204 GC Wörthersee-Velden [0]
Dem Mythos auf der Spur
Wer vollkommene Ruhe, ein unvergleichliches Panorama und einen topgepflegten Kurs sucht, ist auf der Anlage in Velden/Köstenberg, einem der Leading-Golfplätze in Österreich, genau richtig.
Aus Golfrevue 3/2007

Schon auf Loch eins, dem 455 m langen Par 5, verlangt der dritte Schlag (links Wald, schmales Fairway, rechts Wasser, Bunker, tiefes Rough) auf das lang gezogene Grün jegliche Präzision. Das ondulierte Grün fordert genaues Lesen der Puttlinie und ein gutes Gefühl für die Geschwindigkeit. Loch 2 (Par 4) ist kurz, jedoch das Grün ist mehr als tückisch. Es folgt ein Bergab-Par 3, bei dem es nicht einfach ist, den Ball am Grün zu halten. Am anschließenden Par 4 ist ein langer Drive erforderlich, um das große hängende Grün mit zwei Schlägen zu erreichen. Bei Loch 5, Handicap 1, Par 5, muss alles stimmen, um das Par anzuschreiben. Eigentlich nicht so schlimm, oder?
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204 GC Wörthersee-Velden |
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| Anschrift | Golfweg 41 A-9231 Köstenberg |
| Telefon | +43 4274/70 45 |
| Fax | +43 4274/70 87-15 |
| Web | www.golfvelden.at |
| golf-velden@golfktn.at | |
| Greenfee | 72 Euro |
| Mitgliedschaften | auf Anfrage |
| Jahresgebühren | ab 1383 Euro |
| Platzdaten | 18 Loch, Par 72, 4960 bis 5727 Meter |
Weiter geht’s: Das Biotop an Loch 6 denken wir uns weg, der Drive ist daher kein Problem, der Rest machbar. Die hoch liegende Sieben kann man schon in zwei Schlägen erreichen, aber auch mit drei bis vier Versuchen ist es keine Seltenheit. Jetzt eine kleine Entspannung, der Blick in die herrliche Bergwelt und ein kurzes Par 3 fordert nur ein mittleres Eisen aufs Grün. Die Neun verlangt wieder mehr Aufmerksamkeit, ansonsten kann der Ball nach dem Drive schnell rechts ins Gebüsch verschwinden.
Wie alles begann
Der Golfclub wurde 1987 gegründet. Ein Jahr später, 1988, hat man mit dem Bau der 18 Spielbahnen begonnen. Die ersten Jahre bringen nicht den erhofften Erfolg, erst als Manfred Neumayer 1994 als Geschäftsführer engagiert wird, geht es bergauf. „Manfred hat massiv auf Qualität gesetzt und unter seiner Mithilfe wurde das Golfland Kärnten gegründet“, lobt Sint seinen Vorgänger. Eine schwere Phase macht der Club noch vor drei Jahren durch, als 90 Mitglieder zum neu gegründeten GC Finkenstein wechselten. „Diesen Abgang konnten wir aber fast wieder kompensieren“, zeigt sich Sint erleichtert.
Mit speziellen Angeboten und noch mehr Qualität, was ja nur schwer machbar ist, will der neue Chef noch mehr Mitglieder und Greenfee-Spieler nach Köstenberg locken: „Wir werden mit den Volksschulen in Velden und Köstenberg etwas unternehmen.“ Zweitens will der engagierte Manager vermehrt die Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen zum Golfsport bringen und spezielle Familienpakete schnüren.
Qualität hat einen Namen
Für die Qualität des Kurses ist seit vielen Jahren Headgreenkeeper Othmar Jäger verantwortlich. Ein Tüftler, der vieles ausprobiert hat, unzählige Gräser testete und nur das Beste für seinen Platz zur Anwendung bringt. Was Jäger Sorgen bereitet, ist die Wassersituation. „Das Wassermanagement ist zurzeit das Schwierigste auf dem Platz. Ich muss viel improvisieren, ein Angestellter ist nur für den Wasserhaushalt zuständig. An trockenen Stellen hilft er händisch nach“, erzählt der leidenschaftliche Greenkeeper, den das Thema Wasser nicht loslässt. Jäger wünscht sich einen unterirdischen Speicher. „10.000 Kubikmeter wären optimal. Die verwende ich dann, wenn alle anderen Ressourcen aufgebraucht sind“, so Jäger. Der Haken dabei: Diese Investition verschlingt zwischen 500.000 und 800.000 Euro.
Am Ende wollen wir von Roland Sint wissen, was das Geheimnis von Velden ausmacht? „Der Kurs verlangt nur gutes Kursmanagement und Taktik, dann ist er leicht zu zähmen“, schmunzelt er wissend. Und was bleibt uns anderes über, als ihm zu glauben.





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