Schwungvoll im Alter [1]

Wie man auf die geänderten Gegebenheiten reagieren kann, wenn die Bewegung nicht mehr so will wie früher, und damit auch im Alter noch fit für Golf bleibt, verrät uns Tom Paterson, Headpro im Golfclub Mittersill.

 

Der Trick mit dem Hüftschwung 

Ab einem Alter von 45 Jahren, abhängig vom Trainingszustand, verringert sich die Flexibilität zwischen Hüfte und Schultergürtel. Folglich verringert sich mit den Jahren der Schwungradius. Das kostet Dynamik und birgt die Gefahr, mit Ausgleichsbewegungen seinen Schwung massiv zu verändern. Um trotzdem auf eine Schulterdrehung von 90 Grad zu kommen, muss die Hüfte mehr Radius machen. Das wiederum gelingt nur, wenn man ihr Platz gibt – daher muss man den Stand im Aufschwung ein wenig mehr auflösen.

der Guru rät: Bewegung verinnerlichen … Nehmen Sie einen Schläger mit gekreuzten Armen vor Ihre Schultern, um den Drehwinkel kontrollieren zu können. Nun drehen Sie mit normaler Gewichtsverlagerung ihre Schultern so weit wie möglich auf. Den weiteren Weg zu den kompletten 90 Grad muss jetzt die Hüfte bestreiten. Je nach Flexibilität müssen Sie mit dem linken Fuß mehr oder weniger mithelfen und die Ferse vom Boden abheben. Im Durchschwung sollten Sie wieder auf den gleichen Winkel kommen. Strecken Sie nun noch den rechten Arm nach vorne, um ein Gefühl für einen weiten Schwung zu bekommen. Machen Sie diesen Drill immer wieder zwischen den Schlägen auf der Range, um die neue Bewegung zu verinnerlichen.

 

Lange Arme für mehr Radius

Oft möchte man verloren gegangene Flexibilität mit mehr Kraft aus den Armen kompensieren. Das führt meist dazu, dass die Arme verkrampfen, unnötig angezogen werden und die Handgelenke nach vorne oder hinten fallen. Dadurch verliert man wichtigen Schwungradius, Oberkörper und Arme werden eng.

Der Guru rät: locker bleiben … Um wieder mehr Gefühl für einen weiten Schwung zu bekommen, gibt es eine einfache Übung: Strecken Sie die Arme im aufrechten Stand von sich weg und senken Sie dann den Schläger nur mit einer Handgelenksbewegung auf die Schulter. Und zwar auf die rechte Seite für den Aufschwung sowie auf die linke Seite, um das Gefühl im Durchschwung zu verinnerlichen. Wenn Sie diese Bewegung mit Ihrer Körperdrehung verbinden, haben Sie einen guten Golfschwung mit einem großen Armradius.

 

In der Ruhe liegt die Kraft

Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Kondition unweigerlich ab. Das heißt allerdings nicht, dass Sie auf eine sportlich-fordernde Runde verzichten müssen. Auch ein Ausweichen auf reines Buggygolf oder das Verkürzen der Runde muss nicht sein. Fordern Sie Ihren Körper ruhig, aber nutzen Sie Ihre Ressourcen vernünftig.

Der Guru Rät: auf den Körper hören … Gönnen Sie sich Ruhepausen, setzen Sie sich bei Wartezeiten auf die Bank, genießen Sie die Landschaft und den Tag! Verschwenden Sie nicht Ihre Kraft für tausende Probeschwünge, das bringt technisch nichts und kostet nur Kraft, die Ihnen beim Spiel fehlt. Passen Sie auch Ihr Material an die Gegebenheiten an. Wer jahrelang einen Driver mit wenig Loft gespielt hat, sollte umdenken: Mit abnehmender Schlägerkopfgeschwindigkeit sind Driver mit mehr Loft vorteilhafter. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Körpers und sorgen Sie für Energiezufuhr. Essen und trinken Sie häufiger kleine Portionen, aber vermeiden Sie schwere, fette Kost sowie Alkohol. Um den Elektrolythaushalt wieder aufzufüllen, ist gegen das Bier nach der Runde natürlich nichts einzuwenden.

 

Der Golfrevue Teaching Guru

Tom Paterson
Headpro der Golfschule Mittersill
Tel.: +43/6562/5700-20
Mobil: +43/664/355 37 47

 

 

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Kommentare

Ein Kommentar zu “Schwungvoll im Alter”
  1. schneider guenter sagt:

    super

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