Kinder an die Macht! [2]

Problemfall Nachwuchs – Alle Sportarten generieren ihre Talente aus den Kindergärten und Volksschulen. Warum sollte es im Golf anders sein? Ein Umdenken ist dafür aber bitter nötig!

Dem Golfsport fehlt es in letzter Zeit an Nachwuchs. Die Mitglieder-Zahlen in Österreich stagnieren, im Bereich der Jugendlichen sind diese sogar im Sinken begriffen. Umfragen ergeben, dass die meisten Familien an etwa 2,5 Nachmittagen der Woche eine aktive Freizeitgestaltung ihrer Kinder planen. Die Gestaltung der Freizeit ist dabei längst nicht mehr unorganisiert, vielmehr werden verschiedenste Angebote wahrgenommen, um den Kindern ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Die sportliche und künstlerische Ausbildung stehen dabei im Vordergrund. Die mittelfristige und langfristige Planung der Nachmittagsgestaltung findet in den Sommerferien statt. In diesem Zeitraum wird entschieden, was während des Kindergarten-oder Schuljahres gemacht wird. Hier werden die jungen Familien mit zahlreichen Angeboten von Musikschulen, Tanzschulen, Turnvereinen und diversen Sportclubs konfrontiert. Die meisten dieser Angebote konzentrieren sich dabei nicht auf die Sommerferien, sie zielen auf das kommende Kindergarten- oder Schuljahr ab.

Im Golf scheint es ganz anders zu laufen. Hier werden vor allem in den Ferien Kinderkurse und Jugendcamps angeboten, von einer ganzjährigen Golfschule ist selten die Rede. Der Golfsport versteht sich also offenbar freiwillig als Ferienbeschäftigung. Neben den diversen anderen Aktivitäten bleibt meist nur wenig Zeit für Golf. Österreich benötigt langfristig gesehen Jugendliche, die Golf von klein auf lernen und dem Sport verbunden bleiben. Sonst droht manchen Club ein ähnliches Schicksal, wie es in der Vergangenheit Tennisclubs ereilte. Kinder und Jugendliche dürfen nicht als störend empfunden werden, die Wichtigkeit der Jugendförderung sollte nicht nur einigen wenigen Visionären bewusst sein.

Dabei scheint die Lösung relativ einfach. Es gilt den Golfsport als Alternative zur Gestaltung der Nachmittage junger Kinder ins rechte Licht zu rücken. Die Umsetzung von Kindergolfschulen wird bereits in einigen europäischen Ländern vor allem in den USA intensiv betrieben. Ganzjährig aktive Kinder- und Jugendgolfschulen bieten ihre Angebote während der Kindergarten- und Schulzeit an und machen während der Ferien Pausen. Diese können dann für intensive Trainingswochen oder Camps genützt werden. Es läuft also wie in vielen anderen Sportarten auch… Auch in Österreich gibt es bereits einige erfolgreiche Kinder-Golfschulen. Dort wird ein ganzjähriges Programm geboten, das trotz der Kürze der Golfsaison, die Kinder mit viel Spaß bei der Sache hält. Das Training im Winter ist dabei ebenso lustig wie die Golfstunden am Golfplatz. Für die engagierten Eltern ist das Angebot gut planbar und nicht selten kommt es vor, dass sich Eltern die nicht selbst Golfspielen für den Golfsport zu interessieren beginnen. Würde in jedem Golfclub eine moderne Jugendförderung stattfinden, bräuchte man sich um den Nachwuchs in Österreich und Erfolge, wie sie in letzter Zeit eingetreten sind, keine Sorgen machen.

 

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Kommentare

2 Kommentare zu “Kinder an die Macht!”
  1. Marie Jeffery sagt:

    Wir bieten im GC Schloss Ebreichsdorf umfangreiche und unterschiedliche Gruppentrainings für Kids jedes Alters und jeder Leistungsstufe an. Alle Infos unter http://www.gcebreichsdorf.at LG Marie Jeffery

  2. Andreas T sagt:

    Frag – wo gibt es denn gute Kindergolfschulen – ich wohne im der Nähe von Eisenstadt und mich würde interssieren ob in meiner Umgebung Angebote für Kinder gibt!

    Bitte um Infos!

    DANKE

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