211 GC Kaiserburg [0]

Kaiserliches Golf

Der Club in Bad Kleinkirchheim hat einen waschechten Monarchen als Gründungsmitglied – Skikaiser Franz Klammer nämlich, den man hier öfters auf freier Wildbahn beobachten kann.

Aus Golfrevue 4&5/2006

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Abschlagen & Wohlfühlen heißt ab sofort der neue Slogan, unter dem der GC Kaiserburg seine Mitglieder und Gäste begrüßt. Für den Platz selbst muss man ohnedies kaum Marketing betreiben, hat sich der zweitälteste Golfplatz Kärntens doch über die Jahre einen guten Namen gemacht: Durch die Höhenlage ist man auch im Sommer von etwaigen Hitzewellen abgeschirmt, marschiert auf stets saftig grünen Fairways und die pittoresken Holes 10, 11, 12 und 18 sowie der Shuttle von Loch 16 zum 17. Tee sind bereits landauf landab bekannt.

 

211 GC Kaiserburg
Anschrift Plass 19
A-9564 Patergassen
Telefon +43 4275/594
Fax +43 4275/594-4
Web www.golfbkk.at
Email golf@ski-thermen.com
Greenfee 70 Euro
Mitgliedschaften auf Anfrage
Jahresgebühren 1000 Euro
Platzdaten 18 Loch, Par 72,
4997 bis 6006 Meter
6 Loch Kurzplatz

Erstaunlich: Obwohl Bad Kleinkirchheim winters (tolle Pisten) als auch sommers (Thermalbad, Wanderberge) ein beliebtes Touristenziel ist, hält sich der Trubel in Grenzen. Uns Golfern kann das nur recht sein: Der Erholungswert einer Runde am GC Kaiserburg ist damit umso höher.
Der Platz ist spektakulär und dennoch stets ein Teil der Landschaft. Man darf dem Briten Donald Harradine noch nachträglich zu seiner famosen Designarbeit gratulieren. Wer allerdings an seinem Slice ebenso hängt wie an seinen Bällen, der kommt möglicherweise ins Grübeln.

Vorsicht ist schon vor der Runde geboten. Wärmen Sie sich nicht so hastig auf, denn Bad Kleinkirchheim liegt auf 1100 Meter Seehöhe, da schnaufen Untrainierte schon beim schnellen Umziehen. Eine Runde Echtes Alpingolf mit teils engen Fairways, Geländestufen (an der 12), Wasserhindernissen (Loch 6, 9 und 14, uuaaahhhh), Biotopen und interessanten Grüns. Wer drauf kommt, dass es ihm an Präzision mangelt: Der Club führt (nur wenige Autominuten entfernt) eine hübsche 6-Loch-Übungsanlage samt Range.
Nach der Runde empfiehlt sich ein Menü im Tscherner-Wirt (dort können Sie Golf reden, die Wirtsleute haben einen Golfprofi zum Sohn, Florian Prägant) oder ein Besuch bei Ex-Skirennläufer Wolfram Ortner, der sich als Schnapsbrenner, Zigarrendreher, Whisky-Hersteller und Kaffee-Röster zum lukullischen Original entwickelt hat. Oder Sie buchen einen Platz im Karl-Bad, wo nach alter Tradition im Feuer aufgeheizte Steine das Badewasser erwärmen.

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