708 GC Walchsee [0]

EINE FAMILIENSAGA – 1989 beschloss Leonhard Astl, der Besitzer des Gasthofs Moarwirt, auf seinen Wiesen in Walchsee einen kleinen Pitch- und Putt-Platz zu errichten.

Naturnah und ursprünglich: so präsentiert sich der GC Walchsee in Tirol

Als die Golfer langsam herauswuchsen – vor allem Astls Sohn Leo jun., der die Golf-HAK in Stegersbach besucht und mittlerweile im Nationalkader steht –, ging der gelernte Landwirt Astl 1996 an die Erweiterung.
Grüns und Fairways waren niedrig gemähte Naturgrasspielbahnen, baulicher Aufwand war so gut wie keiner vorhanden. Der ÖGV erteilte eine Genehmigung, aus dem Hobby wurde ein ernsthafter Club (der mittlerweile 450 Mitglieder hat, darunter Prominenz wie Konstantin Wecker), den Astl mit seiner Frau Sigrid führte.

Bald darauf begannen die Zores, bedingt durch Astls weitere Ausbaupläne und die Nähe des Golfplatzes zum Naturschutzgebiet Schwemm. Der WWF legte sich quer, Astl matchte sich mit den Umweltschützern durch alle Instanzen. Im Jahr 2000 wurde der Platz behördlich gesperrt, weil auch großflächiges Rasenmähen – mehr war es ja nicht – genehmigungspflichtig sei, so die Höchstrichter.

Doch wenn ein Tiroler sich was einbildet, und das aus gutem Grund – die Schwemm blieb von den Golfern unbeeindruckt, wie auch Gutachten bewiesen –, kann sich ein Kopf in einen Dickschädel verwandeln. Astl kämpfte um sein Projekt – gegen Landesräte, Richter, den WWF –, und dieser Kampf ruinierte ihn beinahe. Erst minus drei Millionen Schilling später (so viel machten Anwalts- und Gutachterhonorare, Strafen und Verhandlungskosten aus) hatte es Astl Anfang Mai 2001 schriftlich: Golf und Ökologie sind am Walchsee kein Widerspruch.

Grüner gehts nimmer: Händische Froschsortierung
Im Mai 2001 begann Astl mit dem Ausbau, wie er jetzt fertiggestellt wurde: Neun Spielbahnen im unaufgeregten Design, mit den Ecken und Kanten der Landschaft und nicht mit dem Bagger gegen sie. Und unter ständiger Beobachtung der Naturschützer:
So gibt es am Moarhof eine permanente Froscherhebung per Schutzzaun und händischer (!) Sortierung durch die Greenkeeper.

Doch Astl kann nix mehr aufhalten. Als ihm 1998 beinahe der gesamte Gasthof niederbrannte, baute er ihn zum kleinen Hotel wieder auf und setzte voll auf Golf – noch ehe die Genehmigungen alle da waren. Die wesentlichen Argumente für Golf am Moarhof sind neben der lockeren Atmosphäre im Club die absolute Ruhelage, die günstigen Tarife, die Golfschule und das nette Restaurant mit vorzüglicher Küche. Und weil schön langsam alle sehen, dass Golf und Schwemm sich bestens vertragen, träumt Astl von weiteren 18 Spielbahnen. Ein Rohplan ist eingereicht, und die notwendigen Instanzenwege sind für Astl keine unbekannten: Er ist jeden Meter bereits mehrfach gegangen.

Adresse:
Schwaigs 42, 6344 Walchsee
Telefon:
+43 5374/53 78
Fax:
+43 5374/200 65
Email:
gcwalchsee@golf.at
Webseite:
www.moarhof.at
Präsident(in):
Leonhard Astl
Manager(in):
Sigrid Astl
Sekretariat:
Sigrid Astl, Alexandra Astl
Platzname:
GC Walchsee Moarhof
Öffentlich:
ja
Loch:
9 Loch
Par:
72
Länge:
4888 bis 5644 m
CR Gelb:
71,3
CR Rot:
73
Slope Gelb:
131
Slope Rot:
126

Übungsanlage
 
Löcher:
9
Beheizte Range:
nein

Greenfee:
 
Art:
18-Loch-Fee 9-Loch-Fee
Greenfee:
18-Loch Mo–So, Fei € 49,–
9-Loch Mo–So, Fei € 32,–
Nur Rangefee:
frei

Golfschule:
ja
Name:
Performance Golfakademie Colin Hodgson
Headpro:

Coling Hodgson
60 Min. 49,–

Pro:

Leonhard Astl

PE-Kurs:
335,–
TE-Kurs:
335,–
Golfschnuppern:
nein
Datenstand: 2016-05-04

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