205 GC Klopeiner See [0]

Die Sammlung Klopein

Die Idee liegt auf der Hand: ein Golfplatz als Ausstellungsareal. Dass diese Idee von einem Arzt umgesetzt wurde, ist dann doch wieder ein wenig skurril.

 

Aus Golfrevue 2/2003

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Dr. Alfred Celedin, Radiologe in Völkermarkt und natürlich Golfer (Handicap 10), ist der Mann, der hinter dem Aufsehen erregenden Projekt am GC Klopeiner See steckt, das im Jahr 2004 umgesetzt wurde. Celedin hat sich bei einem Bildhauer-Symposium in Maria Saal, nördlich von Klagenfurt dank eines Freundes unter die Künstler gemischt und diese auf die Idee gebracht hat, Skulpturen für einen Golfplatz zu entwerfen.

 

Gegen den Willen des Clubs wohlgemerkt, wie sich Celedin erinnert: „Wir mussten erst Sponsoren auftreiben, um die Skulpturen aufstellen zu dürfen. Dabei ist das Österreich weit einzigartige Projekt doch eine mehr als gelungene PR-Aktion, die auch dem Golfclub zu gute kommt. Dank der Hypo Alpe Adria Bank und der Schöller Bank ist uns das Unterfangen aber schlussendlich doch recht gut gelungen.“

205 Golfpark Klopeiner See-Südkärnten

Anschrift Grabelsdorf 94
A-9122 St. Kanzian
Telefon +43 4239/38 00
Fax +43 4239/38 00-18
Web www.golfklopein.at
Email office@golfklopein.at
Greenfee 65 Euro
Mitgliedschaften ohne Einschreibgebühr
Jahresgebühren ab 1425 Euro
Platzdaten 18 Loch, Par 72,
5413 bis 6043 Meter

Celedin hat, um die Künstler aus Österreich und Italien auch entsprechend auf Golf ein zu schwören, diese für eine Woche an den Klopeiner See eingeladen und ihnen den Golfplatz gezeigt. Die Ernte dieser Arbeit sind insgesamt 18 höchst unterschiedliche Skulpturen, die nun den Klopeiner Golfplatz schmücken.

Ein Künstler, der Kärntner Golfern schon ein Begriff ist, ist Bernhard Mikel. Der Kärntner hat immer wieder Bilder aus seinem Fundus als Siegespreise bei Golfturnieren zur Verfügung gestellt. Nun hat er sich auf Loch 11 verwirklicht: „Golfwürfel“ heißt die Skulptur, eine Anspielung auf das teilweise Glückspielhafte unseres Golfs. Ursula Beiler zeichnet für den „Golfball“ auf Tee 9 verantwortlich. Das Kunstwerk ist wohl in Anlehnung  an den dornigen Weg entstanden, den jeder Golfer gehen muss: Aus einem großen Golfball wachsen von loser Hand verteilt überdimensionale Stacheln.

altEin Ungeheuer lauert am Tee

Ebenfalls interessant ist das „Ungeheuer vom Turner See“ am fünften Tee, geschnitzt vom Italiener Benedetto Morasutti, oder „Lebensfreude mit Optimismus“ (Harry Raab) auf Tee 6. Dabei schaut ein Pärchen dem Golfer sozusagen beim Abschlag über die Schulter.

Der Form halber und damit Sie sich bei Ihrer nächsten Runde in Klopein gleich wissend zeigen können, verraten wir auch die Namen der übrigen Skulpturen: Trennung (Loch 2, Rudolf Pinter), Afrodite (Loch 3, Roberto Merotto), Engel (Loch 4, Manfred Lang-Kropfitsch), Tor der Hoffnung (Loch 7, Harry Raab), Das Boot ist voll (Loch 8, Johann Plank), Traum eines Golfspielers (Loch 10, Flavio da Rold), König (Loch 14, Kurt Spitaler), Euter (Loch 15, Peppo Pichler) und Die Versuchung (Loch 18, Armin Spitzer).

„Wir wollen, dass die Kunst zum Golfer kommt. Nicht jeder Golfer hat nur Augen für den Platz und ein bisschen Kultur schadet ja niemanden“, erklärt Alfred Celedin, der selbst gerne Kunst & Golfreisen unternimmt, den Hintergrund der Freiluftinszenierung. Einen Tag Golf spielen, einen  Tag Kultur genießen sei eine gute Kombination, so der Radiologe, dessen liebstes Urlaubsland Frankreich ist.

Im Sinne der Künstler hofft Celedin, zumindest die eine oder andere Skulptur an den Mann zu bringen. Die Klientel sei jedenfalls die ideale, so der Arzt, der sich aber weniger als Kurator, als viel mehr „nur“ als Initiator sieht.

Und sollten die teilweise überdimensionalen Kunstwerke, die seit dem Vorjahr den Golfplatz in Klopein zieren, auf normalem Weg nicht verkauft werden, überlegt Celedin eine Versteigerung zu Gunsten einer karitativen Einrichtung.

Jedenfalls ist auch der nächste Schritt in Sachen „Sammlung Klopein“ schon in Planung: Beim bereits erwähnten „Kunst & Golfturnier“ werden die Bildhauer Kleinskulpturen ausstellen, die dann im Clubhaus einen Platz finden sollen.

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