Die besondere Karte [0]

Lyoness-Vorstand Markus Hendrich zählt eher zu den noch „frischg’fangten“ Golfern, allerdings mit mächtig Ambitionen. Und als neuer Presenting-Sponsor der Austrian GolfOpen bringt Lyoness John Daly als „Startgeschenk“ ein. Wow!

Vorab eine kurze Verdichtung zum Thema Lyoness, um das System dahinter zu verstehen, ehe mit Markus Hendrich einer der acht Vorstände zu Wort kommt: Lyoness ist schlicht eine riesige Einkaufsgemeinschaft mit mittlerweile 1,8 Millionen Kunden in 25 Ländern Europas – Tendenz steigend, Asien und Amerika werden gerade aufgearbeitet –, die bei einem Einkauf in rund 150.000 Partnershops beim Shoppen Geld sparen. Die Bandbreite ist dabei genauso groß wie der Kundenstock: Vom Lebensmittelgeschäft bis zum Fertigteilhaus – und für Lyoness-Kartenbesitzer gibt’s beim Einkauf je nach Branche reales Geld zurück. Immer dienstags. Geboren hat die Idee Hubert Freidl, ein Steirer, vor acht Jahren. Heute steht eine schlaue Expansion auf Freidls und der acht Verwaltungsräte Plan. So nämlich heißen die Vorstände in der Schweiz, denn die Konzern-Mutter ist eine Holding in der Schweiz. Und wenn Sie sich nun fragen, woher der Name kommt: Lyonesse (mit „e“ am Ende) war die sagenumwobene Heimat Tristans.

So weit, so gut. Was hat nun Lyoness mit Golf am Hut? Auch das ist rasch erklärt: Mit Tzvetan Wagner, selbst hervorragender Golfer, hat einer der Board Members von Lyoness International vor einigen Jahren begonnen, das Unternehmen im Golfsport zu etablieren. Mit feinen Alps-Tour-Events – in Freiberg ging 2008 das höchstdotierte Turnier dieser Serie über die Bühne – hat man sich nun Richtung European Tour gehantelt, was Markus Hendrich ganz besonders freut: „Ich habe nun ein Ziel vor Augen, nachdem wir einen Dreijahresvertrag mit Emotion unterzeichnet haben: 2013 möchte ich als Singlehandicapper beim Pro/Am aufteen.“ Ein Ziel, das der für den IT-Bereich zuständige Vorstand schon längst hätte erreichen können, liegt sein Erstkontakt mit Golf doch schon 13 Jahre zurück, Platzreife inklusive. Allerdings hat ihn erst bei Lyoness das Virus „erwischt“, vor drei Jahren: „Da war ich mit Kollege Wagner und dem Pro Alex Wernig auf der Runde und habe erstmals gesehen, wie es richtig ginge. Und da hat mich der Ehrgeiz gepackt.“ Wernig ist mittlerweile bei Lyoness tätig und unterstützt den neuen Director Marketing & Communications  Mathias Vorbach bei der Umsetzung des Auftritts bei den Austrian GolfOpen.

Dass bei soviel Golf deshalb aber die Arbeit auf der Strecke bliebe, darüber muss man sich keine Sorgen machen. Hendrich: „Natürlich geht die Arbeit vor, und es stehen große Projekte an, vor allem im mobilen Bereich, und da braucht es die IT ganz besonders. Deshalb sind meine Golfstunden und -runden an sich nicht planbar. Aber es macht mir Spaß, zu trainieren. Und ich bin froh, wenn ich ab und zu in der Früh, und da spreche ich von 6 Uhr morgens, auf den Platz komme.“ Das Einzige, wovor sich Markus Hendrich noch ein wenig hütet, ist der Driver. Bei einer Proberunde in Atzenbrugg habe er ihn aber dann doch auspacken müssen: „Der Platz ist richtig lang.“

Internationale Ausrichtung. 
Das intensive Engagement im Golfsport, nunmehr auf Tour-Niveau, ist Lyoness übrigens nicht blauäugig angegangen: John Daly war zwar eine Idee, die vom Veranstalter kam, den endgültigen Ausschlag gab dann aber das Thema „Emotionalisierung & Internationalität“, wie Hendrich und Vorbach betonen: „Wir haben gewusst, dass der Output für Lyoness im Bereich der Alps Tour in jeder Hinsicht begrenzt ist, mit der Reichweite und den Übertragungszeiten passt das Engagement nun perfekt zu unserer Ausrichtung.“

Denn mit der Cashback-Karte ist man bereits in den USA vertreten, will den Markt aber noch besser aufarbeiten, und mit Jänner 2012 steht dann Asien für Lyoness am Programm. Aus diesem Grund sind auch für die Austrian Golf Open einige Überraschungen geplant. Welche? Die will uns Hendrich nicht verraten – „Dann wär’s ja keine Überraschung“, so der 43-jährige Steirer verschmitzt. Keine Überraschung ist, dass es heuer einen Super-Tuesday geben wird, mit John Daly, und dass der Gala-Abend im Kloster Und im Zeichen der Lyoness-eigenen „Child & Family Foundation“ stehen wird. Hendrich: „Wir unterstützen mit der Foundation Projekte in Ländern, in denen Bildung ein Problem darstellt. Aktuell ist das unter anderem eines in Honduras.“ Auf der Homepage kann man übrigens ganz einfach eine Projektidee einreichen, die dann überprüft und bei Gefallen von Lyoness unterstützt wird.  Es sei auch angedacht, mit der Foundation von John Daly etwas zu machen, so Hendrich. Apropos: Beim ersten Kennenlernen mit dem Superstar während der British Open hat dieser versprochen, sich outfitmäßig auch für Österreich etwas einfallen zu lassen. Eine weitere Stufe, die Lyoness am Weg nach oben helfen wird. Denn das ehrgeizige Ziel lautet, dass bis 2020 fünf Prozent des europäischen Marktes mit der Lyoness-Karte einkaufen und man in der Folge die weltweit größte Loyalty-Programm sein möchte. Wie passend dazu der Spitzname von Daly: The Lion!

 

Zur Person

Markus Hendrich
Board Member Lyoness Europe AG
MD Lyoness Data Service
www.lyoness.at

Geboren: 15. Mai 1968
Handicap: -32
Mitglied: GC Gut Freiberg
Lieblingsplätze: Diamond Country Club, GC Lungau, GC Gut Freiberg

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