 18-Loch, Par 72 (5.357 bis 6.434 m) & 9-Loch-Par 3-Kurs, Par 27 (807 bis 999 m), Seve Ballesteros Design mit traumhaften Ausblicken, speziell die Klippenlöcher 13 bis 15.  www.portosantogolfe.com

Hotels: 
Vila Baleira, Gute Lage nahe dem Golfplatz, großes SPA, Tauchschule und Traumstrand. www.vilabaleira.com

Hotel Porto Santo & Spa, Elegantes Strandresort mit klasse Wellness. www.hotelportosanto.com

Pestana Beach Resort, Gemütliches Fünf-Sterne-Resort mit kompletter Ausstattung. www.pestana-porto-santo.com

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