Equipment oder Gimmick? [0]

Die modernen Golf-Helfer am Smartphone sind echte Tausendsassa, deren Bedienung kostet aber Zeit und vielleicht die Nerven der Flightpartner.

 

Ob sinnvoll oder nicht – die elektronischen Helferlein kosten Zeit!

Traditionel besteht die Ausrüstung eines Golfers aus 14 Schlägern. Ehemals war das ein recht starres System mit einem Driver, den Hölzern 3 & 5, 7 Eisen, 3 Wedges und einem Putter. Heute muss man sich  aus einer Vielzahl von Hölzern bis zu unzähligen Hybrids und vielfältigen Wegdevarianten in allen erdenklichen Loft und Bounce Variationen sein Set zusammensuchen.

Die Anzahl jedoch bleibt gleich. Dazu kommen noch Accessoires wie Schirm, Ballangel, etc… Und seit einiger Zeit diverse elektronische Geräte…

Der Lauf der Dinge
Smartphones werden mit Scoring Apps ausgestattet, es gibt GPS Geräte zur Standort bzw. Entfernungsbestimmung und natürlich die im Vergleich fast schon antiquiert wirkenden Laser Entfernungsmesser.

Der Effekt all dieser Gerätschaften ist jedoch oftmals ein zweifelhafter. Haben Sie schon einmal gewartet, bis der Flight vor Ihnen einen 33.5 Meter Pitch von 3 Seiten vermessen hat um den Ball dann mit viel Faiwayanteil in den Bunker zu schupfen?

„Schnell“ wird noch das aktuelle Score inklusive Schlägerwahl in die Statistikdatenbank am iPhone o.ä. eingegeben, bevor man zum nächsten Tee aufbricht.

Nach Einlangen der GPS Daten zur Distanzanalyse, genauer Betrachtung von Wind und Bodenverhältnissen und dreimaligem Schlägerwechsel toppen die Kollegen dann den Ball ins Gebüsch – na bravo!

Auch die Pros trödeln
Aus gegebenem Anlass, da 2 Profis (Ross Fisher, Morgan Pressel) in den letzten Turnieren nicht unwesentliche Strafen kassiert haben für „Slow Play“, empfehle ich daher diese modernen Geräte wenn, dann sinnvoll zu nutzen!

Rund ums Grün muss keine Distanz ausgemessen werden wenn es um ein Schnitzel und ein Glas Wein geht.

Score Statistiken, die nicht dem Trainingsfortschritt sondern nur der akustischen Penetration der Flighpartner nach der Runde, bei stundenlanger Selbstanalyse & Verherrlichung im Clubhaus dienen, sind ihre 79 Cent für die App nicht wert. Ihre Golffreunde werden es Ihnen danken, die Starter und Platzmarshalls ebenso.

Darum Einsatz dieser Geräte JA, aber sinnvoll und mit einem Auge auf der Zeit.

Ähnliche Artikel aus dem Archiv

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar