Und jetzt? Plan B! [0]

Wenn auf der Runde plötzlich nichts mehr klappen will und die Knie beginnen zu schlottern, gibt es einfache Tipps die einen zurück auf Kurs bringen. Diamond CC Headpro Mike Inglis verrät wie man sein Score im Zaum halten kann.

Wir kennen das Szenario nur all zu gut: Man trainiert fleißig, der Pro ist zufrieden und das nächste Turnier kann kommen. Die Vorbereitung stimmt und auf der Range läuft alles nach Plan. Auch auf den ersten Bahnen kommen die Flightpartner aus dem Staunen nicht heraus. Dann plötzlich: Die Drives werden krumm, die Annäherungen landen im Kraut und den Putter gibt sich ­bockig wie ein kleines Kind. Die Runde, und vor allem der Socre droht aus dem Ruder zu laufen. Jetzt wird‘s Zeit für den Plan B, weiß Mike ­Inglis.

 

Wenn der Driver versagt : Bei allen Problemen, die auf der Runde scheinbar aus dem Nichts auftauchen gilt: Besser ein Schritt zurück als mit dem Kopf durch die Wand. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt ein wenig auf Technik zu vergessen und seinem Instinkt zu vertrauen.

Der Guru rät: Auf jedem Loch gibt es einen Ausweg! Also schalten Sie ein, zwei Gänge zurück und schlagen Sie den Schläger, zu dem sie das meiste Vertrauen haben, um den Ball ins Spiel zu bringen. Das kann auch schon mal ein 5er- oder 6er-Eisen sein. Kalkulieren Sie ohne weiteres mit einem Bogey. Allemal besser, als den Driver ins Nirvana zu schlagen und das Loch zu streichen. Wenn das Vertrauen langsam wieder zurück kommt, tasten sie sich langsam wieder an den Driver heran.

Attacke abgeblasen – Auch mit Chip & Putt kann man ein Par spielen: Es gibt Tage, da reitet man Grünattacken wie Tiger Woods und solche, da lässt man es lieber bleiben. Speziell, wenn die Fahnen hantig gesteckt sind und man sich seiner Sache nicht ganz sicher ist. Was also tun, wenn die Schläge ins Grün plötzlich einfach nicht gelingen?

Der Guru rät: Nehmen Sie einfach den Stress aus den Schlägen. Oder andersrum: Stellt sich mir ein Hindernis in den Weg, gibt es eine Alternative, dieses zu umschiffen? Ein Ball im Wasser oder im Busch ist meist ein größerer Schaden für den Score, als ein gut überlegter „Zwischenschritt“ um das Hindernis herum. Man riskiert zwar einen Schlag zu verlieren, aber man ruiniert sich scoremäßig nicht ein ganzes Loch. Genauso gilt es für bessere Spieler an solchen Tagen zu überlegen, ob man einenschwierig gesteckte Fahnen attackiert, oder nicht vielleicht doch den sicheren Weg Mitte Grün nimmt. Auch hier gilt: Mit einem guten kurzen Spiel kann ich noch den Score retten, und ein langer Putt kann fallen.

Wider dem Dreiputt – Die Zweistopp Strategie: Das Thema „Greens in regulation“ ist abgefrühstückt: Die Bälle machen (fast) alles, was wir wollen, und trotzdem wird‘s nichts mit dem Par – verflixter Dreiputt.

Der Guru rät: Fehlt es am nötigen Feeling für die Grüns, oder passt einfach der Rhythmus nicht,  verzichten Sie auf „Gierputts“ und konzentrieren Sie sich auf eine entspannte Zwei-Putt.Strategie. Auch wenn die Chance auf den gelochten Singelputt besteht. Dazu stellt man sich am Besten einen Kreis in Durchmesser von einem Meter rund ums Loch vor uns versucht den Ball in diesen imaginären Kreis zu rollen. Von dort sollte der zweite Putt stresslos gelingt. Hin und wieder hat man das Glück und locht einen Singleputt. Ein Bonus, der auch zur Steigerung der Sicherheit beiträgt. Und wenn einmal gar nichts geht: Nicht verzweifeln. Akzeptieren Sie das Ergebnis, genießen Sie das 19. Loch. Es kommen wieder bessere Tage.

 

der golfrevue teaching-guru

Mike Inglis
Diamond Golf Academy / DCC Atzenbrugg
Tel.: +43/2275/200 75
office@diamond-golf-academy.at
www.diamond-golf-academy.at

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