Donnerstag 22. März 2012, 08:30 Uhr

Wer wird ÖGV-Präsident? [1]

Bei der ÖGV-Präsidentschaftswahl tritt Dr. Wilhelm Gorton mit seinem Team gegen den amtierenden Präsidenten Franz Wittmann an. Als Kritikpunkte gegen das amtierende Team führt Gorton vor allem die hohen Personalkosten und ineffzientes Marketing an. Franz Wittmann weist alle Vorwürfe von sich.

 

Franz Wittmann vs. Wilhelm Gorton – das Rennen um den ÖGV-Präsidenten!

Das Team rund um Wilhelm Gorton, das sich am 24. März der Wahl stellt, ist gespickt mit Top-Leuten: Hubert Neuper, ORF-Lady Sissy Mayrhoffer oder der Vorarlberger Unternehmer Stefan Delacher sind nur einige Namen, die Gorton um sich versammelt.

Hauptkrititkpunkte am amtierenden Team sind einerseits die enormen Personalkosten, aber auch die schwache Ausbeute im Marketing. Gorton: „Ein Verband, der rund 5 Millionen Euro umsetzt, leistet sich mit 8,5 Arbeitskräften bei über 700.000 Euro Personalkosten einen deutlich zu teuren Verwaltungsapparat. Das wird jeder, der unternehmerisch denkt, so sehen.“

Als ehemaliger Berater bei McKinsey und nunmehrigen Boss der „Hohe Brücke“ – ein Sponsor des ÖGV – will Gorton die drei Top-Posten im Verband neu ausschreiben und zu marktkonformen Preisen besetzten. „Ich glaube nicht, dass der Posten eines Generalsekretärs notwendig ist. Wir wollen je einen Manager für die Bereiche Sport, Marketing und Service, die direkt an den Vorstand reporten,“ so Gorton. Dezidiert lobt Gorton die Arbeit von Niki Zitny: „Im Sport gibt es akut den wenigsten Handlungsbedarf.“

Die schillerndste Person im Team um Wilhelm Gorton ist wohl Huberpt Neuper, Ex-Skispringer und Veranstalter der Skiflug-WM am Kulm. Neuper geht mit klaren Visionen an den Start: „Mich interessieren Dinge, die andere für unmöglich halten. Ich weiß, dass es fast schon verrückt ist und dass ich ein Trottel bin, wenn ich das jetzt so sage. Aber das Ziel muss sein, die Nummer eins der Welt oder eine Olympiamedaille zu haben. Man muss an eine Sache einfach glauben.“

 Franz Wittmann weist Vorwürfe zurück

„Sämtliche Zahlen, die vom Team Gorton präsentiert werden, sind haltlos. Wir werden den Beweis am Verbandstag antreten“, weist der amtierende Präsident Franz Wittmann die Vorwürfe gegen die zu hohen Personalkosten und das ineffiziente Marketing zurück.

In den scheinbar zu hohen Personalkosten seien auch die Lohnnebenkosten enthalten, so Wittmann, und auch die Arbeit im Marketing sei in keiner Weise ein Grund für Kritik. „Wir haben sechs Jahre lang harte und gute Arbeit geleistet“, so Wittmann, der auch der Aussage von Neuper, man wolle Olympia-Gold, nichts abgewinnen kann.
„Gerade im Sport haben wir mit den vielen Erfolgen bewiesen, dass wir am richtigen Weg sind“, sagt Wittmann.

Schon vor den Wahlen sind zwei Personalentscheidungen fix: Johann Sulzberger, bislang im Vorstand für Marketing zuständig, legt sein Amt zurück und auch Peter Simersky (Marketing) verlässt den ÖGV.

LINK zum Artikel über den Verbandstag

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Kommentare

Ein Kommentar zu “Wer wird ÖGV-Präsident?”
  1. Andi sagt:

    Es ist Zeit für einen Wechsel! Viel Glück Dr. Gorton!

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