304 GC Amstetten [0]

BIRNBLÜTEN – Wenn das Wochenende naht suchen die Wiener und Linzer einen Platz in günstiger Distanz, ein Stündchen von der Stadtgrenze entfernt.

AmstettenGC

Und weil man sein Benzin ungern unökonomisch einer einzelnen Runde wegen verplempert, plant man vielleicht so: Samstags Aufwärmen, Sonntags ein Turnier – man könnte ja wieder was fürs Handicap tun. Und dazwischen eine charmante Herberge gebucht, nicht zu üppig, aber doch bürgerlich, wie es so schön heißt.

Fällt die Wahl auf den GC Swarco Amstetten-Ferschnitz, ist das nicht die schlechteste. Die Distanz passt, die bodenständige Umgebung im niederösterreichischen Alpenvorland (trägt zurecht den touristischen Imperativ Mostviertel!) ebenso und im Golfclub Ferschnitz lässt sich’s golferisch durchaus zwei Tage aushalten. (Auch länger: Die Greenfee-Wochenkarte kostet erfrischende 200 Euro).

Der GC Swarco (dieses Kürzel lässt sich Unternehmer Manfred Swarovski, ein ganz lieber Freund des Clubs, einiges kosten, was sich positiv aufs Budget auswirkt) startete vor rund 18 Jahren mit neun Spielbahnen, die auf dem Hang hinter dem Clubhaus lagen. Ein bisserl eng ging es damals zu (die Fairways lagen Schulter an Schulter), ein wenig schlicht (flache Grüns, kleine Bunker) und auch die Driving-Range war ein Kompromiss mit offensichtlichem Ablaufdatum. Dann engagierte der Club den französischen Jack-Nicklaus-Schüler Francois Bouchard und befahl ihm die Verdoppelung des Platzes. Was dabei herauskam, lobt Clubpräsident Josef Schimanko höchst überzeugend: „Liebevoll in die Landschaft hineingebaut hat Bouchard die neuen Bahnen, ohne alles umzugraben.“

Bodennah
Die Natur machte es Monsieur Bouchard nicht allzu schwierig: Viele der neu dazu gepachteten Flächen – etwa die Pfarrerwiese mit dem vierten Grün und dem fünften Abschlag – besitzen einen markanteren Charakter, was sich auch auf die Strategie auswirkt: Wer den Ball gut platzieren kann, hat mehr von seiner Runde.

Neu gemischt
Bouchard hat zudem die neun bestehenden Fairways konsequent ausgedünnt (auf ihrer Fläche finden jetzt nur sechs Bahnen Platz), die alten Abschläge neu aufgebaut, Biotope prominenter gestaltet. Wo alt endet und neu beginnt, lässt sich nur noch an den Grüns erkennen: Die von Bouchard gepflanzten offerieren mit ihren Breaks deutlich mehr Möglichkeiten, einen Putt daneben zu hauen.Der Umbau, dessen Spuren längst verheilt sind, verlief in kleinen Schritten, erzählt Präsident Schimanko, aus finanziellen Gründen.
Doch es war gut so, wie die Reaktion von Mitgliedern und Greenfeegästen zeigt. Das Feedback ist wohl auch so positiv, weil die den Platz umgebende Mostviertler Kulturlandschaft mit ihren Obstbäumen, Feldern und Waldecken sich gekonnt zum stressfressenden Ambiente verdichtet. Besonders jetzt im Frühling, wenn die Birnbäume üppig blühen und Gusto machen auf den herbstlichen Most.


 

 

 

 

 

P. S. Weil zuerst von charmanten Herbergen die Rede war: Der Club legt auf seiner (übrigens höchst gelungenen!) Homepage Greenfeegästen das nahe Landhotel Gafringwirt (in Euratsfeld), das Hotel Exel Amstetten, das Hotel zur Post in Melk und das Relax-Resort Hotel Kothmühle in Neuhofen/Ybbs ans Herz, alle offenbar eine Art Gründerhotels.

 

Adresse:
Gut Edla 18, 3325 Ferschnitz
Telefon:
+43 7473/82 93
Fax:
+43 7473/ 82 93-4
Email:
office@golfclub-amstetten.at
Webseite:
www.golfclub-amstetten.at
Präsident(in):
Dietrich Müller-Guttenbrunn
Manager(in):
Dietrich Müller-Guttenbrunn
Sekretariat:
Andrea Wagner, Thomas Salzmann, Astrid Haslinger
Öffentlich:
ja
Loch:
18 Loch
Par:
72
Länge:
5182 m bis 5900 m
CR Gelb:
71,2
CR Rot:
72,6
Slope Gelb:
126
Slope Rot:
124

Übungsanlage
 
Beheizte Range:
nein

Greenfee:
 
Art:
Tagesfee
Greenfee:
Mo–So € 70,–
Gebühren:

9-Loch Mo–So € 40,–
Jugendliche & Studenten € 40,–

Nur Rangefee:
frei

Golfschule:
ja
Name:
Mike Sullivan
Telefon:
+43 676/710 27 01
Headpro:

Mike Sullivan
Preise auf Anfrage

Pro:

Golfschnuppern:
ja
Datenstand: 2016-05-11

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