Augen auf beim Kauf [0]

Ja, die golferische Vergangenheit. Damals waren die Golfseniorinnen und -senioren noch geschwind mit der Hüfte und trafen jeden Ball im süßen Punkt, was sie gar nicht so selten zu sicheren Singles (auf dem Golfplatz!) machte. Doch dann kam die golferische Gegenwart. Es zwickt und zwackt ein wenig im Auf- und Durchschwung, was Tempo kostet. Und ein größerer Schlägerkopf würde auch bisweilen helfen, grade bei den längeren Eisen…
Richtig: Es ist der falsche Stolz, sich mit steifen Schäften und schnittigen Blades herumzuquälen, wenn weiches Graphit und Großkopfschläger (oder fehlerverzeihende Fairwayhölzer) das Spiel einfacher und lustiger gestalten. Lassen Sie sich deshalb beim Pro einen Fitting-Termin geben und dabei überprüfen, ob Lie, Loft, Flex, Griffstärke und Kopfform Ihrer Schläger noch optimal passen.
Passt der Lie nicht, steht der Schlägerkopf entweder auf der Spitze (Bälle neigen dazu, rechts wegzugehen) oder auf der Ferse (Bälle tendieren nach links). Spielen Sie Schläger mit zuwenig Loft (dieser Fehler wird besonders häufig beim Driver gemacht), machen Sie sich durch die flache Flugbahn und die geringere Gutmütigkeit das Leben schwer.
Ist der Flex des Schafts zu gering, also der Schaft zu steif, kann das Schlägerblatt nicht rechtzeitig gerade (square) und damit optimal zum Ball kommen und sie pushen die Bälle nach rechts. Auch das Gewicht der Schäfte (und damit der Schläger) kann im Alter zu hoch sein: Da hilft dann kein Schafttausch – dieser würde die gesamte Balance des Schlägers durcheinanderbringen –, sondern nur ein neues Set.
Eine falsche Griffstärke kann sich ebenfalls in Fehlschlägen nach links (Griff zu dünn) und nach rechts (Griff eher zu dick) auswirken. Um festzustellen, welche Schlägerkopfform für Sie geeignet ist (Gewicht eher in der Sohle, lange/kurze Schlagfläche), braucht es auf jeden Fall einen Pro, der nicht nur technologisch beschlagen ist, sondern auch ihren Schwung kennt. Ob Eisen oder Hölzer ist dabei egal: Beide Arten können mittlerweile durch verschiedenste Konstruktionstypen genau auf den Spieler abgestimmt werden.
Hinterfragen sollten Sie auch den Ball, den Sie spielen. Die Industrie hat in den letzten Jahren jede Menge Bälle mit verschiedenen Flugeigenschaften/Distanzen, für unterschiedliche Schwungtempi und mit mehr oder weniger Feedback (nicht nur im kurzen Spiel wichtig) konstruiert. Um den optimalen Ball für sich herauszufinden, heißt es, nach der Erstberatung im Pro-Shop einmal ausführlich zu testen. Haben Sie Ihren Favoriten gefunden, sollten Sie unbedingt bei ihm bleiben: Häufiges Wechseln macht unsicher.
Worauf gerade ältere Golferinnen und Golfer besonders achten sollten, ist das geeignete Schuhwerk. Mich wundert, wie wenig Spieler Rücksicht auf ihre Füsse nehmen. Sich die Schuhe nur danach auszusuchen, ob sie zur roten/gelben/grünen Hose passen, ist sich selbst gegenüber fahrlässig. Bedingt durch den Bewegungsablauf des Golfschwungs sind viel mehr Eigenschaften wie guter Seitenhalt und qualitative Sohlengestaltung entscheidend. bedenken Sie jedoch: Wer nur auf flachen, wetterbegünstigten Plätzen und möglicherweise viel per Cart unterwegs ist, wird andere Golfschuhe brachen als jemand, der in einem hügeligen Gelände golft, wo es häufig Schusterbuben regnet.





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