703 GC Innsbruck-Igls [0]

36 Löcher am Tag

Gleich zum Einstieg ist eine Gratulation fällig. Der GC Innsbruck-Igls wird heuer 70 Jahre alt: Traditionsreiches Golf oberhalb der Landeshauptstadt.

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Den 70er feiern die Innsbrucker allerdings nicht, man wartet aus traditionalistischen Gründen noch zu. Dabei wären die Plätze in Rinn und Lans-Sperberegg bereits herausgeputzt und in Feierstimmung, ein Ergebnis der aufwendigen Umbau- und Sanierungsarbeiten der letzten Jahre.

Betreiber dafür war von Seiten des Clubs der Vorstand unter Präsident Heinrich Menardi, der seit 1996 amtiert. Planung und Design der Platzumbauten stammen von Diethard Fahrenleitner und Barbara Eisserer. Auf dem Lanser Platz, der bereits seit 1999 ein modernes Clubhaus besitzt, wurden 2004 die Grüns 2/8 umgebaut, eine Fairwaybewässerung installiert und der Teich an der sechsten Bahn vergrößert. Architekt Fahrenleitner: „Auch die Grasnarbe wurde komplett erneuert. Durch das Alter – Lans wurde 1945 angelegt – war der Rasenfilz schon so gigantisch, dass der Boden kein Regenwasser mehr speichern konnte.“ Geblieben ist der vertraut-familiäre Charakter des Platzes, der einem englischen Parkland-Kurs nachempfunden ist. Durch nahezu ebene Fairways ist Lans ideal für eine schnelle Runde „zum Auslüften“, wie Clubmanager Gerhard Nagele es nennt.

703 GC Innsbruck-Igls
Anschrift Rinn: Oberdorf 11, A-6074 Rinn;
Lans: Sparbeggweg 223, A-6072 Lans
Telefon Rinn: +43 5223/781 77
Fax Rinn: +43 5223/781 77-77
Web www.golfclub-innsbruck-igls.at
Email office@golfclub-innsbruck-igls.at
Greenfee 65/70 Euro
Mitgliedschaften auf Anfrage
Jahresgebühren auf Anfrage
Platzdaten Rinn: 18 Loch, Par 71, 4896 bis 6133 Meter;
Lans: 9 Loch, Par 66, 4124 bis 4623 Meter

Auch wenn Lans trotz seiner dezenten Hindernisse nicht so einfach zu spielen ist: Der sieben Kilometer entfernte 18-Loch-Platz in Rinn ist eindeutig die sportlichere Wiese. Nicht nur durch seine Länge, sondern auch die auf „der Nordseite eines Südhangs“ (Nagele) liegenden Fairways. Vom Tee zum Loch fallen die Niveauunterschiede nur bei einigen Bahnen auf (etwa 13/14) und sind spielerisch nie ein Problem. Doch liegen die Fairways auf entlang der Höhenschichtlinien angelegten Terrassen, womit man am Ende der Runde doch etliche Höhenmeter in den Beinen hat.

Auch Rinn wurde in den letzten Jahren konsequent aktualisiert, wobei Rinn-Kennern das Finish (die Löcher 15 bis 18, Par 4/5/5/3, sind jetzt vier Bahnen mit viel Charakter) und das erweiterte Clubhaus speziell auffällt. (Für die Zukunft hat Golfarchitekt Fahrenleitner für Rinn noch einige Ideen, etwa, wie er die „unfairen Grünsituationen“ an den Löchern 3/11/12 abändern könnte, aber die Mitglieder wollen nach den Umbauten verständlicherweise jetzt einmal einige Jahre keine Bagger sehen.)

Das verbindende Element von Lans & Rinn ist auch Gastronom Werner Ginther. Dieser ist nach Jahren im Ausland nach Innsbruck zurückgekommen und kocht sowohl in Lans als auch in Rinn auf. Gemeinsam bieten die zwei Lokale mehr als 200 Sitzplätze, das reicht auch für den größten Ansturm bei Turnieren.

alt Dass Innsbruck ein Club mit tiefen Wurzeln ist, merkt der Gast daran, dass hier auf wunderbar altmodische Dinge wie die Etikette Wert gelegt wird. Es kann somit durchaus vorkommen, dass Clubmanager Nagele und die Spagettiträger eines weiblichen Gastes nicht kompatibel sind, was dann höflich besprochen wird. Sonst ist es erstaunlich, wie der Mitgliederclub Innsbruck den Spagat schafft, Mitglieder (1026) und Gäste (rund 10.000 Greenfees/Jahr) gleich zuvorkommend zu behandeln, Kompliment. Nie wieder wollen wir das Vorurteil von den sturen Tirolern hören.

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