Möge die Macht mit uns sein! [0]

Der frischgebackene Nationaltrainer, Fred Jendelid, lädt interessierte Coaches zum ersten Elite Coach Team Meeting nach Lignano. Ich finde mich mitten drin im Italientief und Stimmungshoch.

Wenn uns Markus Brier und Martin Wiegele eines gelehrt haben dann ist das: Österreicher können auf der Tour gewinnen. Diese Chosen Truth wie Fred es nennt, ist es, auf der wir aufbauen müssen, um die nächste Generation auf Olympia vorzubereiten.
Schließlich könnte in jedem Club gerade der nächste Manassero heranwachsen. Und geht man von einem Sieg im Alter von 17 aus, dann wäre der rot-weiss-rote Jungstar von morgen heute zarte 12.

Soweit das Ziel, doch wie sieht dazu der Plan aus frage nicht nur ich mich zu Beginn des Meetings, sondern auch rund 15 heimische Kollegen, die eigens zu dem Meeting nach Italien gekommen sind.
Was wir jedoch bekommen ist mehr als sich so mancher Teilnehmer erwartet hätte. Keine technische Anleitung zum Bau des nächsten Tourstars, sondern eine tiefgründige Diskussion über Persönlichkeitsentwicklung die Coaching und Philosophie in Einklang bringt.

Die-5-Prozent-Religion

Den Technikbereich streift man bei der 5% Regel, die in der Sichtweise des Schweden eine zentrale Rolle einnimmt. Denn ein guter Schlag lässt sich somit definieren als ein Ball, der innerhalb von 5% meines Zieles zum Liegen kommt. Auf gut Deutsch liege ich also 100 Meter vom Ziel entfernt, gilt für mich den Ball ins Loch beziehungsweise 5 Meter davon entfernt zum Liegen zu bringen. Dann kann ich mich über einen guten Schlag freuen und mathematisch gesehen selbst am schwerstmöglichen Loch kein Bogey spielen.

Bevor jetzt jedoch Hobbygolfer österreichweit ihre Bags auf Ebay verkaufen – tief Durchatmen, denn möchte ich nicht eines Tages auf einer der Touren aufteen, kann ich diese Definition rein unter Allgemeinwissen abspeichern. Träume ich jedoch von internationalen Medaillen oder gar davon meinen Lebensunterhalt mit dem Spielen zu verdienen, wird die 5% Regel zu meiner „Religion“.

Egal ob Putting, kurzes Spiel, Eisenschläge oder Hölzer bestimmen kleine Kreise ums Loch oder Korridore aus Hütchen auf der Range meinen Trainingsalltag. Im Selbstversuch können wir die Stationen kennenlernen und in der Diskussion die ersten Ideen für die eigene Umsetzung mit unseren Schülern sammeln.

Nur der Anfang

Eins ist am Ende der beiden Tage klar: der State of Mind passt unter den Teilnehmern. Denn motiviert sind wir und freuen uns schon auf das nächste Treffen im Mai und mehr „nützliche Lügen“ aus dem Hause Jendelid. Hoffentlich bei besserem Wetter als sintflutartigen Regenfällen in mitten des Italientiefs!

Volle Motivation trotz Dauerregens und winterlichen 8 Grad bei mir und den anderen Coaches in Lignano.

 

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