512 GC Mittersill-Stuhlfelden [0]

Kaum Steigung, viel Neigung

Ein Blick auf die Landschaft mit dem Schloss im Hintergrund, stimmt die Golfer im GC Mittersill ruhig, alles scheint am richtigen Ort zu sein – vorerst
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Auf allen 18 Löchern kommt Wasser ins Spiel, immer seitlich, auf zwölf Löchern zusätzlich frontal. Der Tipp von Headpro Tom Paterson scheint offensichtlich, eine ordentliche Portion Mut, eine Ballangel und viele Bälle, vor allem solche, die man schon lange verlieren wollte.

Und für die, die wir behalten möchten, bekommen wir noch ein Überlebenskonzept. „Der Besuch der Driving-Range ist ein absolutes Must“, rät uns Tom Paterson – nicht wegen des Aufwärmens, sondern um die Carry-Distanz unserer Schläge kennen zu lernen. „Die ist ausschlaggebend, wenn man mit und nicht gegen das Wasser spielen möchte.

 

512 GC Mittersill-Stuhlfelden

Anschrift Felben 133
A-5730 Mittersill
Telefon +43 6562/57 00
Fax +43 6562/57 00-10
Web www.golfclub-mittersill.at
Email info@golfclub-mittersill.at
Greenfee 66  Euro
Mitgliedschaften ab 3000 Euro
Jahresgebühren ab 1119 Euro
Platzdaten 18 Loch, Par 70,
5056 bis 5720 Meter

Wasserreich

Mit Respekt starten wir die Runde und treffen schon am ersten Loch frontal auf einen der vielen Bachläufe, die sich durch die Fairways schleichen. Gelassen stecken wir auf den ersten Löchern die Wasserbälle weg und blicken aufgeregt Loch 5 (Par 3, 180/152 Meter) entgegen. „Mein Lieblingsloch“, erzählt Paterson nicht ohne Stolz, „hier habe ich nach 33 langen Jahren mein erstes Hole-in-One erzielt.“ Rechts kommt Wasser ins Spiel, ein Bunker verstärkt die Grünverteidigung – hohen Handicap-Spielern empfiehlt er daher vorzulegen, um den Ball dann mit einem Chip am lang gestreckten Grün gut zu platzieren. Den Rat schieben wir vorerst beiseite und attackieren das Grün. Punktelos aber nicht traurig, denn bei Loch 6 (kurzes Par 5, 463/432 Meter) gibt es scoremäßig einiges zu holen: das Wasser hält sich seitlich und das Grün erliegt uns unverteidigt.

Hundebeine

Auf den zweiten neun ändert sich der Spielrhythmus, Doglegs dominieren den Spielverlauf, das Wasser bleibt. Das schwierigste Loch ist die 13 (Par 5, 559/531 Meter). Hier empfiehlt uns Paterson mit einem Holz vorzulegen – nur wenige schaffen den Abschlag carry über das Wasser. Auch der zweite Schlag verlangt nach Zurückhaltung, ist vorzulegen. Danach bleiben – idealerweise – noch 120 Meter zum Grün. Wir erkundigen uns nach der wahren Freude von Doglegs – den Abkürzungen. Gibt es nicht, antwortet er, jede Abkürzung wäre über Wasser zu spielen und kann so schnell zu einer Verlängerung führen.

Unser Lieblingsloch wird die 16, ein Par 3 (170/132 Meter), bunkerlos mit breitem Fairway. Mit einem kontrollierten Schlag vors Grün haben wir eine reale, wasserfreie Chance auf Par. Der Optimismus hält bis zu Loch 18 (Par 3, 144/110 Meter), wo die Grausamkeit in Form von Wasser (was sonst?), kombiniert mit Kiebizen auf der Clubhaus-Terrasse zuschlägt. Ein ballfressendes Inselgrün, das nur mit einem beherzten Schlag erreichbar ist. Unsicheren Spielern empfiehlt er die linke Seite anzuvisieren, da diese – im Fall des Falles – bessere Droppingmöglichkeiten birgt. Die Zuseher fiebern mit. „Die zocken“, lacht Paterson. Mit uns haben sie sicher einiges verdient.

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