803 GC Bludenz-Braz [0]

DER SCHWEIß DER TOPOGRAFIE – Gestartet hat der GC Bludenz Braz als 9-Loch-Platz. Dann wurde auf 12 Loch erweitert, bis er sich 2004 als hinreißender 18-Loch-Parcours entpuppte.

 

Braz2013_1

Der GC Bludenz-Braz bietet einen ausgewachsenen 18-Loch-Kurs in einer spekatkulären Landschaft.

2004 war es endlich soweit: Der Club hatte die notwendigen zusätzlichen Flächen für eine Erweiterung von 9 auf 18-Loch beisammen. Platzdesigner Kurt Rossknecht begann einen rigorosen Umbau. Heute präsentiert sich die 18-Loch Anlage mit perfektem technischen Unterbau und Infrastruktur – von Range bis Caddieraum – auf einer Gesamtfläche von rund 50 Hektar.

Die angesprochene Kompaktheit ist auf der Runde kein Problem. Mit etwas Rücksicht und einem markigen „Fore!“ wird der Vorrang an den neuralgischen Punkten amikal geregelt. Wir kennen keinen Golfplatz, der sich so konzentriert vor dem Clubhaus bzw. dessen gelungener Terrasse ausbreitet.

Rein in den Platz
Braz2013_3Ein kurzes Par 4 zum Start, ideal zum Aufwärmen, ist als leichtes Dogleg rechts angelegt. Das Grün ist groß wie beinahe alle Grüns in Braz: Wellen, Buckel und Etagen machen das Putten interessant – selten geht’s flach dahin, etwa auf der 7 und der 11 –, aber Kurt Rossknecht hat die Breaks nie boshaft angelegt. Mit einer Ausnahme: Grün sechs hängt vom Fairway aus gesehen nach rechts ins Tal, was geslicte Annäherungen verschärft. Die Grünumgebung der Eins liefert einen Vorgeschmack auf das, was Rossknecht schätzt: Hügel und Senken verlangen nach seriösem kurzem Spiel. Die Bebunkerung fällt dagegen zart aus: Es gibt nur etwa 20 Bunker, sieben Spielbahnen kommen ohne Sand aus.

Weiter geht’s: Die Zwei als Dogleg links, das Grün hinter einer Hütte platziert. Dann das erste Par 3, die kurze Drei, mit blindem Schlag zur Fahne. Die Vier zieht als typisch alpines Bergauf-Dogleg rechts den Hügel hinauf. Nun das erste Highlight: Von Tee fünf (Par 3, 146 bis 190 Meter) genießt man den prächtigen Ausblick ins Tal in Richtung Clubhaus. Bitte nicht euphorisch werden: Links vom Grün lauert ein glasklarer Teich.

Es folgt das schwierigste Loch, ein Bergauf-Par-4, dann kommen drei quer zum Hang liegende Par 4, die jeweils mit einem guten Drive und einem mittleren Eisen zu knacken sind. Na ja, das neunte Grün ist nicht ganz so leicht anzuspielen.

Halfway mit Ausblick
Barz2013_2Wer die Zehn (Par 3, Tee deutlich unter Grünniveau, 74 bis 114 Meter) und den Aufstieg zu Tee elf geschafft hat, darf sich freuen: Ab jetzt geht’s nur mehr bergab. Ein Schmankerl ist hier der Ausblick über das Klostertal bis weit hin zum Arlberg.
Die bergab führenden Bahnen elf (321 bis 337 Meter) und zwölf (277 bis 352 Meter) sind nach Einschulung durch einen einheimischen Begleiter kein Problem. Die Löcher 13/14/15 verknoten sich ineinander wie drei schläfrige Katzen – das ist die bereits angesprochene Ecke, wo ein wenig Platzangst herrscht – was jedoch den Longhittern Freude bereitet: Die Doglegs 13 & 14 lassen sich g’spaßig abkürzen.

Das Finish
Nach einem weiteren Par 3 (Loch 16, 97 bis 108 Meter, Grün über dem Tee) folgen die zwei Brazer Signature Holes. Die 17 ist ein Bergab-Dogleg links (410 bis 462), dessen Fahne nach einem mächtigen Drive mit dem zweiten Schlag angreifbar ist. (Vorsicht jedoch auf den Teich rechts vom Grün.) An der 18 schließlich, dem parallel zur Clubhausterrasse angelegten Par 3 (125 bis 173 Meter) über einen Teich samt dekorativem Ruderboot, wartet zum Abschluss ein echtes Publikums-Tee: Der Druck kommt von den Restaurantbesuchern, die herüber blinzeln. Da greift so mancher übermütig zum Eisen, obwohl ihm ein Driver besser zu Gesicht stünde – doch wer will schon vor versammelter Menge schwächeln? Der von uns praktizierte Ausweg: Slicen Sie den Ball rechts an ein schmales Ufer, aber nicht zu lang, sonst landet der Ball im Bunker rechts vom Grün.

Nach der Runde geht man mit den Clubverantwortlichen in einem wesentlichen Punkt d’accord. Nämlich: Dass der Chef des Restaurants Traube Braz – Christoph Lorünser, nicht nur Geschäftsführer des Clubs ist, sondern auch die Gastronomie des Golfclubs betreut, ist eine blendende Idee.

 

Adresse:
Oberradin 60, 6751 Braz bei Bludenz
Telefon:
+43 5552/335 03
Fax:
+43 5552/335 03-3
Email:
gcbraz@golf.at
Webseite:
www.gc-bludenz-braz.at
Präsident(in):
Manfred Tschol
Manager(in):
Christoph Lorünser
Sekretariat:
Hemma Berger, Christine Stürz, Marie Luise Schramm
Öffentlich:
ja
Loch:
18 Loch
Par:
68
Länge:
4377 bis 5105 m
CR Gelb:
67,7
CR Rot:
72,9
Slope Gelb:
119
Slope Rot:
121

Übungsanlage
 
Beschreibung:

Überdachte Drivingrange mit 18 Abschlagsplätzen, 6 davon auf dem Dach der Driving Range, Putting-Green, Chipping- und Pitchingarea.

Beheizte Range:
ja

Greenfee:
 
Art:
18-Loch-Fee
Greenfee:
Mo–Fr € 68,–
Sa, So, Fei € 70,–
Ermäßigungen:

Jugendliche €40,–/42,–

Nur Rangefee:
frei

Amateur:
Patrick Bätz
Schlagzahl/Jahr:
63 Schläge/2007
Golfschule:
ja
Name:
Golfschule des GC Bludenz-Braz
Telefon:
05552/335 03
Email:
gcbraz@golf.at
Internet:
http://gc-bludenz-braz.at/golf-schule/uebersicht-kurse/
Headpro:

Roger Knight
Einzelstunden
€ 35,- (25 Min.) / € 65,- (50 Min.)

Pro:

PE-Kurs:
€ 370,- für 13 Stunden, ab 2 Personen (max. 6 Personen)
TE-Kurs:
€ 290,- für 6 Stunden, ab 2 Personen (max. 4 Personen)
Golfschnuppern:
ja
Datenstand: 2016-05-10

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