625 GC Traminergolf Klöch [0]
Bedenkzeit vorbei
Mit der Eröffnung des GC Traminergolf Klöch im August bekommt die Steiermark ihren 25. Golfplatz. Das gute Fundament lässt die eine oder andere kleine Bausünde vergessen machen.
Es ist so weit: Klöch hat einen Golfplatz. Die Traminer-Gemeinde an den südlichen Ausläufern des steirischen Vulkanlandes, nahe der slowenischen Grenze, setzt auf sanften Tourismus. Genussurlaub mit viel Landschaft, Ruhe und lukullischen Spezialitäten; dazu die Thermen- und Hotelinfrastruktur des nahe gelegenen Bad Radkersburg, eine spärliche Golfplatzdichte in der Region und die enorm lange Saison – allesamt gute Argumente für einen Platz. So manche, mittlerweile prosperierende, Anlage hat mit deutlich weniger begonnen.
| 625 GC Traminergolf Klöch | |
|---|---|
| Anschrift | 8493 Klöch 192 |
| Telefon | 03475/300 33 |
| Fax | 03475/300 33 |
| Web | www.traminergolf.at |
| info@traminergolf.at | |
| Greenfee | 50/60 Euro |
| Mitgliedschaften | 500 Euro |
| Jahresgebühren | ab 1086 Euro |
| Platzdaten | 18 Loch, Par 72 4867 bis 5657 m |
Das haben golfbegeisterte Grundstücksbesitzer schon vor über zehn Jahren erkannt und mit einem etablierten Golfplatzarchitekten ein gewieftes Routing ausgearbeitet, das Layout konkretisiert und erste Bagger auffahren lassen. Dann kommt es zwischen den Aktivisten zu Unstimmigkeiten, unter anderen rund ums Oberflächenwasser und dessen Abfluss. Das ehrgeizige Projekt schläft wieder ein. Der Knackpunkt – wie viel Feuchtigkeit kann der Lehmboden aufnehmen, und braucht es einen kompletten, sandigen Neuaufbau der Fairways – bleibt ungelöst. Nachdem das Projekt also jahrelang im Dornröschenschlaf dahinschlummert, nehmen sich 2005 die gewählten Gemeindeväter der Sache an. Mit Hilfe politischer Nähe geht manches einfacher und binnen 18 Monaten Bauzeit ist der Spätzünder nun abgehoben.

Die Realität gewordene 65-Hektar-Anlage weicht an manchen Schlüsselstellen vom ersten Plan ab und setzt auf geringeren Investitionsaufwand. Bezüglich des Wassers hofft man auf die natürlichen Gegebenheiten. Nachdem die junge Wiese die extrem feuchte erste Jahreshälfte gut weggesteckt hat, scheint das Konzept aufzugehen. Allerdings wird man die Erst-Bebunkerung im Laufe der Zeit noch einmal überarbeiten, und auch andererorts nachjustieren müssen: Zu roh wirken Grüns und Bunkerkanten, etwas unausgegoren der „Schnittplan“, alles ganz normal für einen jungen Platz. Wichtig ist: Die Bahnen sind ausgesteckt und bespielbar. Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Zudem punktet der Kurs mit dem landschaftlichen Kapital der steirischen Toskana.

Der Spielbahnen winden sich entlang des lustig dahin laufenden Klausenbaches, der oft ins Spiel kommt – als seitliche Fairwaygrenze oder frontales Wasserhindernis. Eingebettet zwischen den letzten Rücken des steirischen Hügellandes führt das Routing immer wieder an erhöhte Stellen und eröffnet Fernblicke in die Ebene des südlichen Murtales bis nach Slowenien. Die ersten neun Löcher liegen entspannt und relativ flach in der Au, während die zweiten Neun, zum Dorf hin, gut genutzte Höhenunterschiede aufweisen. Ausgezeichnet ist der Ausblick vom Clubhaus: Aus erhöhter Hanglage überblickt man einen Großteil der Fairways und die schöne Landschaft.
Headpro Eddie Cooper betreibt eine Außenstelle der angesehenen Modern Golf Academy – weitere Schulen: Freiberg, Graz, Reiting – und ist damit Herr über eine üppige Range mit 4-Loch Kurzspielplatz und tollem Panorama. Obwohl der Platz eben erst eröffnet hat, sind bereits über 100 Mitglieder eingeschrieben – ein gutes Zeichen.






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