Türkei – Belek 2009 [0]

Willkommen im Wunderland

Top-Hotellerie, feinste Gastronomie und üppige Wellnesslandschaften inklusive, Golfplätze aus edelsten Federn und das alles schlanke 2,5 Flugstunden entfernt: Die Türkei hat mächtig aufgerüstet, zeigt Spanien die lange Nase, und ist dabei noch immer nicht am Ende ihrer Träume, meint Katrin Zita.

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Cornelia klingt freundlich, zeigt sich aber nicht ­immer Lady-like. Gezeichnet hat den Kurs übrigens Nick Faldo, und das richtig fesch.

Was sich vor etwas mehr als einem Jahrzehnt abgezeichnet hat, ist heute Realität: Die Türkei hat Spanien wohl den Rang als Golf-Urlaubsdestination Nummer 1 abzulaufen, und das nach­haltig. Klug investierte man in der letzten Dekade in neue Hotels, renovierte jene, die schon in die Jahre gekommen sind und ließ namhafte Golfer Kurse zeichnen, die man auch dank billiger Arbeitskräfte tadellos in Schuss hält.

Die Show geht weiter

Die Winterflugpläne der Airlines lassen darauf schließen, dass die Türkei weiter Richtung Nächtigungsplus bei Golfern fliegt, was beim breit gefächerten Angebot des kompakten Küstenstrichs zwischen Belek und Antalya nicht weiter verwundert: Quasi Schulter an Schulter liegen die mittlerweile mehr als ein Dutzend Golfplätze an der türkischen Riviera vor Anker, nur durch fantastische Hotels vom Strand getrennt.
Eines davon ist das Sueno-Hotel, das sich zwei 18-Loch-Plätze, den sportlichen Pines- und den etwas entspannter angelegten ­Dunes-Kurs hält. Zwar fehlt dem Hotel der ­direkte Strandzugang, aber man hat das Wasser zum Hotel gebracht: Eine gigantischen Seenlandschaft, die die Plätze mit spektakulären Inselgrüns enden lässt, samt elegant ausgerollten Stegen, die hin zu prächtig an­gelegten Terrassenlandschaften führen, bildet das optische Zentrum.
Wer seinen Golfurlaube gerne auch ein wenig entstressend anlegt: Das ausladend große Wellness-Center liegt quasi ein Tap-in von der Terrasse entfernt – ganz nach dem Motto: Nach dem Putt ins Bad, in dem Fall ins ­Hamam, zum Beispiel.

Für den Verwöhnten

Es mangelt Belek ­weder platz- noch hotelmäßig an ausreichend Alternativen. So liegt das 2008 frisch eröffnete ­Calista Luxury Resort Schulter an Schulter mit dem Sueno, ist aber vom Auftritt völlig konträr: Um das im Grundriss kreisförmige Haupthaus versammeln sich sechs kleinere, ebenfalls kreisförmige Nebenhäuser, die eine mächtige Poollandschaft im weitesten Sinne verbindet. Passend zur Ausrichtung – das ­Calista präsentiert sich als moderne Luxus-Anlage mit Stil – stimmt auch die Einrichtung: Türkisch-­traditionelle Elemente, gepaart mit modernen Einflüssen, geben ein harmonisches Bild ab, das besonders im Spa-Bereich eine doppelt entspannende Wirkung entfaltet. Die schiere Anzahl der Massage-­Varianten zaubern Runzeln in meine Stirn, die die flinken Hände der Damen aber sofort wieder glätten. Für VIPs, die sich in den fantastischen Villen einquartieren, gibt es – kaum zu glauben, aber wahr – ein Betreuungsstufe mehr, mit eigenen Wellness-Räumlichkeiten und so weiter. Ich gebe mich mit fünf Sternen zufrieden und beende mit ­einem Besuch unter der Abenteuer-Dusche – die ist wie mein Golf, man weiß nicht, was als nächstes kommt – die Schönheitsstunde. Über die kulinarischen Zulänglichkeiten – neun ­Restaurants stehen zur Auswahl, eines feiner als das andere – zu schwärmen, hieße Döner nach Belek tragen: Einer der besten Jung­köche der Türkei werkt im Calista, das ist Referenz genug für die kulinarische Abteilung.


Erst Nick, dann Monty

Was auch für die Türkei spricht: 365 Tage Chance auf Golf. Wenn bei uns die Gefriertruhe mit der Außentemperatur wettfriert, reicht in Belek im schlimmsten Fall ein Pullunder, wenn‘s ganz arg ist, ein Pullover. Da musste sich Ryder Cup-Captain Nick Faldo im Vorjahr in Kentucky gegen die USA wärmer anziehen. Schon vorher hat er den 27-Loch-Kurs „Cornelia“ entworfen und damit den Anfang einer klugen Qualitätsoffensive eingeläutet.

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The Montgomerie heißt das Meisterwerk des aktuellen Ryder Cup-Captains – ein Must, wenn’s passt

Auch der Nachfolger Faldos als Ryder Cup Captain, „grumpy golfer“ Colin Montgomerie, hat seine Duftmarke in Belek abgebeben, war aber nicht so bescheiden wie Faldo: „The Montgomerie“ heißt sein Kunstwerk, und hat, das dazu gehörige Hotel Papillon inklusive, 100 Millionen Dollar verschlungen.
Man darf angesichts des vorgegebenen Tempo davon ausgehen, dass die Türkei ziemlich genau weiß, wohin sie will und dass auch wir wissen, wohin wir wollen: An die türkische ­Riviera, wo uns auf rund 20 Kilometer Küste nichts von unserem Hobby ablenkt, außer ­Küche und Spa. Ein Traum!


Golfen in Belek/Türkei

Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Region um Belek zu einer der führenden Golf-Destinationen entwickelt. Mittlerweile bietet die Region neben zwei Dutzend Top-Hotels mehr als ein Dutzend grandioser Golfplätze, darunter Designer-Kurse von Nick Faldo und Colin Montgomerie. Aktuellste Neu-Erscheinung ist der erste Links-Kurs namens Lykia Links.

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Ausreichend Auswahl bietet Belek auch, was die Hotels betrifft. Allesamt sind noch de facto neu (zum Beispiel die Suiten im Cornelia ­Resort) und stilmäßig unterschiedlich ausgerichtet.

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