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VON ZART BIS HART – Die Kelten, ein mystisches Völkchen, haben schon gewusst, dass ihre Bäume sensible Lebewesen, und mit verschiedenen Eigenschaften gesegnet sind.

Tolle Turnier-Events am ausgewachsenen Championship-Course: der GC Schärding ist ein aufstrebender Club.

So entstand der Lebensbaumkreis, ein in 21 Perioden unterteiltes Jahr. Ähnlich unseren Sternzeichen sagt man Menschen, die in einer dieser Zeiträume geboren wurden, unterschiedliche Charakterzüge nach. Die in der Nachbarschaft des CGC Schärdings gefundenen Ruhestätten eines Keltenstammes waren für den Golfclub Anlass genug, sich diesem Gedankengut anzunehmen: Und so erhielt der Club 2003 den Beinamen „Celtic“.

Gegründet wurde der Club schon 1995, damals noch keltenfrei, auf private Initiative von ansässigen Wirtschaftsleuten. Diese bilden noch immer die Betreibergesellschaft. Das tatsächliche Geburtsjahr ist aber 1997, als man den ursprünglichen 6-Loch-Platz auf die derzeitigen 18 plus 6 Loch ausgebaut hat.

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 Weil der Name allein aber noch keinen Kelten aus dem Platz macht, wurde bei jedem Abschlag ein Baum aus dem besagten Kreis gepflanzt und mit einem Gedenkstein versehen, inklusive Eigenschaftserklärung. Um die marketingtechnische Auswertung dieser neuen Positionierung kümmerte sich Manager Georg Kronberger, der auch gleich eine Erklärung für das „Celtic“ im Clubnamen parat hat: „Es klingt einfach nach mehr. Stellen Sie sich vor, der GC Fontana würde nur GC Oberwaltersdorf heißen.“ Das verstehen wir.

Den Championship-Platz will man jedenfalls in den kommenden Jahren behutsam noch attraktiver gestalten. So steht etwa auf der zweiten Bahn die Ausweitung und Umgestaltung des Wasserhindernisses vorm Grün an. Der kleine Bachlauf an der rechten Seite wird ebenfalls verlängert, was dem Loch ein schöneres Shaping beschert. Fix ist auch die Umgestaltung des Teichs beim elften Abschlag. Hier soll ein schönes Becken mit Springbrunnen entstehen, das so besser als Wasserhindernis erkennbar ist. Derzeit ist es eher ein wild wucherndes Fleckchen Natur.

Der Zustimmung der Gesellschafter bedürfen noch die von Kronberger angedachten Änderungen auf den hinteren Holes: „Ich hätte gerne einen klassischen Verlauf mit zwei Par 3- und zwei Par 5-Holes, wodurch ein besserer Rhythmus entstünde.“ Aus Loch 12, einem überlangen Par 4 mit Keltenaltar, dem Wahrzeichen des Celtic Golf Course, will er mit kleinen Änderungen ein schönes Par 5 machen. Dafür wird die 13 zum Par 3 und für das 15. Loch wird ein neues Grün gebaut. Auf das derzeitige 15. Grün spielen wir wieder ein Par 3.“ Das würde in der Folge viel Luft für Loch 18 bedeuten, die Kronberger gerne in den derzeitigen 6-Loch-Platz integrieren möchte und so einen netten 9-Loch-Kurzplatz zur Verfügung hätte. Die Entscheidung wird im Sommer fallen.

Keltische Meister
Zurück zum „großen“ Platz, wo Länge vom Tee nach wie vor eines der Kriterien darstellt. Ein weiteres sind die Roughs, wobei in diesem Fall der Greenkeeper über Verderb und Gedeih bestimmt. Je nach Mähroute kann er zwischen handzahm und bissig wählen, wobei das Rough wie ein Klingelbeutel wirkt, der alles was reinfällt unwiderruflich verschlingt. Das geschieht aber vorrangig, wenn die Alps Tour zu Besuch ist (heuer vom 27. bis 29. Juli). In Schärding zu gewinnen ist übrigens ein gutes Omen: Der Deutsche Tino Schuster, Sieger 2005, durfte schon ein Jahr später bei den British Open mit Tiger Woods aufteen. Ob’s an den Kelten liegt?

Profis ganz anderer Art sind Kronberger ein besonderes Anliegen, wobei das Handicap in diesem Fall eine ganz andere Bedeutung bekommt: Die Disabled Championship ein Turnier der Europäischen Versehrten-Golfer-Vereinigung, ging schon vier Mal in Schärding über die Bühne. „Wir haben gute Chancen, 2010 sogar die Europameisterschaft der Versehrten-Golfer nach Schärding zu bringen,“ freut sich Kronberger. Übrigens: Der Celtic Golf Club hat mit Spendengeldern und der Unterstützung der umliegenden Gemeinden auch ein Behinderten-Trolley erstanden. Das knapp 18.000 Euro teure Gerät kann wie ein E-Cart gemietet werden und soll auch Menschen, die an den Rollstuhl gefesselt sind, die Chance geben, schöne Erfahrungen am Golfplatz zu machen.

Die 10-Jahres-Feierlichkeiten des Celtic Golf Club Schärding wurden mit einem Irish-Brunch für Mitglieder gebührlich gefeiert. Für diesen Event hat die in Schärding ansässige Brauerei Kapsreiter eigens ein Keltenbräu eingemaischt. Optisch und geschmacklich prägt das dunkles Malz mit einem Anteil von 75 Prozent das Golfergebräu, das bis zum Saisonende (oder bis es ausgetrunken ist) im Club-restaurant erhältlich ist.

Kapsreiter hat übrigens mit seinem berühmten Landbier Exportverträge nach Irland und macht so auch Guinness Konkurrenz. In diesem Sinne: Alles Gute und „Sláinte“.

Adresse:
Maad 2, 4775 Taufkirchen
Telefon:
+43 7719/81 10
Fax:
+43 7719/81 10-15
Email:
office@gcschaerding.at
Webseite:
www.gcschaerding.at
Präsident(in):
Karl Danninger
Manager(in):
KR Ing. Hermann Haslauer
Sekretariat:
Ernestine Weissenböck
Öffentlich:
ja
Loch:
18 Loch
Par:
72
Länge:
5310 m bis 6034 m
CR Gelb:
71,5
CR Rot:
73,2
Slope Gelb:
125
Slope Rot:
121

Übungsanlage
 
Löcher:
6
Beschreibung:

Josko Academy Course 6 Par 3 Bahnen von 90m bis 156m

Beheizte Range:
nein

Greenfee:
 
Art:
18-Loch-Fee
Greenfee:
Mo–Do € 62,-
Fr–So, Fei € 70,-
6-Loch Academy Course € 22,–
Nur Rangefee:
frei

Golfschule:
ja
Telefon:
+43 7719/81 10
Email:
office@gcschaerding.at
Headpro:

Phil Tate

Pro:

Mike Watts

PE-Kurs:
inkl. TE € 320,–
Golfschnuppern:
ja
Datenstand: 2016-05-17

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