Golf mit Strauß & Kudu! [0]

Wer den entspannten Zugang zum Golf schätzt, muss Südafrika mögen. Und der Hedonist in uns ist auch glücklich: Also auf in den Süden Afrikas, wo wir privat und exquisit logieren und abends am Pool die Scores ­memorieren, mit den feinsten Fairways vor unserer Nase.

Das sanfte Plätschern des Infinity-Pools wirkt wie eine Art zerebrale Massage und schwemmt den letzten Rest des Alltags aus unserem Bewusstsein. Vor uns rauscht die Golf Coast, hinter uns liegt Selborne, einer der feinsten Golfplätze der Region, ein direkter Nachbar der Imbabala Villa Umdoni von Gabi Lachinger. Die Oberösterreicherin ist im High-End-Immobilienbusiness zuhause, und Südafrika, speziell die Region südwestlich von Durban, hat es ihr angetan. Verständlicherweise, ist man geneigt zu sagen, ist doch Südafrika eine Art Breitbandantibiotikum für Fernweh-„Krankheiten“ jedweder Art: Klima? Pff, einfach perfekt – Sonnenschutzfaktor 30 (europäischer Sommer) bis 50 (europäischer Winter) sind das ganze Jahr über mitzuführen! Essen & Trinken? Grandios – das „Brai“ (umgangssprachlich für Barbecue) ist Nationalsport, gegrillt wird alles, was das Land hergibt, und das ist viel. Zudem verstehen es die Südafrikaner, edle Rote, Weiße und Schaumweine zu keltern, die jedem Franzosen, Italiener und Österreicher das Wasser reichen können (klingt irgendwie komisch, finden Sie nicht?). Landschaft? Üppigst und weitgreifend – ob Nationalpark oder Küstenstrich samt Top-Tauchrevier, die Speicherkarte der Kamera platzt am Ende des Urlaubs aus allen Nähten. Und Golf? Deswegen sind wir ja eigentlich hier, und wer die Gegend kennt, wird mit der Zunge schnalzen. Deshalb als Amuse-Gueule ein lässiges Namedropping, um sämtliche Sinne zu aktivieren: Selborne, San Lameer, Wild Coast, Durban Country Club oder Zimbali sind nur ein paar der feinen Wiesen, die sich in der Region breitgemacht haben. Das tatsächlich Unerfreulichste an unserem Trip an die „andere Ecke“ Südafrikas: Wer, bitte, kommt mit einem Dutzend Urlaubstagen aus, wenn am Ende noch so viele Golfplätze übrig sind? Irgendwie entsteht der Eindruck, dass bei dem einen oder anderen Flascherl Kanonkop, einem Straußensteak und ein paar Runden im Pool sich der Faktor „Zeit“ relativiert: Urlaubstage vergehen relativ gesehen deutlich schneller als Bürotage. Hat Einstein das in seiner Relativitätstheorie je untersucht? Goethe jedenfalls hat’s schon immer gewusst: Augenblick, verweile doch, du bist so schön!

Golfers Himmelreich. Was Golfen in Südafrika so besonders macht, ist neben der Dichte an Top-Plätzen auch der Zugang zu Sport: Wer auf der Halfway-Station nicht pausiert und sich den im Greenfee meist inkludierten Brunch (man spielt gerne frühmorgens) nicht gönnt, wird rasch als Tourist entlarvt: „Spielen Sie nur durch, wir sind ja nicht auf Urlaub“, lächelt ein freundlicher Südafrikaner, als wir uns nach Loch 9 freizeithektisch an seinem Flight vorbeizwängen wollen. Wir kommen uns vor wie Raser auf der rechten Autobahnspur und treten rasch in die Eisen. Wie sonst wollen wir Selborn genießen, fragen wir uns. Und ich erinnere mich und meine Flightpartner an ein wunderbares Zitat von Walter Hagen: „Wenn du am Fairway entlangspazierst, vergiss nicht, an den Blumen am Spielbahnrand zu schnuppern.“ Der Spruch passt perfekt zur üppigen, subtropischen Vegetation, welche die Spielbahnen in Selborne begleitet. Zudem gewährt der Kurs an etlichen Stellen einen herrlichen Ausblick hinunter zum Indischen Ozean, und Loch 3, ein spektakulär hügelab führendes Par 5, samt Teich vor dem Grün, zählt zu den feinsten Spielbahnen Südafrikas.

Weiter Richtung Südwesten – die N2 bringt uns rasch durchs Land – nehmen wir noch zwei absolute Gustostückerln, feine Filets sozusagen, mit: San Lameer mit seinen kleinen Seen und künstlichen Wasserfällen und Wild Coast Sun, ein Robert-Trent-Jones-Kurs bei Port Edward, der zur Sun-International-Gruppe gehört und damit über Casino-Anschluss verfügt – wenn’s wer braucht. Wir bevorzugen Golf, werden ein wenig abgelenkt von den Impala-Antilopen, die uns in San Lameer im Weg stehen, und auch vom einfach überwältigenden Ringsum. Natur & Golf erlebst du in dieser Intensität fast nur in Afrika, das muss man mal an dieser Stelle festhalten. Abends am Pool gehen wir die schönsten (aber nicht unbedingt erfolgreichsten) Holes noch einmal vor unserem geistigen Auge durch: Wild Coast, Loch 13, ein fetziges Downhill-Par-3; Selborne, Loch 3, ein knackiges Par 5; San Lameer, Loch 9 hin zum Halfway-House – das könnte jetzt noch ewig so weitergehen, würde nicht ein Brai auf uns warten. Und die Scores? Haben wir schon erwähnt, dass wir den Grillanzünder vergessen haben und Scorekarten sich dafür vorzüglich eignen? Und der Pool plätschert leise vor sich hin.

Kurz & Bündig: Golf um Durban

Allgemeine Infos:  Hauptsaison ist von November bis März, aber auch grundsätzlich das ganze Jahr über. Ideales Klima auch während des Winters (unser Sommer). Dank Emirates (www.emirates.at), die eine feine Gepäckfreigrenze anbieten, gibt es nun eine tolle Anbindung nach Durban via Dubai. Die Greenfee-Preise liegen durchwegs im erfreulichen Bereich rund um 100 € – allerdings für zwei, meist inklusive Buggy.

 

Die Top-Golfplätze zwischen Durban & Port Edward

Selborne Park Golf Club www.selbornegolf.co.za Besucherfreundlicher Top-Kurs mit grandiosem Service; sanft gewellt zum Meer hin abfallend; traumhafte Ausblicke; raffinierte Wasserhindernisse; 18 Loch / Par 72, 6.040 Meter

Durban Country Club www.dcclub.co.za Gilt als einer der besten Plätze des Landes; mehrfacher Austragungsort der South African Open; direkt am Strand gelegen; Vorsicht vor Loch 12! 18 Loch / Par 72, 6.090 Meter

Umdoni Park Golf Club www.umdonipark.com Auf üppigen 200 Hektar ausgebreitete Anlage; neun Loch mit Meernähe, neun Loch im Hinterland; 18 Loch / Par 69, 5.572 Meter

San Lameer Country Club www.sanlameer.co.za Peter-Matkovich-Kurs direkt am Strand; herrliche Aussichten auf den Ozean; 18 Loch / Par 72, 5.834 Meter

Wild coast sun country Club www.suninternational.com An einer Flussmündung gelegen; top gepflegt; meist recht windanfällig, schwierig zu spielen, aber mit herrlicher Aussicht; Casino vor Ort; 18 Loch / Par 69, 5.807 Meter

Zimbali Country Club  www.zimbali.org/golf_course.htm Stark ondulierte Grüns; subtropische Vegetation; tolles Clubhaus; 18 Loch / Par 72, 6.524 Meter

Zusätzlich findet sich noch ein weiteres halbes Dutzend feiner Golfplätze am Küstenstrich von Durban Richtung Port Edward, der nicht umsonst Golf Coast genannt wird. Infos: www.suedafrika.net

Wohnen:

iMbabala Forest Estate: Mit den ersten zwei fertiggestellten Villen (insgesamt 20 Betten) bietet man speziell für Golfer konzipierte, zeitlos elegante und luxuriöse Unterkünfte an. Selbst die verwöhntesten Golffreaks logieren hier wie Könige: Wer hat zuhause schon eine Maid, die einem jeden Wunsch von den Augen abliest, bevor dieser überhaupt gedacht wurde?

Die „Villa Umdoni“ wurde von einer bekannten südafrikanischen Innenarchitektin ausgestattet und ist ein echtes
„Hideaway“! Das Haus bietet einen Infinity-Pool und eine finnische Sauna. Die vollklimatisierten Schlafzimmer haben en suite Badezimmer mit Fußbodenheizung, deutsches und südafrikanisches Sat-TV und private Terrassen. Das „Palm Tree House“, eine im modernen Kolonialstil erbaute Villa, bietet 3 Apartments mit jeweils 2 Schlafzimmern en suite. Selbstverständlich auch mit Klima und Fußbodenheizung, Sat-TV usw. Feature dieses Hauses ist, neben der Lage und dem Rundumblick aufs Meer, den Dschungel und das 17. und 18. Loch von Selborne, ein Pool kleinolympischen Ausmaßes.

Infos & Buchungen: www.luxuryseasidehomes.biz

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