313 UGC Ernegg [0]

GOLF, EINFACH GERADEAUS – Trinken die Schotten ihren Whisky pur, nennen sie ihn naked: Genuss ganz straight, gradaus. Ähnlich gradaus wird im GC Schloss Ernegg Golf gespielt.

Der mostviertler Parkland-Klassiker entfaltet sich rund ums Schloss Ernegg.

Keine unnötigen Designspielereien, kein falsches Pathos der Betreiber, kein Gramm gesellschaftlicher Firlefanz: Der GCE ist austrainiert wie einst Sir Sebastian Coe. In Britannien gibt es dutzende Erneggs (und von dort hatten die einstige Clubpräsidentin Hilda Auersberg-Lee und ihr Mann das Konzept mitgebracht), weil in Britannien Golf ein Volkssport ist.

In Österreich hatte es Ernegg deshalb nicht gar so leicht: Für einen Club, in dem der Tankwart mit dem Ölscheich auf die Runde geht, war unsere Golfszene vor zehn, 15 Jahren noch nicht reif. Zudem nicht reif für das etwas nüchterne Ambiente, wie es Ernegg damals aus wirtschaftlichen Gründen pflegen musste.

Die Übernahme des Clubs durch die Sportunion hat am feinen Wesen des GC Ernegg nichts geändert. Die organisatorischen und technischen Abläufe hingegen sind professioneller geworden: Ohne, dass es die Mitglieder und Greenfeegäste unangenehm bemerken, wandelte sich der Club mehr und mehr zum Unternehmen, das investiert, modernisiert, ausbaut, eine Clubzeitschrift herausgibt und sich um große Turniere bewirbt. Geblieben ist jenes Auftreten, das so positiv nach Tradition schmeckt und das man sonst kaum in Österreich findet.

Schlichte Tee-Boxen. Narbige Fairways, bumpy sagen die Briten, die den Ball springen lassen wie ein ausgelassenes Karnickel. Flache Bunker, die zur Fahne hin den Hang einer Welle gleich aufstellen. Auf Naturboden gebaute Grüns mit zum Teil markanten Stufen, manchmal schnell und manchmal langsam und wunderbar geeignet für das erdnahe Anspielen per Chip-and-run. Ein strohiges Rough, das einen die Bälle einfach finden, aber schwierig spielen läßt. Ein guter Mix aus einfachen und merkenswerten Spielbahnen (drei Mal gehts über das Flüsschen Erlauf, einmal an einer Baumallee entlang und die 13, ein Par 3 mit Bunkern rundum, hat designmäßig ohnehin jede Menge Klassiker zum Vorbild).

Loben wir abschließend den Head-Greenkeeper Dave Baker: Seine Strategie little by often hat sich bezahlt gemacht – viele kleine Schritte haben Ernegg zum lohnenden Golfziel gemacht. Noch ist Baker nicht ganz zufrieden: „Ein Golfplatz macht ein Leben lang Arbeit“, sagt er, und in diesem Satz steckt garantiert Raum für weitere Verbesserungen.

Adresse:
Ernegg 4, 3261 Steinakirchen/Forst
Telefon:
+43 7488/767 70
Fax:
+43 7488/711 71
Email:
info@gcschlossernegg.at
Webseite:
www.gcschlossernegg.at
Präsident(in):
Georgina Newall
Manager(in):
SGM (FH) Ralf Peter Reiter
Sekretariat:
Monika Reiter
Öffentlich:
nein
Loch:
18 Loch
Par:
72
Länge:
5089 m bis 5892 m
CR Gelb:
71,0
CR Rot:
72,1
Slope Gelb:
123
Slope Rot:
120

Übungsanlage
 
Löcher:
-
Beheizte Range:
nein

Greenfee:
 
Art:
18-Loch-Fee
Greenfee:
Mo–Do € 54,–
Fr–So, Fei € 64,–
Ermäßigungen:

Sunset-Greenfee ab 17 Uhr € 39,–

Nur Rangefee:
frei

Amateur:
Schmatz Maximilian
Schlagzahl/Jahr:
68 / 2014
Pro:
Georg Schultes
Schlagzahl/Jahr:
66/2013
Golfschule:
ja
Name:
Golfakademie UGC Schloss Ernegg
Telefon:
07488/767 70
Email:
golf@ernegg.at
Internet:
www.ernegg.at
Headpro:

Philip Hedley, Tel. +43 664/606 133 40
25 Min. € 28,–
50 Min. € 50,–

Pro:

Golfschnuppern:
ja
Datenstand: 2016-05-12

Ähnliche Artikel aus dem Archiv

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar