Scoresaver: Ladykracher [0]

Frontale Hindernisse, die sich nicht überwinden lassen, getoppte Bälle die quer übers Grün zischen oder geschaufelte, kraftlose Eisenschüsse: Probleme, die vor allem die Damenwelt auf den Golfplätzen verzweifeln lässt. Damit ist jetzt Schluss zeigt Proette Marie Pippan.

Männer versuchen oft mit Brachialgewalt den Ball in die Luft zu bekommen, Frauen dagegen „helfen“ gerne mit, indem sie versuchen den Ball zu schaufeln. Dabei macht diese Arbeit ohnedies der Schlägerkopf-Winkel. Der häufigste Lapsus dabei ist die falsche Gewichtsverlagerung im Treffmoment auf den hinteren Fuß und überaktive Arme. Dadurch kommt man aber viel zu flach an den Ball. Das Resultat: dünn getroffene oder eben geschaufelte, kraftlosen Bälle. Das ist mit ein Grund, warum Damen lieber Hölzer spielen. Dank der Kopfform trifft man den Ball auch in der Aufwärtsbewegung und erzielt dabei trotzdem halbwegs zufrieden stellende Ergebnisse. Um aber den Schläger steiler zum Ball zu bringen, was deutlich mehr Dynamik erzeugt, gilt es zwei Dinge zu beachten: einerseits die Aktivität der Hände ein wenig zügeln und andererseits den Körper aktiv zum Ziel schwingen und somit den Ball mit dem Körper zum Ziel bewegen.

 

 

 

Der Tipp unseres Teaching-Gurus: Markieren Sie auf der Range die Ziellinie ihres Balles und mit einem zweiten Stick im rechten Winkel Ihre Standmitte. Um die Hände ein wenig zu blockieren verwenden Sie entweder einen speziellen „Impact Ball“  oder einen kleineren, nicht voll aufgeblasenen Wasserball, den Sie zwischen Ihre Unterarme klemmen. Beginnen Sie so mit Halbschwüngen bis Sie einen guten Ballkontakt haben und das Gewicht im Durchschwung über die Mittellinie kommt. Wenn Sie sich sicher fühlen, lassen sie den Ball zwischen den Händen weg und steigern Sie langsam den Schwungradius. Ziel: Im Durchschwung die Hände vor den Ball zu bekommen und somit einen steileren Abschwungwinkel zu erreichen. Zudem sollte das Gewicht aktiv auf den vorderen Fuß verlagert werden, um den Ball mit dem Körper zum Ziel zu bewegen. Nach dem Schwung muss Ihr Gewicht fast ganz auf dem vorderen Fuß lasten.

Besser werden rund um’s Green
Im kurzen Spiel sorgt der gleiche Fehler dafür, dass der Ball mit der unteren Kante des Schlägerkopfs getroffen, also getoppt wird und haltlos über das Ziel hinaus schießt. Anders als beim vollen Schwung sollte aber das Gewicht beim kurzen Spiel schon im Aufschwung auf dem vorderen Fuß liegen.

Der Tipp unseres Teaching-Gurus: Um eine ungewollte Gewichtsverlagerung auf den hinteren Fuß zu verhindern, kann man unter anderem mit einem Balance Board üben. Es gibt aber auch einen guten Drill, den  man locker auf der Runde praktizieren kann: Stellen Sie den hinteren Fuß auf die Zehenspitze. Damit verhindern Sie automatisch, dass Sie im Aufschwung hinter den Ball „fallen“. Außerdem kommt der Schläger dadurch steiler an den Ball und der Winkel der Schlagfläche (Loft) kann seine Arbeit machen. Üben Sie bewusst diese Gewichtsverlagerung und Sie werden nicht nur deutlich dynamischere Eisenschläge spielen. Zudem wird Ihr kurzes Spiel solider und getoppte Bälle sind dann Geschichte.

 

 

Der Golfrevue Teaching Guru
Mag. Marie Pippan
Qualified PGA Professional
Staatlich geprüfter Golfinstruktor
TPI Certified Golf Fitness & Junior Coach Level III

GC Schloss Ebreichsdorf
Tel.: +43 (0)699 150 65 743
c.pippan@gmx.at
www.functionalgolf.at, www.gcebreichsdorf.at 

 

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