Überlastungen des Körpers [0]

Egal ob Senior oder Youngster. Meldet der Körper „Überlastung“, läuft der Golfschwung nicht rund. Wer unvorbereitet zu viele Bälle schlägt und seinem Körper keine Erholung gönnt, läuft Gefahr Muskeln, Sehnen, Gelenke und sogar Knochen zu beleidigen. Dabei ist es ganz einfach Überlastungen zu vermeiden.

Die 18 Loch-Anlage des GC Mariahof ist der sportliche Schauplatz des SAAB 4Ball Challenge FinalwochenendesÜberlastungen treten im Sport immer dann auf, wenn die „Reparatur“ des Gewebes mit der laufenden „Belastung“ von Strukturen nicht mithalten kann. Diese einfache Erklärung macht schon klar, wie wichtig die Regeneration des Körpers nach einer Beanspruchung ist. Zusätzlich gilt, dass ein trainierter Körper mehr aushalten und schneller regenerieren kann, als der Körper eines untrainierten Golfers. Der allgemeinen Fitness kommt hier große Bedeutung zu. Treten nach dem Training oder dem Spielen einer Golfrunde Schmerzen auf, sollte man schnell und richtig reagieren, etwaige Schwellungen sollten zudem nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Meist können zwei bis drei golffreie Tage ausreichen, um dem Körper Zeit zu geben, sich zu erholen. Bestehen Beschwerden länger als 12 Stunden, ist das Aufsuchen eines Sportmediziners oder Orthopäden ratsam. Die richtige Form der Belastung kann langfristige Beschwerden vermeiden. Wer darauf achtet, hat mehr Freude am Training und am Spiel. Golfspezifische und individuell gestaltete Fitnessprogramme sollten im Golf eine Selbstverständlichkeit werden. Helfen können auch Sauna-Gänge, Infrarot, aktives und passives Dehnen, Massagen, Elektro-Therapie, Entspannungs-Techniken und andere Formen des Regenerations-Trainings .

SENIOREN:
Bei Senioren zeigen sich die häufigsten Überlastungen im Bereich der Wirbelsäule (Lendenwirbelsäule) und den Schultergelenken. Auch Golfer- oder Tennis-Ellbogen sind keine Seltenheit. Bei Damen sind oft das linke Handgelenk und der linke Daumen betroffen.

KINDER:
Überlastungen treten meist in Form von unspektakulären Schwellungen oder Muskelkater auf. Überlastungssignale bei Kindern sollten früh erkannt und mit ihnen besprochen werden. Tipp: Der Aufbau einer allgemeinen Fitness im Kindes- und Jugendalter sollte altersgerecht und langfristig geplant werden.

JUGENDLICHE:
Jugendliche schlagen meist eine hohe Anzahl an Bällen auf der Range und unterschätzen oft die Kräfte, die auf ihren Körper wirken. Die Dynamik des Schwunges kann zu Kreuzschmerzen, Schmerzen an den Handgelenken oder Ellenbögen führen. Tipp: Auf ein individuell gestaltetes Aufwärm- und Cool-Down-Programm sollte nicht verzichtet werden. Schon fünf gut investierte Minuten können reichen.

GUTE AMATEURE & PROFESSIONALS:
Starken Belastungen werden vor allem Lendenwirbelsäule und Handgelenke ausgesetzt. Gute Beweglichkeit der Hüftgelenke und der Brustwirbelsäule sind Voraussetzung für Stabilisation und Schonung der Lendenwirbelsäule. Sportliche Handgelenkswinkel im Treffmoment begünstigen bei hartem Untergrund die Entstehung von Überlastungen der Bänder, Sehnen und Gelenke. Die dynamische Stabilisation der Handgelenke und die Koordination der Unterarme kann mit speziellen Programmen trainiert werden. Tipp: Eine Überlänge der Elle gegenüber der Speiche kann bei modernen Schwüngen zu Problemen führen. Hier solle man einen Orthopäden aufsuchen.


Dr. Robert Kocher
Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie
Staatlich geprüfter Trainer
Hcp -2,8

PD Dr. Ernst B. Zwick
Facharzt für Orthopädie, Kinderorthopäde
Titleist Performance Institue Advisory Board Member
Hcp -7,4

 

 

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