Der Zauberer von Oz [0]

Wie im echten Leben gilt auch im Golf: jedes Problem gibt es nicht nur eine Lösung. Kreativität ist gefragt, speziell wenn Witterung oder Platzbeschaffenheit einen anderen Zugang als die hohe Schule verlangt, weiß auch PGA Pro Alex Müller.


Chip ist nicht gleich Chip

Am Anfang lernen wir den Chip mit kurzen Eisen oder einen „chip and run“ mit dem 7er. Später am Platz können wir beobachten, dass alle Spieler am liebsten mit dem Lob- oder Sandwedge den Ball hoch zum Loch spielen wollen. Im Optimalfall bleibt er tatsächlich neben dem Loch liegen. Dieser Schlag gehört aber zu den schwersten im Repertoire eines Golfers. Es ist daher immer sicherer, den Ball zum Loch laufen zu lassen. Seien Sie kreativ und versuchen Sie, mit unterschiedlichen Lösungen zum Ziel zu kommen.

ProTipp: Stecken Sie sich auf der Range Distanzen zwischen zwei und fünfzig Metern ab und versuchen Sie nun mit dem ganzen Ihnen zur Verfügung stehenden Arsenal an Schlägern zur Fahne zu kommen. Üben Sie dies eine Zeit lang und finden Sie heraus, welcher Schläger für welche Distanz für Sie am stresslosesten funktioniert. Es kann dabei durchaus vorkommen, dass Sie plötzlich ihr Hybrid als geeigneten Schläger für den kurzen Chip für sich entdecken. Voraussetzung ist natürlich, dass kein Hindernis zwischen Ball und Loch ist. Variieren Sie dabei auch Balllagen. Wenn Sie Variabilität zulassen, werden Sie auf der Runde keinen Stress mehr mit kurzen Schlägen haben. Ihr Score wird es Ihnen danken.

 

 Das Texas Wedge ist keine Schande

Achtet man, dass vermehrt auch außerhalb des Grüns zum Putter gegriffen wird. Wir alle kennen den Spruch: „Die Scorekarte ist kein Bilderbuch!“ Will sagen: es ist egal, wie Sie an Ihr Ziel kommen – Hauptsache, Sie sind dabei erfolgreich. Bunkerschläge gehören zu den stressigsten Schlägen im Golf überhaupt und kaum ein Spieler steigt ohne Bedenken in die Sandgrube.

ProTipp: Warum nehmen Sie sich nicht den Stress, indem Sie einen Schläger wählen, den Sie sicher beherrschen? Der Putter im Bunker ist keine Schande, seine Anwendung gehört aber geübt. Spielen Sie am Übungsgelände aus den verschiedensten Bunkerlagen mit dem Putter. Das funktioniert sogar bei hohen Böschungen. Voraussetzung für den erfolgreichen Schlag aus dem Sand ist allerdings eine flache Bunkerkante und ein nicht zu weicher Sand.

Ein Eisen für 18 Loch

Wir führen ein ganzes Bag mit jeder Menge Schläger mit uns herum. Natürlich hat jeder seine ganz spezielle Aufgabe, aber jedes Eisen, jedes Holz hat zudem viel mehr drauf, als wir glauben. Ein Driver muss nicht unbedingt nur für den Abschlag funktionieren, man kann auch damit putten und chippen.

ProTipp: Gehen Sie einmal mit nur einem Schläger auf die Runde. Sie werden merken, wie variantenreich zum Beispiel ein 7er-Eisen ist. Die Länge können Sie mit der Ballposition variieren. Putten können Sie mit der Schlägerkopfkante. Erstens werden Sie merken, das Sie kaum mehr Schläge brauchen als mit einem ganzen Set. Und zweitens werden Sie gezwungen sein, für jede Lage eine kreative Problemlösung zu erarbeiten. Versuchen Sie auch, das Ganze mit einem anderen Schläger zu wiederholen und achten Sie auf Unterschiede. Ich garantiere Ihnen: die nächste unangenehme Lage im Rough oder unter Bäumen werden Sie ganz anders lösen und so Ihren Score auf der Runde oder im Turnier schonen.

der golfrevue teaching-guru

Alex Müller
Golfschule Alex Müller
Golfclub Salzburg Rif

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Mobil: +43/ 664 / 14 53 981

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