714 GC Rasmushof [0]

25 JAHRE BESTZEIT – Kitzbühel. Hahnenkamm. Rasmushof. Die Dreifaltigkeit des Skisports, Zielscheibe des Paparazzitums, ist auch in der Golfwelt eine Größe.

Ob Beckenbauer, Muster oder Becker, alles was in der High-Seitenblicke-Society Rang und Namen hat, begolft sommers den wohl berühmtesten Zielhang der Skiwelt.

(aus GR 3/2003)

Begonnen hat die Geschichte des 9-Loch-Golfplatzes am Rasmushof 1978, nach dem Verkauf der letzten Kuh, was man zu diesem Zeitpunkt durchaus als visionär betrachten durfte. Nicht den Verkauf der Kuh, wohlgemerkt. Der Rasmushof war – einfach ab zu leiten – ein landwirtschaftlicher Betrieb, ehe man Anfang der 70er-Jahre den Hof als Hotel adaptierte, um schließlich vier Jahre später den Golfplatz nach zu reichen.

Dabei gab es einige Hürden zu überwinden, ehe der Platz, der exakt im Zielhang der Streif liegt, gebaut werden durfte. Die wohl kurioseste war, die Bahn davon zu überzeugen, dass irrgeleitete Golfbälle keineswegs den Lokführer der nahen Westbahnstrecke bedrohen würden. Auch der Österreichische Golfverband war zunächst mit der Hemdsärmeligkeit, mit der der Initiator und Besitzer des Rasmushof Klaus Reisch an das Projekt Golfplatz und Golf heran ging, überfordert. Man änderte damals kurzer Hand die Statuten um den GC Rasmushof nicht als ordentliches Mitglied aufnehmen zu müssen.

„Schnee von gestern,“ sagt Signe Kramheller-Reisch, die Tochter des Initiator und resche und resolute Chefin des Hotels mit Golfplatzanschluss. Sie lebt das Tempo der Abfahrtsläufer im Hotelbusiness nach und hat daher noch keine Zeit mit Golf zu beginnen. Da würde doch viel zu viel Zeit verloren gehen. Also kümmert sie sich lieber um ihre drei Kinder, das Wohl der Gäste und schupft den Laden dabei ganz grandios.
Fürs Golf gibt’s einen so genannten Golf-Koordinator. Den ersten seiner Art, wie die Chefin vermerkt haben will. Peter Gandler, früher im Golfclub Kitzbühel-Kaps als Manager tätig kümmert sich seit heuer um sämtliche Agenden das Golf im Rasmushof betreffend. Gandler: „Was immer ein Gast braucht, von der Tee-time am Rasmushof oder auf anderen Plätzen bis zum Spielpartner. Ich kümmere mich darum. Und du kannst mir glauben, keine Frage bleibt unbeantwortet.“ Wir glauben gerne.

Trennung von Player
Vor kurzem hat man den Namen der Golfacademy, die jene des schwarzen Ritters Gary Player trug, wieder abgegeben. Signe Kramheller-Reisch über das nicht ganz geglückte Experiment: „Das hat nur Geld gekostet, und ein einziges Mal war ein Player hier und zwar Gary Players Sohn Wayne. Zum 20. Geburtstag des GC Rasmushof hat er vorbeigeschaut. Das war’s dann.“ Aber auch ohne den Namen Player wird es in der Golf Academy am Rasmushof weiter hin qualitativ hochwertigen Golfunterricht geben, verspricht die Chefin.

Der Zugang zum Golfsport war am Rasmushof immer schon auf Gemütlichkeit ausgelegt und hat sich ganz nach dem britischen Vorbild der pay-and-play-Kurse orientiert, ohne Aufnahmegebühr und Clubzwang. „So hat der Rasmushof wohl einen erklecklichen Teil zum Kitzbüheler Golfboom beigetragen,“ erzählt Signe Kramheller-Reisch nicht ohne stolz, „und die meisten Kitzbüheler, die heute Golf spielen, haben am Rasmushof begonnen.“ Dabei hatte der Rasmushof, blättert man in seiner Chronik nicht nur mit dem Golfverband zu kämpfen sondern vor allem gegen Naturgewalten, die den Platz immer wieder arg in Mitleidenschaft gezogen haben: 1977 setzte Hochwasser dem Platz zu, 1986 gab es Rekordwinterschäden zu beklagen, die gleich drei Grüns arg in Mitleidenschaft zogen und 1992 kannte eine Herde Kühe keine Gnade und grasten nach einem Ausbruch auf den Fairways und Grüns des GC Rasmushof. Auch die Arbeiten an der Beschneiungsanlage für die Kitzbüheler Streif, die im Winter direkt zwischen siebten und achten Loch und übers neunte Fairway führt, konnten dem Platz etwas anhaben und all die Mühen haben sich nun schlussendlich gelohnt:

Eine weitere Investition in die Verlängerung des Platzes, nach all den Unbillen macht sich bezahlt: Seit heuer ist der Rasmushof mit dem ÖGV wieder gut, nicht nur weil die Geschichte von damals verjährt ist sondern, weil man durch den Ausbau der Holes 1, 2, 4, 5, 6 und 7 endlich die geforderte Länge erreicht, um geratet zu werden und somit handicapwirksame Turnier ausrichten zu dürfen.

 

Adresse:
Hermann Reisch Weg 15, 6370 Kitzbühel
Telefon:
+43 5356/652 52-53
Fax:
+43 5356/652 52-49
Email:
golf-rasmushof@kitz.net
Webseite:
www.rasmushof.at
Präsident(in):
Signe Reisch
Manager(in):
Signe Reisch
Sekretariat:
-
Platzname:
Golf- und Landclub Rasmushof
Öffentlich:
ja
Loch:
9 Loch
Par:
54
Länge:
2352 bis 2798 m
CR Gelb:
57,5
CR Rot:
56
Slope Gelb:
83
Slope Rot:
80

Übungsanlage
 
Beschreibung:

Chipping/Putting Area, Driving Range

Beheizte Range:
nein

Greenfee:
 
Art:
18-Loch-Fee 9-Loch-Fee
Greenfee:
18-Loch Mo–Fr € 35,–
18-Loch Sa, So, Fei € 41,–
9-Loch Mo–Fr € 25,–
9-Loch Sa, So, Fei € 31,–
Golfkarten:
Golf Alpin Card
Nur Rangefee:
frei

Golfschule:
ja
Name:
Golf- & Landclub Rasmushof
Telefon:
05356/652 52-53
Email:
golf-rasmushof@kitz.net
Internet:
www.rasmushof.at
Headpro:

Sean O`Connor € 50 / 50 min

Pro:

Colin Hodgsen € 50 / 50 min

PE-Kurs:
€ 1.357,-- inkl. 7 Übernachtungen mit Halbpension im Rasmushof Hotel Kitzbühel
TE-Kurs:
€ 1.438,-- inkl. 7 Übernachtungen mit Halbpension im Rasmushof Hotel Kitzbühel
Golfschnuppern:
ja
Datenstand: 2016-05-04

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