322 GC Adamstal [0]

IM SECHSTEN GANG – Fahren Sie Ski? Dann kennen Sie das Gefühl: Einmal noch durchschnaufen, die Stecken fester in die Hand nehmen, sich abstoßen, in den Hang hinein.

    Ein hochkarätiger Championship-Course mit abenteuerlichen Höhenunterschieden – der GC Adamstal ist ein Meisterwerk der Golfplatzarchitektur

Ein hochkarätiger Championship-Course mit abenteuerlichen Höhenunterschieden – der GC Adamstal ist ein Meisterwerk der Golfplatzarchitektur

Fahrt aufnehmen, erster, zweiter, dritter Schwung, Knie und Hüften wissen, was wir von ihnen erwarten, rasant geht’s abwärts – und dann meint man, dass es jetzt ewig so schwerelos dahin gehen könnte, weil uns alles so leicht von Hand und Fuß geht wie den Vögeln ihr Gezwitscher.

Vogelgezwitscher: Hier setzt das Erinnerungsvermögen nach der Schussfahrt wieder ein. Vier Bahnen im Golfclub Adamstal liegen hinter uns, wir kennen sie als die ersten vier der ursprünglichen 18-Loch-Runde. Wir sind inzwischen gut aufgewärmt und eingestimmt: Schon die Anreise ins niederösterreichische Alpenvorland hat erfolgreich Stress abgebaut, nun folgen erfrischende Postkartenlandschaft, Teppichfairways, Parkettbodengrüns – und erst ein Ball ist im seitlichen Wasser an der Drei verloren gegangen! Die kreuz & quer gemähte Wiese gibt den Rhythmus vor, wir steigen ein ins Hin und Her, fabelhaft: Golfen ist hier tatsächlich wie eine Skiabfahrt (auch wenn es im Gegensatz zu einer solchen runter und rauf geht).

Nach der vier biegen wir auf den neueren Teil des Platzes ein, eine L3+ würde Gastgeber, Ex-Rallye-Ass Franz Wittmann anmerken und damit von einer 90-gradigen Linkskurve sprechen, die man durchaus flotter nehmen kann.

Der Rhythmus bleibt gleich betörend: Ein schlankes Par 4, das uns mit Felsnasen und einem Bunker zum Grün geleitet. Dann die Sechs, ein Par 3, mit Teich links vom Grün, die gemeinsam wie Yin & Yang aussehen. Leider verkörpert Yin in diesem Fall nicht die Luft, sondern das Wasser und ist deutlich opulenter als Yang, der Himmel. (Wie lange wird es dauern, bis Yin mit Bällen aufgefüllt ist? Wir halten Sie auf dem Laufenden.) Die Sieben, als maximal 555 Meter langes Par 5, ist wohl das Signature Hole. Runter und Rauf, Doppeldogleg links-rechts, mit der Landschaft genial verheiratet. Am Ziel wartet ein gut verteidigtes Grün, das all unsere Aufmerksamkeit erfordert: Einfach zum Niederknien (auch wenn der Score miserabel ist).

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Es folgen die Acht (Par 3, wie fast alle Three-Shot-Holes im Adamstal lang und nicht einfach) und die ausladende Neun. Nach der 10, einem Dogleg links um ein Wäldchen herum, geht’s retour auf den alten Platz, auf die bisherige Fünf (nun die Elf). Die 12 (Par 3, wir schlagen als Namen „Zwickerlbussl“ vor) ist ebenfalls neu, dann folgt das bisher schwierigste Loch, das nun als 13 von der Nummerierung her ideal benamst. Zwei bereits bekannte Spielbahnen kommen noch: die alte Sieben (als 14) und die alte Acht (als 18). Dazwischen fügen sich drei neue Bahnen ein: Die 15 zieht als breites Par 5 einen Hügel hinauf, die 16 ist ein Par 3, das laut ruft „Bitte links halten!“ (Ja, da geht’s ganz schön runter in das Unterholz.)
Die 17 strömt nach dem Drive Richtung rechts auf eine als Grün getarnte Aussichtsterrasse, die ähnlich wie die Neun nach Erinnerungsfotos schreit. Apropos Grün: In ihnen steckt allgemein auf den ersten Blick wenig Bewegung. Wer Adamstal kennt, weiß aber: Das ist kein Versäumnis des kanadischen Architekten Jeff Howes, sondern angenehm für schwächere Spieler. Denn: Kurz geschnitten kriegen die Grüns hier ein teuflisches Tempo.

Obwohl recht sportlich ausgefallen (von Weiß bei Par 70 5919 Meter lang bei CR/Slope von 73/136), ist Adamstal aber auch für schwächere Golfer eine Hetz. Bis zu fünf Abschläge machen die Bahnen von der Länge her gut verdaulich. Und bewusst auf Bogey angelegt, verliert auch das grimmigste Par 4 seinen Schrecken, wie wir wissen. Vor allem, wenn dazu die Vögel zwitschern.

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Adresse:
Gaupmannsgraben 21, 3172 Ramsau
Telefon:
+43 2764/35 00
Fax:
+43 2764/35 00-15
Email:
info@adamstal
Webseite:
www.adamstal.at
Präsident(in):
Franz Wittmann
Manager(in):
Franz Wittmann
Sekretariat:
Rolanda Wittmann, Viktoria Grafeneder, Stefanie Weiß, Anna-Lena Kahrer
Platzname:
Championship-Course
Öffentlich:
nein
Loch:
18 Loch
Par:
70
Länge:
4807 m bis 5582 m
CR Gelb:
71,0
CR Rot:
72,2
Slope Gelb:
140
Slope Rot:
131

Platzname:
Wallerbach Course
Öffentlich:
nein
Loch:
9 Loch
Par:
70
Länge:
4366 m bis 4952 m
CR Gelb:
67,7
CR Rot:
69,8
Slope Gelb:
126
Slope Rot:
119

Übungsanlage
 
Löcher:
1x Chipping Green, 1x Putting Green
Beschreibung:

Driving Range direkt beim Golfplatz;

Beheizte Range:
nein

Greenfee:
 
Art:
18-Loch-Fee
Greenfee:
Mo–Do € 80,–
Fr–So, Fei € 95,–
9-Loch Mo–So € 35,–
Golfkarten:
Leading Golf Card
Nur Rangefee:
€ 10,–

Amateur:
Tiago Cruz
Schlagzahl/Jahr:
63 Schläge/2007
Golfschule:
ja
Name:
Golfschule Adamstal
Telefon:
+43 2764/35 00
Email:
info@adamstal.at
Internet:
www.adamstal.at
Headpro:

Billy Mahaffy
50 Min. € 55,–

Pro:

PE-Kurs:
PE-Kurs (8 EH) € 150,–
TE-Kurs:
PE-und TE Kurs an 2 WE € 290,- / inkl. Übernachtung an 2 WE € 310,–
Golfschnuppern:
ja
Datenstand: 2016-05-12

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