302 GC Föhrenwald [0]
Der Rain(bow)man
Was hat man uns in den letzten Jahre nicht alles versprochen von wegen saftiger Fairways und Grüns. Auf diesem trockenen Boden? Niemals!

Up and down
Noch bevor man den ersten Abschlag macht, ziehen sie schon die ganze Aufmerksamkeit auf sich: die putzigen Viecherln, die aus unzähligen Löchern herauskommen, über die Fairways und durch die Bunker scharwanzeln, um dann im nächst besten Loch wieder zu verschwinden. Dass sein Nachname an die im Föhrenwald allgegenwärtigen Ziesel erinnert, stimmt Head-Greenkeeper Beasley nicht wesentlich glücklicher, was die Nager anbelangt. Die geschützten Tiere sind in seinen Augen eine veritable Plage. „Ich brauche allein einen Mann pro Tag, um die Steine der aufgeworfenen kleinen Erdhaufen aus den Bunkern und von den Fairways zu entfernen, damit die Messer der Pflege-Maschinen keinen Schaden leiden“, erklärt der gebürtige Engländer, der seit Anfang 2004 im Föhrenwald tätig ist. Und der Platz hat gezählte 73 Bunker, die von den Zieseln mit Vorliebe als Eingangstür in ihre Erdhöhlen benutzt werden. Aber das ist bei weitem nicht die größte Herausforderung, die der Platz an Pflegemaßnahmen stellt.
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302 GC Föhrenwald-Wr. Neustadt |
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| Anschrift | Kleinwolkersdorf 217 A-2700 Wr. Neustadt |
| Telefon | +43 2622/291 71 |
| Fax | +43 2622/291 71-4 |
| Web | www.gcf.at |
| office@gcf.at | |
| Greenfee | 55 bis 90 Euro |
| Mitgliedschaften | ab 4000 Euro |
| Jahresgebühren | ab 1464 Euro |
| Platzdaten | 18 Loch, Par 72, 5078 bis 6302 Meter |
Regen via Handy
Durch den extrem trockenen und harten Untergrund präsentiert sich der Platz wie ein Sieb. Jegliches Wasser trocknet an der Oberfläche schnell weg und versickert im Untergrund. Aus diesem Grund installierte man im Föhrenwald gemeinsam mit Architekt Jeff Howes (der auch für Adamstal und den Murtal-Umbau verantwortlich zeichnete) im Zuge der Rundum-Erneuerung von 2001 bis 2003 eine Bewässerungsanlage, die sich gewaschen hat: Nicht weniger als 500 Regner (allein pro Grün vier Stück) versprühen pro Tag zirka 1.500 m3 Wasser. Damit die Arbeit auch Spaß macht, kann Beasley jeden einzelnen Regner über das Handy ansteuern. Also nicht wundern, wenn das Wasser just in dem Moment zu sprühen beginnt, wo Sie das Grün betreten: Vielleicht haben Sie zu langsam gespielt oder ein Divot nicht zurück gelegt!
Das besondere Bodenprofil bringt aber auch einen großen Vorteil mit sich: Während andere Plätze nach langen, heftigen Regengüssen im Schlamm versinken, spielt es sich im Föhrenwald schon nach kurzer Zeit wieder ganz passabel. Mit seinem neunköpfigen Greenkeeperteam trug Beasley nicht unwesentlich dazu bei, dass die Anlage eine Oase der Ruhe und Gemütlichkeit im naturbelassenen Umfeld wurde. Das 2008 neu gebaute Clubhaus, eines der schönsten in Österreich, hat auch einen wesentlichen Anteil am harmonischen Gesamterlebnis. Also brav Aufessen im Restaurant (was ein Leichtes ist), damit’s schön bleibt – für Regen sorgt ein Handy.





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