610 GC Gut Freiberg [0]
Freiberger Geschichten
Wenn Fairways sprechen könnten, so könnte man in manchem Golfclub viel Lustloses vernehmen: Hin und her, rauf und runter, Himmel ist uns fad!

Auch nach der Erweiterung auf 18 Loch (ab 1999) änderte sich nichts am erstaunlichen Variantenreichtum des Clubs nahe Gleisdorf, was den Platz vor allem für Turnier- und Greenfeespieler zum lohnenden Ziel macht. Wie gesagt: Jammerschade, dass die Löcher nicht getauft sind. Denn ebenso, wie man auf schottischen oder englischen Plätzen sofort Bescheid weiß, heißt ein Loch Railway, The Alps oder Sahara, ließe sich auch für die Freiberger Fairways allerhand Treffendes finden.
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610 GC Gut Freiberg |
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| Anschrift | Freiberg 32 A-8200 Gleisdorf |
| Telefon | +43 3112/62 70 |
| Fax | +43 3112/62 70-13 |
| Web | www.gc-gut-freiberg.at |
| office@gc-gut-freiberg.at | |
| Greenfee | 55/65 Euro |
| Mitgliedschaften | ohne Einschreibgebühr |
| Jahresgebühren | ab 1297 Euro |
| Platzdaten | 18 Loch, Par 72, 5099 bis 5955 Meter |
Vielleicht sogar auf Steirisch: Loch 1, Gmahte Wiesn, weil ein breites und komfortabel kurzes Par 5 zum Warmwerden. Loch 2, Kulm, in Anlehnung an die Flugschanze, weil dieses Par 3 in der Direttissima ins Tal führt. Loch 3, Zielwasser: Die vier Teiche, die das Fairway rechter Hand begleiten, sind nicht ungefährlich. Loch 4, Nix zum segn, bezeichnet ein Par 4 mit einem blinden, ersten Schlag. Loch 5, Obacht, ist dann ein kurzes Par 3, das dennoch mit Vorsicht zu genießen ist.
Weiter zur 6, Zach, weil mit 470 bis 557 Meter das längste Par 5. Die 7 heißt Schöckl, weil der Grazer Hausberg einem auf dem Tee über die Schulter schaut. Die 8, Goashaxn, beschreibt ein am Hang liegendes Dogleg rechts und die 9 (Palatschinken) nimmt Bezug auf das flache Grün des Par 3s.
Sie sind auf den Geschmack gekommen? Wenn ja: Dann geht’s weiter mit der 10, Hohlweg, einem schlanken Bergab-Par-3 auf ein eher kleines Grün am Wasser. (So Sie durch Gerüche aus dem neu gestalteten Restaurant, das Sie auf dem Weg zum zehnten Tee passieren, auf andere Geschmäcker gekommen sind: Keine Angst, die Wirtsleute kochen bis Fairway-Schluss.)
Es folgen die Spielbahnen elf (Vorschlag Net nochlossn, weil lang und sehr strategisch ausgelegt), 12 (Trockn bleim, kurzes Dogleg links am Bach entlang), 13 (Net feig, Mutige kürzen auf diesem Par 5 beim zweiten Schlag übers Out links ab) und 14 (Sandkistn, ein zähes, langes Par 3 über Wassergraben und Bunker). Die 15 (Auffi, weil als Dogleg links einen leichten Hang hinauf führt) und 16 (Um’d Kurvn, ein pikantes Dogleg links um eine Roughzone herum) sind ein Vorgeschmack auf die 17 (Pfiat di, Boll!, ein kurzes, aber schwieriges Par 4 mit einem Grün, das sich als schmaler Pelzkragen hinter einem Teich verbirgt.) Auf der 18 (Verlies) unter dem Schloss ist das nach links hängende Fairway schwierig zu treffen und auch das Grün ist verflixt klein.
Ein abschließender Blick auf die Scorekarte wirft zwei Fragen auf: Hätte man intensiver auf der hübschen Range und dem großen Putting-Grün üben sollen? Oder reicht zum Ausgleich ein längerer Aufenthalt im Clubhaus bei Jause und Radler? Entscheiden Sie selbst.





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