Trackman: Unsere Halbzeitbilanz [2]

Seit Beginn 2016 halten wir Sie über die Ergebnisse unserer TrackMan-Langzeitstudie auf dem Laufenden. Drei Schützlinge des Pros Maximilian Wöss von der Golfschule Salzburg feilen mit dem Coach an ihrem Spiel. Anlass genug für Halbzeitbilanz und einen Ausblick auf die zweite Jahreshälfte.

Maximilian Wöss freut sich mit Ursula Kaufels über ihre Fortschritte

Maximilian Wöss freut sich mit Ursula Kaufels über ihre Fortschritte

Drei „Probanden“, ein Jahr und ein höchst engagierter Golfpro: Das sind die Parameter unserer Golfrevue Lessons 2016. Maximilian Wöss von der Golfschule Salzburg Weng führt Ursula Kaufels, Marco Leeb und Harald Pöschl durch die Golfsaison 2016 und freut sich über die Frotschritte seiner Schützlinge. Ganz besondes natürlich über die rasante Handicap-Entwicklung beim jüngsten „Probanden“, den erst 7-jährigen Marco Leeb, der sich in wenigen Wochen von Handicap 54 auf 38 verbessert hat.

Hier nun ein kleiner Überblick über die drei Golfer, die sich eine Saison lang mit Hilfe von Max Wöss via Trackman ihr Spiel verbessern wollen:

 

Harald Pöschl (33, Hcp 23,6) 

Die Trackman-Daten von Harald Pöschl

Die Trackman-Daten von Harald Pöschl

Haralds Entwicklung ist nach wie vor bemerkenswert. Insbesondere der hohe Speed, den er nach der anfänglichen Griffumstellung durch den Schlag bringt, beeindruckt Wöss. In den nächsten Monaten wird es nun darum gehen, das Erlernte zu stabilisieren. Die Schlagfläche ist bei Harald inzwischen im Durchschnitt leicht geschlossen (-1,2), die kommenden Übungseinheiten werden sich mit dem Faktor Launch Direction auseinandersetzen. Wie die Grafik rechts zeigt, gibt es in der Richtung der Schläge noch eine relativ hohe Varianz, die es zu verringern gilt.

 

Marco Leeb (7, gestartet mit Hcp 54, aktuelles Hcp 38)

Marco Leeb macht enorme Fortschritte

Marco Leeb macht enorme Fortschritte

So stellt man sich den Auftakt ins Turnierdasein vor: Marco hat sein Handicap beim Debüt von -54 auf -45 drücken können – einmal mehr ein in Zahlen gegossener Nachweis, welches Talent Marco mitbringt. Inzwischen schlägt er beispielsweise seine Drives regelmäßig mit Schlägerkopfspeed über 60 mph. „Das ist eine gute Geschwindigkeit“, sagt Maximilian Wöss. Allerdings könnte der Smash Factor noch von 1,42 auf über 1,5 steigen, um den Speed in noch mehr Länge umzusetzen: Derzeit fliegt Marcos Drive nämlich noch zu flach (weiße Linie). Er trifft den Ball nicht ganz mittig und in der Abwärts- statt in der Aufwärtsbewegung. Gelingt ihm auch diese Umstellung noch, bewegt sich der Ball in der idealen, grün dargestellten Zone.

Ursula Kaufels (Hcp 12,2)

Ursula Kaufels wird immer akkurater mit ihren Schlägen

Ursula Kaufels wird immer länger mit ihren Schlägen

 Bei Ursula lobt Maximilian die „inzwischen massive Verbesserung und ihren hohen Trainingseinsatz.“ Das schlägt sich in Zahlen nieder: Sie hat den dynamischen Loft in den letzten Wochen von durchschnittlich 24,5 auf 21,3 gesenkt. Sie ist im Treffmoment mit den Händen weiter vorn und hat so auch den Smash Factor erhöht – das wiederum resultiert in deutlichem Längengewinn. Zwischen den beiden Grafiken liegt „nur“ ein Monat Training. Eigentlich ließen die Werte zusätzliche Länge von zwei Metern Carry erwarten, bei Ursula sind es allerdings gleich zehn, „weil sie den Ball so exzellent trifft.“ Die geschlossene Schlagfläche führt zu einer leichten Linkstendenz. Daran wird ab sofort gearbeitet.

 

TrackMan für jedermann? Vom Mehrwert der Datenanalyse

Mister Trackman Austria: Emanuel Frauenlob, der unser Projekt unterstützt

Mister Trackman Austria: Emanuel Frauenlob, der unser Projekt unterstützt

Seit mittlerweile mehr als drei Monaten läuft unser TrackMan-Langzeitprojekt. Ziel der  Studie: Wir wollen beobachten, wie sich die Arbeit mit dem radargestützten TrackMan-System auf das Golfspiel unserer Probanden  auswirkt – und welche Rolle die Datenanalyse dabei spielt. Wenn Sie in den ersten vier Ausgaben der Golfrevue 2016 blättern und die Entwicklung der eifrigen Teilnehmer von Ausgabe zu Ausgabe vergleichen, werden Sie feststellen: Allein anhand der ausgewählten Daten, die wir präsentieren, lässt sich eine Leistungssteigerung bei allen dreien erkennen. Dass man diese Leistungssteigerung auch auf Range und Platz zu sehen bekommt, erklärt sich von selbst. Damit widerlegen wir auch das verbreitete Vorurteil, der TrackMan sei in erster Linie ein Trainingstool für Profis und ein Gadget für Technikverliebte, deren Hobby das Auswendiglernen von Baseballstatistiken ist. Schließlich sind unsere Probanden zwar allesamt ­talentiert, aber weit vom Profilevel entfernt. TrackMan-Manager Emanuel Frauenlob sagt dazu: „Auch der Amateur mit höheren Handicaps profitiert von der Arbeit mit TrackMan. Wirklich zu wissen, was genau im Impact passiert, ist die Basis, um an den richtigen Schrauben zu ­drehen.“
Ein weiterer Vorteil der TrackMan-Analysen: What you see is what you get – das Gerät ist nicht bestechlich und liefert Ihnen objektives Feedback zu Ihrem Spiel. „Mit dieser Grundlage lässt sich Ihr Schwung verbessern. Und zwar nachhaltig“, ist Frauenlob ­überzeugt. Wir werden auch in den kommenden fünf Monaten aufmerksam auf die Datensätze schauen und stellen für Sie zum  Saisonende alle Daten unserer Probanden in einer anschaulichen Abschlussanalyse zusammen. Denn schon unser Physiklehrer pflegte vor Prüfungen zu uns zu sagen:  „Niemals raten, wenn man es auch messen kann.“

Hier finden Sie alle Trackman-Stationen in den heimischen und grenznahen Golfschulen:

OnlineTrackmanStationen

 

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Kommentare

2 Kommentare zu “Trackman: Unsere Halbzeitbilanz”
  1. Werner sagt:

    Ausser beim 7Jährigen, hat sich bei den HCP aber nichts getan!

    • Klaus Nadizar sagt:

      Na ja 😉 das kann man nicht ganz so sehen: Ursulau Kaufels wurde CLubmeisterin und bei Harald Pöschl war das Wetter der größte Konkurrent – alle Turniere, die er spielen wollte, wurden abgesagt…

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