4Ball-Challenge

4Ball-Reporter: Tage der Jahrundertflut [0]

ADMIRAL Vierball-Reporter: Ich nahm mein Telefon zur Hand, wählte die Nummer meines Freundes Manfred und begrüßte ihn mit den Worten: „MOI MOI – Schiff Ahoi!“

 

Montag 3 . Juni um 8.30

Josef „ Sepp „ Ramsl beim Fischen eines Balles ( wegen Identifizierung ) aus dem überschwemmten Wastearea der Spielbahnen 7 und 8 .

Die vergangenen Tage der offenen Schleusentore des Himmels bleiben wohl jeden lange Zeit im Gedächtnis. An Golfspielen war meines Erachtens nicht zu denken. Der Platz in Altentann, sowieso nicht der Trockenste und bei so einem Wetter …. Keine Frage … unser Match muss wohl verschoben werden!

Ich fragte also meinen Spielpartner im Scherz wann wir uns in Altentann treffen sollen. Manfred antwortete kühn und trocken, entgegen meinen Erwartung: „Ich mach mich jetzt fertig und wir sehen uns auf der Drivingrange gegen um 9 Uhr 30. Der Platz ist offen und bespielbar“, bestätigte Manfred, außerdem seien unsere Spielkontrahenten bereits unterwegs.

Also machte ich mich ein wenig widerwillig, aber im Eiltempo auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und danach über die Autobahn nach Altentann. Die Fahrt war begleitet von Unheilsmeldungen über das Radio: Pegelhöchststände, Vermurungen und Strassensperren…

Auch galt mein ungläubiger Blick der Außentemperaturanzeige, sie blieb bei der 6 Grad stehen. Endlich in Altentann angekommen hatte es gefühlte 2 Grad, doch wenigstens hatte der Nieselregen aufgehört. Schnurrstracks begrüßte ich unsere beiden Kontrahenten am Parkplatz, die sehr einfach auszumachen waren, weil ja sonst niemand da war.

Golf für Abenteurer
Schnell noch ein paar Bälle auf der Drivinrange und los gings. Unsere Spielpartner Sepp und Franz, nette Burschen und zudem gute Golfer, machten genauso wie wir gute Miene. Nein nicht zum bösen Spiel – sondern zu den Wetterbedingungen. Die Ergebnisse waren aufgrund der Verhältnisse nicht herausragend, aber das ein oder andere Par gelang dann doch, besonders durch das Puttwunder, Franz.

Dieser lieferte wirklich schön gespielte erste Neun ab, bei denen wir aufgrund taktischer Fehlentscheidungen schon zwei Down lagen. Bei Loch 10 waren wir gar schon drei down … eine gespielte 6 unsererseits gegen eine 5 von Sepp und Franz .

Leichte Euphorie zeichnete sich in den Gesichtern der beiden ab. Plötzlich einsetzender Regen mit Wind verschärften nun die Spielbedingungen. Loch 11 und 12 , mit zwei gespielten Pars von mir – und schon waren wir wieder Even und alles schien offen. Nun setzte das Taktieren ein, und keines der Teams wollte zuviel riskieren. Ein weiteres Par von Franz dem Puttwunder auf der 16 und wir waren wieder einen Schlag down.

Unglücklicherweise waren wir nun dazu gedrängt aktiver und somit auch aggressiver zu spielen. Lediglich Franz und Manfred gelang es den Ball von Tee 17, ein Dogleg Par 4 nach links, auf dem Fairway zu platzieren. Die Schläger schienen, für einen geraden Schlag schon zu rutschig und Sepp und ich bugsierten den Ball unwiederbringlich ins hohe Gras.

Showdown im Finish
Meine Hoffnung galt natürlich meinem Freund und Spielpartner Manfred , der aber bis zu diesem Zeitpunkt , seine golferischen Qualitäten, ziemlich im Verborgenen gehalten hatte. Beide legte ihren zweiten Schlag vor, Sepp und ich waren nur stumme, aber hoffende Begleiter. Dritter Schlag, und der Ball meines Freundes landete glücklich auf einem 2 Meter breiten Grünstreifen zwischen Wasserhindernis und Out – Grenze . Aufmunternd sagte ich: „Chip–Putt–Bogey!

Es schien als wollte Franz das Spiel nun endgültig entscheiden. Ein beherzter Schlag, der Ball segelt Richtung Grün und Fahne, eine kurze Windböe und der Ball landet neben dem Green. Nun hat er ebenso die Möglichkeit zum Up&Down.

Wir näherten uns dem Grün und stellten ungläubig und entgegen aller Erwartungen fest , dass der Ball von Franz im Out lag. Franz musste wieder an seine ursprüngliche Stelle zurück und spielte eine 7 , Manfred zitterte eine 6 ins Loch – Gleichstand. Auf der 18 wurde es richtig spannend. Wir waren nicht mehr zum Lochgewinn gefordert, da wir bei Schlaggleichheit die Back Neun gewonnen hätten und somit eine Runde weiter wären.

Franz das Puttwunder und Sepp der Fischer ( siehe Bild ) waren nun gefordert. Drei Bälle am Fairway und Sepp im Wasser, die Chance war nun hoch das Spiel zu gewinnen. Zweiter Schlag: alle weiter am Fairway, bzw. Fairway-Rand, mit der Aussicht auf die Attacke ins Inselgrün.

AltentannNEU3 AltentannNEU2 AltentannNEU1

 

Taktieren Taktieren Taktieren
Franz greift aus 130 m an und versenkt seinen Ball knapp im Wasserhinderniss. Sepp bereits mit einem Strafschlag bedacht, liegt auch mit seinem vierten Schlag nicht am Grün. Freie Bahn also für uns. Jetzt heißt es den Ball vorlegen und erst mit dem vierten Ball rauf aufs Grün, und im schlechtesten Fall zwei Putts und eine 6 spielen. Wer glaubt denn jetzt noch an ein Chip In und an ein Wunder?

Wir zittern den Ball auf die grüne Fläche des 18 ten Loches machen zwei Putts und somit die gespielte 6 – Sepp jedoch entschlossen das Wunder von Altentann wahr werden zu lassen – chipt beherzt und locht fast noch ein, so nah an dem Wunder und an unserer Herzattacke dran .

Sepp locht schließlich, seinen kurzen Putt, ebenso wie wir zur 6 – Schlaggleich. Nach mehr als sechs Stunden spanndendem Golf haben wir aufgrund der besseren Backnine das Match gewonnen – durchgefroren, durchnässt, aber glücklich weiter – So ist Golf!

 

Werden auch Sie ADMIRAL-Vierball-Reporter!
Wie?
Schicken Sie Ihren Rundenbericht mit einem Foto an redaktion@golfrevue.at.

 

 

 

Ähnliche Artikel aus dem Archiv

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar