Arm-locking statt Anchoring [0]

In naher Zukunft werden drei Berührungspunkte beim Putten nicht mehr erlaubt sein. Wer trotzdem lange Putter nutzen möchte, könnte mit dem Arm-locking glücklich werden.

Beim Arm-Locking wird der Schaft an den Unterarm der führenden Hand angelehnt.

Mit ziemlicher Sicherheit ist ab 2016 ein dritter Berührungspunkt beim Putten verboten. Die Überlangen Putter dürfen dann nicht mehr an Bauch („belly“), Kinn oder Brust („broomstick“) abgestützt werden. Eine Alternative ist der vom US-amerikanischen Pro Matt Kuchar seit längerem erfolgreich eingesetzte Puttstil. Kuchar verwendet weiterhin einen langen Putter und nutzt den gesamten linken Unterarm als Stütze.

Stabilität und Kontrolle
Konkret wird ein überlanger Putter um die 39“, also etwas kürzer als gängige Belly-Modelle, mit der führenden Hand (bei Rechtshändern also die linke) normal gegriffen. Der überstehende Schaft wird an den Unterarm gepresst. Die zweite Hand kann dann wie gehabt im Overlap- oder Claw-Stil positioniert werden. Der Clou dabei: Nachdem der Schaft den Unterarm quasi verlängert muss der Schaft auch ca 4° nach vorne geneigt im Kopf montiert werden.

Altbekannt: der Cobra „Tricep“ nutzte die selbe Schwungidee

Das Konzept ist übrigens alles andere als neu! Cobra hatte vor gut 15 Jahren schon einmal eine ähnliche Idee. Beim „Tricep“ Putter sollte ein überlanger ebenso nach vorne geneigter Schaft unter die Achsel der Führhand geklemmt werden um das Schulterpendeln quasi zu erzwingen. Der Tricep verschwand damals sozusagen aus eigener Kraft wieder von der Bildfläche, nach den neuen Regeln wäre er sowieso verboten…

Odyssey’s Antwort auf die neuen Regeln: der neue „Dart“ in der Arm-Lock Variante

Callaway wird vorerst 2 Odyssey–Modelle ( #7 und Dart ) als Arm-Lock Variante anbieten. Beide haben die Köpfe der Belly Modelle sowie den Belly-üblichen Lie von 71°. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit bis die anderen Hersteller auf diesen Zug aufspringen.

 

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