Scoresaver: Prader&Wendling [0]

Eigentlich hat man alles richtig gemacht. Spielkonzept, Ansprechposition, Schwung, alles im grünen ­Bereich. Der Ball fliegt auch noch, wohin man ihn auf die Reise geschickt hat und kommt Mitte Fairway zum liegen.

„A gmahte Wiesn“ für den zweiten Schlag sollte man meinen und doch: Bei näherer Betrachtung ist man ganz schön in Schwierigkeiten. Der Ball rollt doch um den Tick zu weit und liegt genau am Hang einer Fairwaywelle oder gerade so am leichten Abhang oder aber im Divot eines lieben Vordermanns. Alles kein Problem, sagen die Pros vom Trainingszentrum Stanglwirt. Clemens Prader und Ulf Wendling zeigen uns, wie man sich trotz Schwierigkeiten über den Fairwaytreffer freuen kann.

 

 

1. Am AbHang – Die Bergablage
Am liebsten ist den meisten Amateuren eine „brettelebene“ Ball-Lage, so hat man es ja auch auf der Driving Range gelernt. Nun sind aber speziell in unseren Breiten die Bahnen selten ganz ohne Höhenunterschied und schon ein kleiner Abhang treibt uns den Angstschweiß ins Gesicht. Dabei ist es, smartes Training vorausgesetzt, kein Mirakel mit ein wenig Neigung zu spielen.

Der Tipp unseres Teaching-Gurus:
Der Kardinalfehler aller Amateure ist, dass sie sich gegen den Berg wehren, das heißt, sich gegen die Neigung des Geländes lehnen. Das Wichtigste ist aber parallel mit dem Boden zu bleiben. Speziell bei der Bergab-Lage fallen viele Spieler hinter den Ball, da sie versuchen eine Gewichtsverteilung wie auf der Ebene zu erlangen. Das funktioniert aber physikalisch nicht. Bei einer Hanglage ist es normal, dass schon in der Ansprechposition das Gewicht mehr auf dem tiefer stehenden Fuß lagert. Trainieren Sie ein paar Bälle in solcher Lage und machen Sie nach jedem Schlag bewusst einen Schritt nach vorne. Das verhindert, dass sie hinter den Ball fallen und so den Ball toppen oder fett treffen.

 

2. Der Höhenunterschied – Hanglagen
Über oder unter dem Ball zu stehen ist die größte Herausforderung für unser Balancegefühl – ein echter Balanceakt. Bei diesen Balllagen gibt’s ein paar Dinge zu bedenken und zu beachten.

Der Tipp unseres Teaching-Gurus:
Vor dem Schlag machen Sie sich bewusst, dass der Ball eine Kurve beschreiben wird. Suchen Sie sich also ein Ziel, das weiter rechts vom eigentlichen Ziel liegt. Gehen Sie in Ansprechposition und nehmen Sie zuerst einen stabilen, ausbalancierten Stand ein. Jetzt setzten Sie den Schläger hinter den Ball auf. Aus Ihrer Standposition und der Schlägerstellung ergibt sich automatisch ein verkürzter Griff. Durch diesen stabilen Stand verhindern Sie, dass Sie die Balance im Schlag verlieren. Bedenken Sie aber, dass sich der Schlägerradius verkürzt, der Schlag also kürzer als normal wird. Man muss also einen bis zwei Schläger mehr nehmen.

 

3. Mitten Drin statt dran vorbei – im Divot
Eine der ärgerlichsten Spielsituationen ist sicher die Lage in einem alten Divot. Zehn Zentimeter weiter rechts oder links und die Welt ist in Ordnung. Aber nein, der Ball muss genau in die Grube rollen. Ärgerlich auch deswegen, da dies leicht zu verhindern wäre, darum die Bitte: Bessern Sie Ihre Divots aus!

Der Tipp unseres Teaching-Gurus:
Wie auf kahlen Stellen (Golfrevue 1/11) ist auch beim Schuss aus einem Divot wichtig, den Ball sauber und vor dem Bodenkontakt zu treffen. Daher müssen wir versuchen einen etwas steileren Eintreffwinkel zu erzeugen. Das geht ganz einfach, in dem wir unseren Stand ein paar Zentimeter weiter zum Ziel verlegen und unser Gewicht schon in der Ansprechposition eher am vorderen Fuß liegt. Durch die Ball-Lage am hinteren Fuß und die Gewichtsverlagerung nach vorne kommen wir automatisch steiler zum Ball. Also können wir auch den Schwung ganz normal ausführen.

 

Die Golfrevue Teaching-Gurus

Clemens Prader & Ulf Wendling
Golftrainingszentrum Stanglwirt/Going
Tel.: +43/664/750 37 669
info@golf-stanglwirt.at
www.stanglwirt.com

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