620 GC Bad Waltersdorf [0]

Nummer 8 lebt! – Bring deine besten Drives mit, und du wirst Spaß haben,“ Mag. Klaus Geyrhofer, oberster Manager der Murhof-Gruppe lockt sirenenhaft.

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(aus GR 6/2005)

Bad Waltersdorf, per se schon voll auf den Wellnesstouristen getrimmt, macht jetzt einen auf Golf & Wellness. Dank 18 gut gelungener Holes – wir verraten später mehr – und vor allem dank der großzügigsten Übungseinrichtungen ever.

Die Murhof-Gruppe hatte dank ihres Chefs, des noch bis März aktiven ÖGV-Präsidenten Mag. Johannes Goess-Saurau, schon immer ein großes Herz für den Golfsport. Mit einer derart barocken Ausstattung von Driving-Range, Putting-Grüns, Chipping-Grüns und Bunker-Grüns übertrifft Waltersdorf jedoch sämtliche Erwartungen. Und das sag ich nicht, weil ich dem Präsidenten Honig ums Maul schmieren will: Das sag ich, weil ich echt begeistert bin – und Sie es auch sein werden. Drei in einem Halbkreis angelegte Terrassen-Abschlagplätze (zweimal Rasen, einmal Matte) und drei richtig große Übungsgrüns (eines zum Putten, ein zweites, um Chips und Putts aus allen Lagen zu üben, und schließlich ein drittes, um Bunkerschläge zu perfektionieren) machen selbst aus einem Trainingsmuffel wie mir einen Range-Tiger.

Wie überhaupt der Club als Ganzes stimmig und mit viel Hirnschmalz dahinter auftritt, etwas, dass in den 15 Jahren davor, als die Waltersdorfer selbst versucht haben, auf den Golf-Express aufzuspringen, ein wenig gefehlt hat.

Die absolut touristische Ausrichtung hat dem murhof’schen Haus- und Hof-Architekten Michael Pinner in ein Korsett gezwungen, in dem sich der Engländer offensichtlich wohl gefühlt hat. Auf knappen 50 Hektar hat Pinner den Kurs terrassenförmig verlegt und dabei nicht mit Baggeraufwand gespart: 130.000 Kubikmeter Erde wurden von 20 zeitgleich arbeitenden Baumaschinen bewegt, wobei der Großteil auf das Anlegen der einzelnen Terrassen entfiel, die erst einmal in den Hang geschnitzt werden wollten. Was mit dem Aushubmaterial schließlich passiert ist, sieht man ebenfalls auf dem ersten Blick: Stark bewegte Grünumgebungen und listig aufgeworfene Fairways. Pinner, der alte Fuchs täuscht damit das Auge und man tut gut daran, nicht dem Gefühl, sondern der Yardage zu vertrauen. Die Wellen vermitteln oft das (trügerische) Gefühl, dass man deutlich näher am Grün liegt, als es tatsächlich der Fall ist. Geyrhofer: „Die Wellen mussten sein, weil wir so eine bessere Drainagierung des Platzes gewährleisten können. Außerdem sieht es hübsch aus und macht auch vom taktischen Aspekt was her.“

Der Bau des Platzes wurde übrigens erstmals nicht an eine Fremdfirma vergeben, sondern von A bis Z von Alois Obendrauf, dem Head-Greenkeeper von Maria Lankowitz betreut, dem Klaus Geyrhofer Rosen streut: „Das war eine echte Meisterleistung, vor allem die Koordination der Baumaschinen war eine mächtige Herausforderung.“

Alles in allem präsentiert sich der Pinner-Kurs als eine gut gelungene Melange aus viel Platz zum Draufhauen und gleichzeitiger Tempobremse vom Tee. Die Holes 1, 10 und 18 liegen dabei Schulter an Schulter und mangels Rough, das auch in Zukunft nicht geplant ist, darf man sich vom Tee (fast) alles erlauben. Etwas tricky wird es dann ab Loch 2, einem 414 bis 481 Meter langen Par 5, das in der Drivezone mit einem Graben all zu übermütige Longhitter zum Nachdenken auffordert: Man kann ja auch drei Schläge einplanen, will man das Grün erreichen. Danach serviert Pinner jede Menge interessanter Holes. Loch 3 etwa, das als Dogleg konzipiert ist und sich mit 326 bis 379 Meter auch recht hantig spielt, zumal der Schlag ins Grün hügelauf führt. Einem schmucken, nicht all zu langen Par 3 mit einer Wald bedingt engen Schneise ins Grün, folgt ein ebenfalls kurzes, aber nicht minder gefinkeltes Par 4. Bis Loch 9 heißt es durchwegs Hirn vor Länge, ehe dann ein bisschen hasardiert werden darf. Die Back-nine verlaufen dann in einer Art Parallelslalom mit den ersten neun Loch. Witzig: Loch 12, ein maximal 222 Meter langes Dogleg-Par 4, dass Hoffnung auf Birdies macht. Für Longhitter empfiehlt sich bestenfalls ein Holz 3, vielleicht gar ein Eisen 1.

Doch bei all dem Übermut, zu dem uns der Platz einlädt, tut zumindest ein bisschen Vorsicht gut: Denn wer zu viel streut, findet sich oft auf der falschen Terrasse wieder. Ölen Sie also ihre Stimme, damit das Fore auch überall gehört wird.

Übrigens: Auch was die Lage betrifft, kann man dem Platz gratulieren: Keine fünf Minuten von der Autobahn A2 gelegen, Abfahrt Bad Waltersdorf/Sebersdorf, da ist man flink am ersten Abschlag.

Adresse:
Bad Waltersdorf 348, 8271 Bad Waltersdorf
Telefon:
+43 3333/240 00
Fax:
+43 3333/240 00-24
Email:
badwaltersdorf@golf.at
Webseite:
www.golf-badwaltersdorf.at
Präsident(in):
Mag. Johannes Goess-Saurau
Manager(in):
Mag. Peter Weninger
Sekretariat:
Gundi Schweighofer, Karin Buchegger, Simon Steiner, Irmi Wilfling
Öffentlich:
nein
Loch:
18 Loch
Par:
72
Länge:
4753 bis 5667 m
CR Gelb:
69,8
CR Rot:
69,9
Slope Gelb:
121
Slope Rot:
116

Übungsanlage
 
Beschreibung:

Bunkergreen, Chiping- und Pitchingbereich, Putting Green, überdachte und freie Mattenabschläge, großzügige Rasenabschläge

Beheizte Range:
nein

Greenfee:
 
Art:
18-Loch-Fee
Greenfee:
Mo-Fr € 58,–
Sa, So, Fei € 68,–
Ermäßigungen:

Senioren Mi ab € 33,–

Golfkarten:
Steiermark Golf Card
Nur Rangefee:
€ 6,–

Amateur:
Marina Stütz
Schlagzahl/Jahr:
67 Schläge/2007
Amateur:
Robin Goger
Schlagzahl/Jahr:
67 Schläge/2013
Pro:
Lukas Nemetz
Schlagzahl/Jahr:
65 Schläge/2014
Pro:
Philipp Fendt
Schlagzahl/Jahr:
65 Schläge/2014
Pro:
Martin Wiegele
Schlagzahl/Jahr:
65 Schläge/2014
Golfschule:
ja
Name:
Golfschule Bad Waltersdorf
Telefon:
03333/240 00
Email:
badwaltersdorf@golf.at
Internet:
www.golf-badwaltersdorf.at
Headpro:

Haysam Youssef € 50,00 / 50 min

Pro:

Haysam Youssef € 50,00 / 50 min

PE-Kurs:
ab 99,–
TE-Kurs:
199,–
Golfschnuppern:
ja
Datenstand: 2016-05-04

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