Eröffnung am Attersee [0]

Mit dem Abschlag des Goldenen Balles und einem prächtigen Sommerfest feierte der GC am Attersee seine offizielle Eröffnung – mit BILDERGALERIE

 

Anna Hagara beim Abschlag mit dem Goldenen Ball

Schon in der vergangenen Saison hat man den Platz Schritt für Schritt zum Spiel freigegeben. Dieses Frühjahr ist alles noch einmal schön angewachsen und nun ist der Platz ohne Einschränkungen bespielbar. Mit der offiziellen Eröffnung hat man sich Zeit gelassen, auch um die Fertigstellung des großzügigen Rangegebäudes abzuwarten. Mit toller Architektur und Oberflächen aus feinsten Materialien beherbergt es ein kleines Buffet, das Sekretariat, Umkleidemöglichkeiten, die Golfschule und Caddyboxen.
Am Platz ist die Pflegequalität schon jetzt stark. Teeboxen, Fairways, Bunkerkanten und der Bewuchs der Grüns sind quasi makellos. Kritik setzt erst bei der Griffigkeit der Puttoberflächen ein. Noch einige Zeit und vor allem Sand ist notwendig, bis sie dem angestrebten hohen Standard entsprechen.

 

 

 

Mit Greenkeeper Russel Ellingworth, der Erfahrung aus Himberg und vom Diamond CC mitbringt, hat man einen echten Spezialisten an Board. Apropos Spezialisten: auch die Golfschule setzt mit Headproette Sandra Fischer auf hohem Niveau an. Gute Seele am Platz und eloquenter Vertreter nach außen ist der ehemalige Segelheld Andreas Hagara, der als Clubmanager eine kompetente Galleonsfigur gibt.

Ein landschaftlicher Überblick
Der neue Platz gliedert sich grob in drei Teilbereiche: Die ersten sechs Löcher führen sanft über den aussichtsreichen Rücken zwischen den Ortschaften Attersee und Nussdorf. Im zweiten Abschnitt geht es Parkland-artig den Ackerlingbach entlang Richtung Süden, wo die Halfway-Station die weiteste Ausdehnung der Anlage markiert. Mit überraschenden Steigungen führt das Routing zurück in die weiten Moore über dem See. Im letzten Teil spielt man rund um eine naturgeschützte feuchte Wiese, bevor das 18. Loch zurück hinauf zum Club führt.

Die erfahrenen Golfplatz-Designer vom Büro Eisserer-Fahrenleitner-Bösz hat bei zähen Gründstücksverhandlungen und aufwändigen Auflagen rund um den Naturschutz ein weitläufiges Routing verwirklicht, dass in der kleinteiligen Landschaft eine beeindruckende Masse an romantischen Orten erschließt. Auf etwa jedem zweiten Loch kann man den See sehen. Die berühmte Thermik des Rosenwindes begleitet uns am ganzen Platz.

Das 1er mit Yachtclub und See

Die Clubfarben: Grün und Blau

Das Finishing Hole

Tipps für den ersten Turn
Die relativ kurzen Löcher am Anfang bieten einige Chancen auf Pars und vielleicht sogar Birdies – Platzkenntnis zahlt sich hier aus. So sind die Fairways und Grüns der 2 und 3, teilweise blind anzuspielen. Dann wird es entlang des Baches zum Teil eng. Bei meterhohen Wiesen und dichtem Wald entlang der Bahnen sind Sockets streng verboten und beim Target-Golf zwischen Bacherl und hohem Rough ist Ruhig-Blut gefordert. Der Landschaftlich und golferisch stärkste Teil ist das letzte Rundendrittel, das mit den Löchern Loch 12 und 13, zum romantisch gelegenen Doppelgrün und einem anschließenden Risk-and-Reward Drive eingeläutet wird.

Doppelgrün #13 und #16

Aufwändige Grünaufbauten...

...und sanfte Landschaftsarchitektur

Der Platz erinnert von der Lage her an Velden-Köstenberg und hat spielerisch spannende Aspekte wie Fontana zu bieten. Eine besondere Erwähnung gebührt dem eleganten Auftaktloch. In direkter Achse zum traditionsreichen UYCA-Segelclub, ist das lange Par 3 ein würdiger Einstieg in die Golfrunde und schon jetzt das Markenzeichen des Clubs. In der näheren Zukunft dürfte der luxuriöse Blick auf den See als Botschafter für die aufstrebende Golfregion Attersee Berühmtheit erlangen.

Das Sommerfest
Zum ersten Abschlag vor der Range haben sich hochrangige Vertreter der Regionalpolitik eingefunden und die Geistlichkeit spendete Segen. Nach über 20-jähriger Leidensgeschichte rund um die Verwirklichung war den Akteuren Erleichterung, eine große Freude über das Erreichte und viel Stolz anzumerken. Sportdirektor Mag. Niki Zitny und Dr. Erwin Rafetseder vom Oberösterreichischen Verband waren ebenso vertreten, wie Bürgermeister, Landtagsabgeordnete und Bundesräte. Bemerkenswert war die Schmankerl-gespickte Rede von Vorstandsmitglied Walter Mairinger, der als maßgeblich Beteiligter, nicht ohne sanfte Seitenhiebe, den langen Weg von den ersten Phantasien bis zur historischen Eröffnung wortgewandt nachvollzog.

Partyfotos: ©dieOberösterreicherin (4)

 

 

 

 

Link: www.golfamattersee.at

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