Blattschuss am Hochstand [0]

Warum UNIQA-Vorstand Werner Holzhauser mit einem Schlag zum Golfer konvertierte, was es mit seiner allerersten 18-Loch-Runde auf sich hat und wie er sich dank eines tollen Caddies ein Kasperlkostüm erspart hat.

Grundsätzlich macht Werner Holzhauser das Golfen Spaß. Wenn er allerdings ein wenig aus dem Tritt gerät und zarte Rauchwolken über seinem Haupt aufsteigen, ist bei den Flightpartnern kurz Zurückhaltung angesagt. „Ich gesteh: Ab und zu gerate ich ein wenig in Rage, aber das dauert maximal drei Loch“, lächelt der 41-jährige Mistelbacher verschmitzt. So verschmitzt, dass man es ihm gar nicht glauben möchte. „Ich bin im Vertrieb tätig, und da braucht es Emotionen“, erklärt er schlüssig, und wir nicken zustimmend. Als Warnhinweis für seine anderen Schläger hat Holzhauser einen Driver im Bag mitgeführt, der nicht sputen wollte und den er in der Folge etwas fester am Boden aufgesetzt hat. Ehrgeiz braucht eben auch Ventil, und der UNIQA-Vertriebsvorstand ist sowohl beruflich als auch sportlich nach vorne orientiert. Lauscht man dann seinen weiteren Erzählungen über seine nunmehr zwölfjährige Golfkarriere, fällt jedoch öfter das Wort „Spaß“ als alles andere. Und er lässt Anekdoten vom Stapel, die man gerne weitergibt. Etwa jene, als er mit einem Kollegen eine Golfwette einging, nachdem dieser ihn wegen seines Outfits einen Abend lang auf der Schaufel hatte. Holzhauser: „Ich war ganz stolz auf meine rote Hose und das La-Martina-Polo, und er hat mich gefragt, ob ich einen Pyjama anhabe. Also forderte ich ihn zu einer Zählspielrunde auf, deren Verlierer bei einer offiziellen Veranstaltung ein Kasperlkostüm tragen musste.“ Um auf Nummer Sicher zu gehen, engagierte Holzhauser mit Helmut Konrad einen guten Freund und exzellenten Golfer als Caddie und gewann das Duell am Ende mit einem Schlag Vorsprung. „Mein Kollege hat seine Wettschuld anstandslos eingelöst“, lächelt Holzhauser. Helmut Konrad war es übrigens auch, mit dem der Mistelbacher seine allererste 18-Loch-Runde spielte, auf der er gleich den Schlag seines Lebens fabrizierte. Auf Loch 3 (Par 5) versenkte Holzhauser seinen Ball im Hochstand des am Fairway stehenden Baumes: „Aber nur, weil Helmut mir geraten hat, ich soll auf den Baum zielen. Er hat nach meinen Schlägen davor wohl erkannt, dass gerade Schüsse meine größte Schwäche waren. In diesem Fall ein fataler Irrtum.“

Schneller Klick zum Glück. 
Nur wenige Wochen vor seinem Blattschuss machte es aber zunächst „Klick“, ehe der 41-Jährige mit einem Schlag (sic!) alle Vorurteile über Bord warf und Golf doch nicht fad und unsexy fand. Bei einem Kundenevent in Kitzbühel, während der „Streifattack“ (Golfevent der UNIQA über die Streif, Anm.), durfte der Noch-nicht-Golfer Holzhauser Kunden zum Schnuppergolf begleiten – ein 7er-Eisen später war es um ihn geschehen: „Am nächsten Tag war ich schon alles für Golf einkaufen.“ Parallel zur golferischen Weiterbildung des damals für die UNIQA-Tochter MLP tätigen nunmehr begeisterten Golfers verläuft auch das Engagement des Unternehmens seitdem ein wenig ausgeprägter Richtung kleine weiße Kugel. Holzhauser: „Neben den klassischen Kundenturnieren haben wir zunächst einen Alps Tour Event unterstützt und sind dann beim Damengolf angekommen.“ Und dort fühlt man sich seitens UNIQA pudelwohl, wie der Vorstand unterstreicht: „Damengolf ist genauso gut wie Herrengolf, bloß sind die Damen deutlich entspannter. Und es ist einfach bewundernswert, mit wie viel Liebe und Herz das Turnier in Föhrenwald aufgezogen wird. Allein dass Laura Davies immer wieder gerne kommt, ist Beweis genug.“ Die englische Golf-Ikone gehört übrigens zu Holzhausers Favorites, ganz besonders nach einer gemeinsamen Runde im Pro/Am: „Wir haben 18 Loch lang nur gelacht, und sie war für jeden Spaß zu haben.“ Das Engagement beim UNIQA Ladies Open sieht der Mistelbacher jedenfalls als gerechtfertigt und gelungen an: Die Zielgruppe passe, Golf sei ein toller Sport für jede Altersgruppe, auch was das Thema „Gesundheit“ angehe, und schließlich habe es sich sowohl für den Imagetransfer als auch für die Kundenbindung ausgezahlt. Was aber dem Golfsport seiner Meinung nach zur echten Breite noch fehle, sei der etwas kostengünstigere Zugang und eine intensivere Berichterstattung, vor allem im TV.

Holzhauser selbst ist nämlich begeisterter Golf-Passivgenießer und schätzt die Übertragungen der PGA Tour am Abend bei einem Glaserl Wein: „Würde ich Fußball schauen, was aber ohnedies nicht stattfindet, würde mich meine Frau wohl jagen.“ Apropos: Zu seinem Glück ist auch seine Frau begeisterte Golferin, und so steht dem gemeinsamen Familienglück nichts im Weg – egal ob in Österreich („Wir haben tolle Plätze“) oder rund um die Welt. Der Spaß steht dabei übrigens immer im Vordergrund.

 

Zur Person

Werner Holzhauser
Vertriebsvorstand UNIQA Österreich
www.uniqa.at

Geboren: 26. März 1970
Handicap: -18,6
Mitglied: GC Veltlinerland Poysdorf
Lieblingsplätze in Österreich: GC Poysdorf, GC Schloss Schönborn, Diamond Country Club

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